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PRINZ im Gespräch mit der “Nerdikon“-Autorin Stefanie Mühlsteph

Stefanie Mühlsteph erklärt auf amüsante und wirklich lehrreiche Weise die Spezies der Nerds und Geeks. PRINZ hat sich mit der jungen Autorin unterhalten.



Was ist ein Nerd? Wieso sind Geeks nicht gleich Nerds und worin besteht der Unterschied? Warum tragen Nerds dicke Brillen, Rollkragenpullover und Karottenjeans? NERDIKON gibt auf all diese Fragen – und noch viele mehr – witzige und häufig unerwartete Antworten. Geschrieben wurde das Buch von der gebürtigen Hessin Stefanie Mühlsteph. Am 15. Januar 2014 wurde das Buch im Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag veröffentlicht. PRINZ hat sich bei Stefanie Mühlsteph erkundigt, woher die Vorliebe zum Schreiben kommt und wie sie ihr Buch selbst beschreiben würde.

1. Stefanie, du hast Elektro- und Informationstechnik studiert. Wie bist du zum Schreiben gekommen?


Geschrieben habe ich schon so lange wie ich Lego aufeinandergestapelt habe – also mein halbes Leben lang. Zwischen Mittelstufe und Studiumsanfang ist das Schreiben leider zum Erliegen gekommen – die Teenagerzeit … Mein erster „Roman“ (gigantische 50 Seiten lang) handelte von den Abenteuern eines Koboldmädchens und einer Hexe, die gemeinsam Drachen retten. Meinen Hang zu Fantasy bin ich nach der Lektüre von Cornelia Funkes „Drachenreiter“ nie los geworden – zum Glück. Im Studium fand ich dann auch Freunde, die meine Leidenschaften teilten. Damit meine ich nicht nur Science Fiction oder Fantasy Serien zusammen ansehen, Kinofilme auf Logiklöcher überprüfen oder gemeinsame Vor-Klausuren-Lernmarathons veranstalten, sondern auch Animes gucken. Das war in meiner Teenagerzeit nämlich eines meiner heimlichen Hobbies. Da die VOX-Anime-Nights immer erst liefen, wenn ich im Bett war – und meine Eltern einen siebten Sinn dafür hatten, wann ich Unsinn trieb – habe ich mir die Serien aufgenommen und mir genüsslich nach der Schule angesehen. So, was hat das nun mit Schreiben zu tun?
Die Otakus unter den Lesern werden es sich denken können: Ich habe nämlich während des Studiums angefangen Fanfictions zu schreiben, wenn mir ein Ende nicht gefiel oder ich es nicht ertragen konnte, dass eine Serie beendet wurde. So kam ich wieder zum Schreiben.
 Man kann es auch als kreativen Ausgleich zu den Zahlen und Formeln sehen, mit denen ich täglich jongliere.
 Schreiben gehört zu mir wie Beine, Ohren oder die Elektrotechnik.

2.
 Hast du dir mit der Veröffentlichung von „NERDIKON“ einen Traum erfüllt?


Es ist nicht einfach ein Traum, der sich erfüllte, sondern ein völlig neues Lebensgefühl, das ich dadurch bekommen habe. Früher habe ich nur für mich geschrieben – bestenfalls für ein paar andere Leute, die meine Fanfictions lasen – und nun lesen mein Buch ganz viele Menschen. Ich kann es im Buchhandel in die Hand nehmen (was romantische Gefühle in mir auslöst – das erste Mal musste ich eine Träne verdrücken) und Menschen zum Lachen bringen.
 Eine Leserin schrieb mir auf Facebook, dass sie teilweise Tränen gelacht hat. Das Gefühl, das ich empfand, als ich diese paar Zeilen las, war unbeschreiblich schön.

3.
 Wie würdest du das Buch in drei Sätzen beschreiben?


Das Nerdikon ist kein belehrendes Lexikon, das den moralischen Zeigefinger hebt. Es ist ein witziges, kleines Buch mit zahlreichen Anekdoten und einer ironischen Note, das uns in die Welt der Nerds und Geeks entführt. 
Es will Menschen zum Lachen bringen und ihnen zeigen: In uns allen steckt ein kleiner Nerd.

4. 
Jana Moskito hat die Illustrationen für „NERDIKON“ übernommen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit?


Meine Lektorin hat uns zusammengebracht. Jana Moskito ist eine unglaublich tolle und begabte Illustratorin. Sie hat meine Ideen, was zum Buch passen könnte, in einer Art und Weise umgesetzt, wie ich es mir nie hätte erträumen können.

5.
 Dürfen wir mit weiteren Werken von Dir rechnen?


Aber sicher! In diesem Frühjahr erscheint mein zweites Sachbuch im Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag: „TECHNIKGIRL – Wenn Mädchen Technik lieben“. Allerdings ist dies ein wenig ernster als das NERDIKON. Der Titel ist aber auch hier Programm, denn in diesem Buch befinden sich viele Interviews, Anekdoten, Antworten und Einschätzungen von MINTsen; Frauen, die sich mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auseinandersetzen. Darunter befinden sich Doktorandinnen und Studentinnen verschiedener Fachrichtungen oder auch Azubinen, die aus dem Nähkästchen plaudern und klarstellen, dass Frauen in technischen Berufen immer noch Koryphäe sind und sich ganz schön anstrengen müssen, wenn sie von ihren männlichen Kollegen ernst genommen werden wollen.
Des Weiteren erscheint zur Leipziger Buchmesse mein erster Urban- Fantasy Roman für Jugendliche im Verlag Torsten Low.
Fantasy und Technik – beides brauche ich wie die Luft zum Atmen und die Tinte in der Füllfeder.

Neugierig geworden? Hier kommt ihr das Buch für schmale 9,95€ bestellen. Mehr Informationen über Stephanie Mühlsteph erhaltet ihr auf ihrer Homepage.


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