Es ist bekannt, dass eine Menge Japaner und Koreaner fest in Düsseldorf leben. Diesem Umstand verdankt die Stadt das beste Sushi und Bulgogi deutschlandweit – und einen Hauch Internationalität. Aber wie sieht es mit den zahlenmäßig wirklich kleinen Minderheiten aus? Mit den gerade mal drei Liechtensteinern, die hier mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, zum Beispiel? Wir würden fast wetten, dass umgekehrt mehr Düsseldorfer im Fürstentum residieren, und das nicht nur wegen der Naturschönheiten. Eine Überprüfung steht aus – die dortigen Behörden reagieren ziemlich zurückhaltend auf derartige Anfragen. Wir fragen beim Meldeamt der Stadt Düsseldorf nach, welche Mini-Communitys in unserem bunten Dorf noch vertreten sind. Ergebnis: Die Liechtensteiner haben es noch gut. Einen deutlich weiteren Weg, um Oma oder Onkel in der alten Heimat zu besuchen, haben die zwei Bürger der Republik Fidschi, die im Düsseldorfer Melderegister erfasst sind.

„Trinidadians“ und „Tobagonians“ stellen immerhin 15 Personen in Düsseldorf. Und das, obwohl ihre Inseln flächenmäßig nur gut ein Viertel so groß wie die Fidschis sind – da wird es eigentlich Zeit für eine Steeldrum-Session zu Karneval. Das würde dem Musikportfolio der Jecken eine Portion Groove verleihen. Auch Saudi-Arabien sorgt mit 20 festen Einwohnern für eine starke Präsenz. Kein Wunder, schließlich gibt es zahlreiche gegenseitige Wirtschaftsbeziehungen, und außer Kö-Shopping nutzen immer mehr Saudis das exzellente medizinische Angebot in der Stadt. Im offenherzigen Rheinland bleibt man meist nicht lange alleine – gut für die einzelnen Personen, die aus den Komoren, von Swasiland, Barbados oder Kambodscha ihren Weg zu uns gefunden haben. Und dass auch noch eine 17-köpfige Truppe aus Jamaica unsere Stadt bereichert, stimmt froh – „ya man, one love“. uh