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PRINZ im Interview: Flo Bauer

Leise Töne – Große Wirkung! Der Hamburger Produzent, Musiker und Rapper Flo Bauer veröffentlicht sein Solodebüt und zeigt eindrucksvoll seine musikalische Bandbreite!



Mit „Leise Töne“ veröffentlicht der Hamburger Flo Bauer sein Solodebüt! Geboren in Karlsruhe zog er Anfang 2000 mit großen Ambitionen nach Hamburg um sich als Musiker einen Namen zu machen. Der Musiker erlernte sein Handwerkszeug im Studiengang „Audio Engineering“ am SAE Institute Hamburg, das er 2004 nach zweijährigem Studium mit dem SAE Diploma abgeschlossen hat. Das SAE Institute gehört zu den größten privaten Bildungseinrichtungen weltweit. Das Training hört man dem Album an. Herausgekommen sind 12 kunstvolle Songs mit detaillierten und harmonischen Arrangements sowie intelligenten und selbstreflexiven Texten. Alle Songs sowie die dazugehörigen Musikvideos stammen aus Eigenregie. Flo Bauer ist eben ein Multitalent.

Wir wollten etwas mehr über seinen Werdegang und zum neuen Album erfahren und trafen Flo Bauer auf ein kleines Gespräch:

2013 hast du dich komplett der Produktion deines neuen Albums „Leise Töne“ gewidmet – hattest du Unterstützung bei der Aufnahme oder hast du alles in Eigenregie gemacht?

Ich hab bei der Produktion tatsächlich größtenteils alles selbst gemacht. Um mich herum sind natürlich viele Leute, die mich unterstützen und mir helfen, aber im Kern erledige ich die meisten Aufgaben doch selbst. Zwei Beats auf dem Album sind nicht von mir, aber ansonsten habe ich alles selbst produziert. Ich habe mir viel Zeit dafür genommen und mich in einem kleinen Studio in der Schanze mitten in Hamburg eingenistet. Nach der kreativen Arbeit bin ich dann in das große Tao Studio umgezogen, um dort an einem SSL Pult analog zu mischen. Das Mastering habe ich auch selbst übernommen.

Wie hat dir dein Studium am SAE Institute bei der Arbeit geholfen?

Bevor ich am SAE Institute mein Studium angefangen habe, war ich schon lange als Musiker aktiv und habe Beats produziert. Allerdings hatte ich tausend offene Fragen zu allen möglichen Themen der Musikproduktion. An der SAE konnten mir diese Fragen beantwortet werden. Auch gerade der Austausch mit den anderen Studierenden hat mich sehr viel weitergebracht. Ich hatte das Glück, dass ich während des Studiums auch schon in einem Studio Fuß fassen konnte und gerade in der Kombination konnte ich in dieser Zeit sehr viel lernen.

Wie beschreibst du deine Musik selber – Hip Hop, Rap, Pop?

Ich würde sagen, dass ich im Herzen natürlich Rapper bin und Hip Hop Musik liebe. Immerhin kam ich nicht über ein Instrument zur Musik, sondern über das Rappen. Trotzdem mag ich einfach Songwriting, ausgefeilte Arrangements und gesungene Refrains. Ich denke heutzutage sind die Grenzen sowieso komplett fließend und es schließt sich nicht mehr aus Popmusik und Hip Hop zu vereinen.

Wie lange hast du an dem Album gearbeitet und wie hast du dich in der Zeit finanziert?

Ich habe wirklich lange an dem Album gearbeitet – fast ein Jahr. Zum Glück gibt es mittlerweile nicht nur Filmförderung in Deutschland, sondern auch Förderung für Popmusik und ich wurde bei diesem Album von der Initiative Musik gefördert. Ohne diese Förderung wäre der Aufwand auf diesem Niveau nicht möglich gewesen.

Was fügt „Leise Töne“ der Musikwelt hinzu?

Mir ist es sehr wichtig echt und ehrlich in meiner Musik zu sein und mich nicht hinter einem ausgedachten Image oder einer Fassade zu verstecken. Das ist auch einer der Gründe, warum ich meinen Künstlernamen „Bo Flower“ abgelegt habe und jetzt als „Flo Bauer“ auftrete. Auf dem Cover sieht man mich, ohne Bearbeitung, kein Photoshop und nix. Das ist in der heutigen Medienlandschaft recht selten. Es geht sogar noch tiefer, man kann quasi mein Innerstes sehen – so ist auch meine Musik. Ich empfinde vieles in der heutigen Gesellschaft als zu sehr übertrieben oder zu laut und oft wird dabei das menschliche und persönliche außen vorgelassen. „Leise Töne“ ist da auf eine gewisse Art und Weise ein Gegenentwurf zu.

Ausgehtipp: Am 25.04. spielt Flo Bauer im Hamburger Nochtspeicher sein Album-Releasekonzert!


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