In „What A Man“ spielen Sie den Softie Alex. Der baggert ein Mädchen mit dem Spruch „Na, warst du kacken?“ an. Sind Sie selbst kreativer, wenn es darum geht, Frauen anzusprechen?
Ganz ehrlich: Ich bin nicht der Typ, der Mädchen in Bars anspricht. Dafür bin ich auch schon zu lange mit meiner Freundin zusammen. Wenn ich mich früher doch mal getraut habe, war das ungefähr so: Na, Bock auf ein alkoholisches Kaltgetränk? Dann hat das Mädchen gesagt: Ich habe einen Freund. Und ich antwortete nur: Alles klar.

Und wie baggern Frauen Matthias Schweighöfer an?
Ich werde nie angegraben. Das glaubt mir zwar keiner, ist aber wirklich so.

Bei „What A Man“ sind Sie Hauptdarsteller und Regisseur zugleich.
Als Co-Autor des Drehbuchs habe ich den Humor der Geschichte so geprägt, dass es am Ende auf der Hand lag, dass ich auch Regie führe. Außerdem bin ich noch Produzent des Films.

Warum spielt der Film in Frankfurt und nicht in Ihrer Heimatstadt Berlin?
Frankfurt ist eine Stadt, die keiner kennt. Da kann man die Geschichte ganz unbekümmert spielen lassen. In Berlin hätte ich unter dem Druck gestanden, die Stadt noch einmal neu erzählen zu müssen. Denn auch die Liebeskomödien „Zweiohrküken“ und „Männerherzen“ sind dort entstanden.

Kompliment: Sie zeigen unsere Stadt in wirklich schönen Bildern. Wie würden Sie Frankfurt beschreiben?
Als eine Stadt mit vielen Gesichtern und einem klaren Zentrum. An Frankfurt gefällt mir, dass es so international ist und so schön herzlich sein kann. Es ist nicht zu groß, nicht zu klein. Man kann sich hier zuhause fühlen.

Ihr Lieblingsort?
Ich liebe den Schweizer Platz. Da ist man schön anonym. Direkt um die Ecke war ich auch häufig in einem kleinen Weinladen.

Viele Szenen im Film wirken sehr grotesk – zum Beispiel der Rippenbruch beim wilden Sex. Wir haben gehört, dahinter steckt eine wahre Geschichte.
Ja. Fast alles, was der Film erzählt, ist mir oder Freunden so passiert. Eine Ex-Freundin hat mich einmal betrogen. Ihr Seitensprung ist tatsächlich durch einen Rippenbruch, der beim Sex mit dem anderen Typen entstanden ist, aufgeflogen. Ich dachte schon lange: Aus all diesen absurden Sachen musst du einen Film machen.

Sie waren also auch – wie im Film – früher ein kleiner dicker Junge?
Genau. Und es saßen auch wirklich 28 Mädchen auf der Bank und haben bei meinem verzweifelten Bocksprung-Versuch zugeschaut.

Alex will, nachdem er betrogen wurde, ein „richtiger Mann“ werden. Was für ein Typ Mann sind Sie?
Ich habe zwar viel Energie, gehöre aber nicht zu der Kategorie starker Mann, der sagt: Ich nehme dich in den Arm und trage dich über die ganze Wiese. Ich komme über den Humor.

Wann ist ein Mann denn ein Mann?
Vor zwei Jahren bin ich Vater geworden. Da habe ich festgestellt, dass zum Mann-Sein gehört, klare Entscheidungen zu treffen.

Wenn „What A Man“ am ersten Wochenende mindestens 400 000 Zuschauer bekommt, laufen Sie im Schlüpfer durchs Brandenburger Tor: Das haben Sie auf Facebook versprochen. Bleibt’s dabei?
Na klar, das ziehe ich durch.

Interview: Kathrin Rosendorff