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Neu entdeckt: naïv

Das Fischerplätzchen an der Schönen Aussicht mausert sich zur Ausgehmeile: Mit dem naïv ist neben dem Langosch und dem Moloko noch ein neuer, cooler Laden dazugekommen.



Als Erstes stolpert man über den Namen. Naiv? Wie soll man das verstehen? Auf der Homepage des neuen Ladens findet man das Zitat „Ort der kindlichen Einfalt und ehrlicher Vielfalt“. Es geht also um Unverstelltes, Offenes, Wandelbares. Und genau das ist den Machern Christian Daam und Sascha Euler (Bar Echt) gelungen. In der ehemaligen Pizzeria und dem angrenzenden Lädchen, das man zusammengelegt hat, wurde lange gewerkelt. Das Ergebnis ist so urban wie modern. Hier hat sich jemand Gedanken gemacht, das merkt man, wenn man den weitläufigen Raum betritt, der zugleich Restaurant, Café und Bar ist. 

Der Blick fällt zuerst auf die riesige Bar aus Beton, die aber weder zu wuchtig noch kalt wirkt. Das liegt daran, dass Holz ein wunderbar warmes Gegengewicht gibt genauso wie die schöne Beleuchtung. Das Spirituosenregal dahinter wurde übrigens in liebevoller Handarbeit mit 6.500 Holzklötzchen versehen, der Tresen von Hand gegossen, die schweren, langen Holztische selbst gezimmert. Übrigens kannst du alles im Laden auch kaufen, vom Barhocker bis zum Teller, von dem du gegessen hast, oder auf Bestellung Möbel nachbauen lassen. Aufgeteilt sind die Räumlichkeiten in verschiedene Bereiche, hier geht alles, vom Date bis zum lustigen Mädelsabend. Auch ein Abend am Tresen auf den hohen, sehr bequemen Barhockern ist zu empfehlen. Das Waschbecken vor den Toiletten – ein Bierfass. Womit man hier beim nächsten Lieblingskind der Betreiber ist: dem Bier.

Im naïv bekommt man eine selten interessante und große Bierauswahl. Lecker sind die Hausmarken „naïv Bio Landbier“, hell und süffig, und „naïv Kellerbier“, malzig und vollmundig, die extra für das naiv gebraut werden. Wer der geheimnisvolle Brauer ist, wird nicht verraten, Fragen zwecklos. Wer’s fruchtiger mag, der sollte mal die Sorten Amarsi und Mandarina probieren, die angenehm nach exotischen Früchten schmecken, aber nicht zu süß sind. Das Ginger Beer ist nur was für Süßmäuler, leicht scharf und eben mit sehr viel Süße. Aber genug des Bieres. Der Weg hierher lohnt sich auch aus anderen Gründen. Die Speisenauswahl ist eher übersichtlich, aber ausgewählt. Es gibt Sandwiches, Pasta-Variationen, Flammkuchen, Schnitzel und frische kreative Salate, alles je nach Marktlage und Saison. Zum Kaffee gibt’s hausgemachten Kuchen. Du hast es eilig? Dann einen Kaffee to go an der Kaffeestation, die in den warmen Monaten jetzt auch Frozen Yoghurt zum Mitnehmen anbietet, natürlich auch selbst gemacht.

Das Konzept scheint den Machern recht zu geben: Denn seit der Eröffnung ist der Laden immer rappelvoll, das Publikum jung und bunt gemischt, der Service sehr freundlich und aufmerksam. Gemeinsam mit den Nachbarn Moloko und dem Langosch hat der früher tote und unbelebte Platz an der Schönen Aussicht eine echte Aufwertung erfahren.

Fazit: Schöne neue Szene-Location mit lockerer Atmosphäre
Für Fans von: urbanem Style für moderne Großstädter


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