Ihr Fahrrad ist ja extrem minimalistisch.
Ich bin Purist. Das Rad ist 30 Jahre alt. Ich mag klassische Dinge mit Qualität. Die gestalte ich dann um, so dass sie schön, effizient und umweltfreundlich werden.
Wie funktioniert das? Ich montiere alles ab, was viel wiegt und worauf ich verzichten kann. Bei meinem Auto, einem alten Nissan, habe ich die Verkleidung und die Rückbank ausgebaut. Der Wagen verbraucht jetzt nur noch sieben Liter auf 100 Kilometern. Purismus bedeutet für mich Leichtigkeit.
Sind Sie mit Ihren „Leichtfahrzeugen“ viel unterwegs? Mit dem Auto nur, wenn es sein muss. Mit dem Fahrrad immer, wenn ich in Frankfurt bin.
Wo treiben Sie sich denn sonst herum? In der ganzen Weltgeschichte. Ich arbeite für eine Firma in London, mit der ich „New Opera Hero“, eine elektronische Oper, entwickelt habe. Außerdem koordiniere ich Konzertreisen von Sinfonieorchestern. Zuletzt war ich in Tokio.
Wie war es dort? Ich fand es skurril, dass fast alle Menschen einen Mundschutz tragen, aber trotzdem unentwegt Zigaretten rauchen.
Wie haben Sie sich in Tokio fortbewegt? Mit der U-Bahn. Die war immer proppenvoll. Ich hatte das Gefühl, dass alle 30 Millionen Tokioter mit mir in der Metro stehen. Ich war mit meinen 1,95 Metern übrigens der einzige, der sich an den oberen Schlaufen festhalten konnte.