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Lächeln trotz Maske

Alltagsmasken sollen ein gutes Gefühl vermitteln – deshalb startete ein Stuttgarter am Wochenende einen Online-Shop, der originelle Exemplare anbietet . PRINZ hat sich das für euch mal angeschaut.

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Alltagsmasken können Spaß machen wie der Anblick der kleinen Mia beweist.

Die kleine Mia strahlt übers ganze Gesicht, ihre Augen leuchten. Sie trägt einen Mund-Nasenschutz des jungen Stuttgarter Community-Projekts „gesichtsmode.de“. Mit Stolz, denn wie jeder weiß, lieben kleine Mädchen Einhörner. Und so ein Fabelwesen ziert die weiße Maske, die sie trägt. Davor durfte sie weitere Motive vor der Kamera präsentieren. Zuckersüß wirkt das Gesicht der Kleinen mit der „Löwen“- oder der „Regenbogen“-Maske. Zwar darf sie nicht mehr auf dem Spielplatz wie sonst toben, dafür aber die Maskenproduktion in verschiedenen Schneidereien sowie einer Druckerei miterleben. Es ist Corona-Zeit. Mias Mutter engagiert sich gemeinsam mit anderen bei dem Community-Projekt, das am Wochenende von dem Designer Michael Knoedgen ins Leben gerufen wurde und lokale Betriebe unterstützt.

Designer Michael Knoedgen mit der „Vollbart“-Maske.

„Ziel meines Projekts ist es, den Menschen – trotz Maske – ihr Lächeln zurückzugeben“, sagt der Initiator. „Mir ist aufgefallen, dass die meisten, die mit einer Maske herumlaufen, ängstlich oder zumindest angespannt wirken. Als ich selbst eine Chirurgenmaske anzog, habe auch ich mich erschrocken. Zwar sind diese Masken angenehm zu tragen, aber die grünliche Farbe, das ganze Aussehen – ich fühlte mich sehr unwohl. Eben so, als ob ich gleich operiert werde und es Grund zur Sorge gibt.“ Die bedruckten Masken von gesichtsmode.de sollen das ändern und ein gutes Gefühl vermitteln. Mit Motiven, die Spaß machen und zum Lachen anregen. Im Austausch mit der Facebook-Community sind in der Startphase mehr als ein Dutzend originelle Motive für Klein und Groß entstanden, darunter „Hope“, „Corona-Bart“, „Red Lips“, „FCK CVD“, „Europa-Flagge“, „Fuchs“, „Fußball“ und viele mehr. Eine E-Mail-Flut an Vorschlägen hat das Projektteam erreicht. Umgesetzt werden können diese aus Kostengründen in der Regel aber nur, wenn eine entsprechend hohe Stückzahl geordert wird. Was davon umgesetzt wird, entscheidet der Designer.

Wie bei der Europa-Flagge. „Ein Abgeordneter des Europäischen Parlaments aus Hessen hat uns angeschrieben. Wir konnten die Idee schnell umsetzen, das Motiv ist aktuell der Bestseller im Shop.“ Bereits zum Auftakt am Wochenende sind zahlreiche Bestellungen eingegangen. Der Start des Online-Shops war perfekt getimt, denn ab kommender Woche müssen in Baden-Württemberg beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr Masken getragen werden. Obwohl das noch nicht bekannt war, haben sich die Ereignisse am Wochenende überschlagen. „Ganz ohne Marketing sind wir von Anfragen aus der Community überschüttet worden. Damit hätten wir nicht gerechnet“, sagt Knoedgen.

Hergestellt werden die Masken in Handarbeit von Schneidereibetrieben aus der Region. In Windeseile ist ein Netzwerk entstanden, weitere Nähereien werden gesucht. „Als Material verwenden wir atmungsaktives Polyester, da sich das zum Bedrucken am besten eignet“, erklärt der gelernte Kommunikationsdesigner. Bedruckt werden die Masken momentan in einer Stuttgarter Druckerei. Sie sind mit einem Draht versehen, sodass sie eng an der Nase liegen und so auch Brillengläser nicht beschlagen. „Besonders gut bei unseren Kunden kommt an, dass fünf Prozent des Erlöses an Stuttgarter Kliniken gespendet werden“, berichtet der Gründer. Wir wollen in erster Linie helfen und keinen kommerziellen Shop betreiben.“ Knoedgen hofft, mit den farbenfrohen witzigen Prints dazu beizutragen, dass die Community-Masken gerne im Alltag getragen werden. Die kleine Mia ist jedenfalls Feuer und Flamme und auch den Großen zaubern die ausgefallenen Teile ein Lächeln aufs Gesicht.

Mia mit der „Löwen“-Maske.


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