„In Deutschland ist ein Festival wie „Plateaux“ einzigartig“, sagt Martin Baasch. Der Theaterwissenschaftler, der schon mit Christoph Schlingensief, am Linzer Landestheater oder in Frankfurt an der Schmidtstraße gearbeitet hat, ist Kurator des renommierten Festivals am Mousonturm. Junge Talente der Performancekunst, die jenseits strenger Disziplinsgrenzen agieren, will das Festival zeigen und zusammenbringen – und dafür findet „Plateaux“ mittlerweile auch international große Anerkennung. 230 Bewerbungen aus 30 Ländern von Lateinamerika bis Australien hat Baasch ausgewertet, fünf Premieren, einige Gastspiele, Installationen, ein Konzert (Adam Green!) und eine Party stehen nun an. Die Höhepunkte: Monster Truck befeuern die Bühne mit Zuckerwatte (17. u. 18.4.), der Italiener Christian Chironi erzählt anhand von Fotos, die seinen Vater als Freizeitfußballer zeigen, von den Parallelen zwischen Sport und Politik (19. u. 20.4.), die Schweizer Gruppe Velma zelebriert ein Punkrock-Requiem (20.4.), Nicola Unger erzählt mit den Mitteln des Schattenspiels davon, wie das Leben einer Frau, die in Paris zufällig dieselbe Party wie der Topterrorist Carlos besucht, durch diese Zusammenkunft aus den Fugen gerät (24.4.). Theater – so spannend wie das echte Leben.