Bären für die Kurzen
„Auf die Kraft der Leinwand beharren“ die Kurzfilme, die in diesem Jahr in der Reihe Berlinale Shorts gezeigt werden, kommentiert Kuratorin Maike Mia Höhne. Keineswegs ist der Kurzfilm Experimentierfeld für junge, noch unerfahrene Filmemacher. Vielmehr ist es eine Art Spezialisierung auf eine besondere Art des Erzählens, wo der Wirkung der Bilder eine noch größere Bedeutung beigemessen wird als im Langfilm. Dabei bewegen sich viele der 25 aus mehr als 2600 Einsendungen ausgewählten Beiträge aus 15 Ländern in den Grenzbereichen des Kinos, zeigen in ihren Tendenzen zur Kunst große Experimentierfreude. Der belgische Künstler Nicolas Provost beispielsweise wird „Long Live the New Flesh“ bei den Shorts präsentieren und zugleich in der Galerie Haunch of Venison weitere seiner Arbeiten zeigen. Außer Konkurrenz läuft Akihito Izuharas Animationsfilm „Akai Mori no Uta“ (The Song of Red Forest).

Da auch die Kurzfilmreihe ein Jubiläum feiern kann – seit 55 Jahren werden auch hier Goldene und Silberne Bären verlieren – wird es hier ebenfalls eine kleine Retrospektive geben in Form zweier eigens zusammengestellter Kurzfilmprogramme.
Karen Grunow