Die zweite Triebkraft ist Schmerz vermeiden. Mal abgesehen von einer kleinen Minderheit, stehen Menschen nicht auf Schmerzen. Wir tun alles, um Schmerzen zu vermeiden. Wenn wir Ängste haben, schmerzt uns das. Denke daran, wie du durch die Prüfung fällst. Wie fühlst du dich? Gut oder schlecht? Schlecht natürlich. Das tut weh. Was soll nur mein Ausbilder denken? Tante Frieda, oder meine Nachbarn?

Durch die Prüfung zu fallen wird als Versagen, als Fehler gedeutet. Doch Fehler gehören zum Lernen dazu. Keine Fehler, kein Lernerfolg. Thomas Edison brauchte viele tausend Versuche, bis er die Glühbirne erfand. Seine Freunde fragten ihn: „Wie oft willst du noch versagen?“ Doch er sagte: „Ich habe nicht versagt. Ich habe eine weitere Möglichkeit gefunden, die Glühbirne nicht zu erfinden!“

Durch die Prüfug zu fallen verursacht schmerzende Gefühle. Der Gedanke ans Durchfallen tut bereits weh. Das Unterbewusstsein kann nicht zwischen Realität und Phantasie unterscheiden. Wenn du an deinen Alptraum denkst, dann schüttet dein Gehirn Stresshormone aus, und die drücken deine Stimmung… Dieser Mechanismus ist dir spätestens nach Filmen wie „Die Frau des Zeitreisenden“ oder „Love Story“ aufgefallen.

Wie kannst du die Angst abschalten? Im Grunde genommen ist das ganz einfach. Mark Aurel, seines Zeichens römischer Kaiser, sagte: „Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken“. Buddha lehrte : „Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ Und Goethe goss Sahne in die Suppe, um diese Zitate zu verfeinern: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu deinen Worten. Achte auf deine Worte, denn Sie werden zu deinen Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden zu deinen Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie bestimmen dein Schicksal!“. Harter Tobak, was die drei hellen Köpfchen von sich gaben. Doch genau so ist es. Wenn du Herr über deine Gedanken bist, dann bist du Herr über deine Gefühle.

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