Wahrscheinlich ist es sinnvoll, nicht ganz vorn an der Bühne zu stehen. Die Gefahr, von der Sogkraft der Stimme und Erscheinung Michael J. Sheehys in den Bann gezogen zu werden, ist groß. Und wenn man erst gefangen ist, lassen einen Sheehys bösartige Geschichten, die sich um Themen wie Kampf, Himmel, Hölle, Sünde und Sühne drehen, nicht mehr los. Die Musik, mit der seine achtköpfige Band The Hired Mourners die Geschichten von Loosern und verwirrten Charakteren illustriert, könnte eigenwilliger nicht sein – ein Gebräu aus Folk, Gothic, Swamp- Blues und Vaudeville-Pop. In die Charts schafft man es mit derart wunderbarer Musik natürlich nicht, aber sein Beitrag zum Soundtrack der Serie „Deadwood“
hat Sheehy zumindest in England Aufmerksamkeit beschert.