1) Zwischen den vielen indischen Gemischtwarenhändlern in der verwinkelten Kaiserpassage (bis unter die Decke stapeln sich hier bunte Saris und Bollywood-DVDs) ist Klaus Matthias Meier (43) ganz klar der Exot. In seinem zweistöckigen Laden Tactile verkauft er Dinge, die in Zeiten von i-Tunes fast fremdartig anmuten: Schallplatten und Musikkassetten von Afro-Beat über Electro bis Jazz, darunter Raritäten, für die Vinyl-Junkies weite Wege auf sich nehmen. Außerdem: Hi-Fi-Geräte aus vergangenen Dekaden.Kaiserstr. 62-64, Tel. 069/15 34 28 96, Di-Fr 14-20, Sa 12-18 Uhr, tactilemusic.de

2) Während Sushibars sich längst größter Beliebtheit erfreuen, gelten Teppanyaki-Restaurants wie das Kabuki noch immer als Geheimtipp. Das ist erstaunlich, schließlich zeigt sich die japanische Küche hier von ihrer spektakulärsten Seite. Das Prinzip: Fingerfertige Köche wie Takateru Takahashi (56) lassen Gemüse, Fisch und Fleisch auf der heißen Grillplatte Salti schlagen und vereinen die Zutaten vor den Augen der Gäste zu einem erstklassigen Menü. Kaiserstr. 42, Tel. 069/23 43 53, Mo-Fr 12-15 u. 18-24 Uhr, Sa/So 18-24 Uhr, kabuki-restaurant.com

3) Seit dem Umbau im Februar gehen bei Uebervart Street Klamotten von Labels wie Norse Projects, Beastin und Wood Wood über den Tresen. Außerdem Sneaker von Adidas, Asics, Nike, New Balance und Vans – darunter viele limitierte Modelle. Modisch auffällige Kunden werden von Inhaber Daniel Steindorf (29) schon mal vor die Tür verwiesen – und dort für den hauseigenen Style-Blog fotografiert. Kaiserstr. 20, Tel. 069/20 01 98 36, Mo-Fr 10.30-19, Sa 11-19 Uhr, uebervart-shop.de

4) No Logo: Das japanische Label Muji entsagt dem Markenfetischismus – den Firmennamen sucht man auf den vielen Einrichtungsobjekten vergeblich. In der Frankfurter Filiale gibt es Betten, Sofas, Bürobedarf, Küchenartikel und Klamotten aus Bio-Baumwolle – von Supervisor Phil de Oliveira (29) hübsch arrangiert. Außerdem originelle Gimmicks wie buchstabenförmige Eiswürfelschablonen und touchscreentaugliche Handschuhe. Kaiserstr. 12, Tel. 069/21 93 88 30, Mo-Sa 10-20 Uhr, muji.de

5) Auf die schönsten Bilder in einer Kunsthalle zeigen und „Kauf Ich!“ rufen – das geht nur mit entsprechend dicker Brieftasche. Soweit das Vorurteil. Die Galerie Lumas liefert mit ihren Fotos, Grafiken und Gemälden den Gegenbeweis. Handsignierte und streng limitierte Werke von Nachwuchskünstlern gibt es schon zum kleinen Preis. Kunst von Größen wie Joseph Beuys oder Damien Hirst kostet etwas mehr. Kaiserstr. 13, Tel. 069/900 28 54 0, Mo-Sa 10-20, So 13-18 Uhr, lumas.de

6) Hipster in aller Welt schätzen American Apparel für lässige Basics (Pullis, T-Shirts) in allen Farben des Regenbogens. Und für stets neue Trends: Top-Seller der Frankfurt-Filiale sind der Fishermans-Pullover aus grobem Strick und der Circle-Scarf – man kann ihn als Schal, Kleid und in elf weiteren Varianten tragen. Die Verkäuferinnen Aerielle Ruth Santos und Isabel Köneke geben gerne Hilfestellung. Kaiserstr. 23, Tel. 069/24 40 49 95, Mo-Sa 11-20 Uhr, americanapparel.net

7) Buddhafiguren und Winkekatzen dürfen in Frankfurts beliebtestem Asia-Supermarkt ebenso wenig fehlen wie Glückskekse für die Silvesterparty. Hauptsächlich bekommt man bei Yuan Fa aber Lebensmittel für die ganz persönliche Asia-Woche: Currys, Reisnudeln, Fisch für den Sushi-Abend. In langen Regalreihen findet man Tüten voller Bonbons in Geschmacksrichtungen wie Grüner Tee und Rote Bohnen sowie Lotusblätter, groß wie Palmwedel. Kaiserstr. 53, Tel. 069/24 24 86 86, Mo-Fr 10-19.30 Uhr, Sa 10-19 Uhr, yuanfa.de