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Neu entdeckt: The Burger Lab

The Burger Lab bietet frische, hausgemachte Spezialitäten – hier bekommt ihr mehr als nur Standard Burger und schnöde Beilagen.



Schon einige Jahre Erfahrung haben Jeremy Bailey, Katherina Ruddat und Benjamin Pfeiffer in der hiesigen Gastronomieszene gesammelt und in Service und Management, an Herd und Grill mitgewirkt. Und das fällt auf, denn das Burger Lab ist mehr als nur ein schnöder Burgerladen. Klar, zum Konzept gehört auch die schnelle Bulette für zwischendurch, genauso aber lädt der Laden am Rande der Schanze (Max-Brauer-Allee 251) ein, um sitzen zu bleiben, mit Freunden zu klönen, draußen noch ein Bierchen zu trinken und abends zu entspannten DJ-Klängen noch einen Longdrink zu genießen. Das Wichtigste sind aber, natürlich, die Burger: Alles bis auf das Ketchup ist selbstgemacht, denn “besser als das Original von Heinz kriegt das doch eh keiner hin”, wie Katherina Ruddat die an dem Abend den Service macht, zugibt. Die Brötchen aus Briocheteig werden von einer befreundeten Bäckerei geliefert. Dass die Hauptspeisen-Karte sehr kompakt ist, gehört zum Konzept: Rindfleisch-Burger mit Cheddarkäse, wahlweise mit Bacon, BBQ-Sauce und “Baconnaise” dazu, Fried und Grilled Chicken, ein veganer Burger und einer mit Fisch – das war’s. Klar, das macht eine Entscheidung recht einfach, andererseits lässt es eben auch die Variation vermissen.

Dazu bietet das Burger Lab reichlich Beilagen: Pommes von Kartoffel oder Süßkartoffel, sechs verschiedene hausgemachte Saucen, von denen – das vorweg – eine leckerer schmeckt als die andere, zwei Sorten Cole Slaw und “Mixed Pickles”. Preislich geht das übrigens alles in Ordnung: Burger ab 6,90€ (Veggie und Fisch), 7,90€ für die Version mit Rind, Pommes kosten zwischen 2,80€ und 3,50€. Wer keinen Burger möchte, kann immer noch mit drei verschiedenen Salaten vorlieb nehmen und ein täglich wechselnder Kuchen sowie Banoffee Pie runden als Desserts die Karte ab.

Auch in Sachen Getränke setzt man nicht nur auf Standards. Eine größere Auswahl an Bieren, unter anderem ein wöchentlich wechselndes, dazu eine ganze Reihe Softdrinks, und, wie bereits erwähnt, mit Moscow Mule, Gin Tonic, Rum-Cola und Vodka-Red Bull auch noch ein paar Longdrinks (für jeweils 6,50€), um den Abend abzurunden.

PRINZ hat sich durch die komplette Karte probiert: Bacon-BBQ-Burger, Grilled Chicken mit Buttermilch-Hähnchen, Speck, Avocado, Blauschimmelkäse-Sauce, Tomaten-Chutney und süß-sauer eingelegten Zwiebeln. Dazu bestellten wir die sechs hausgemachten Saucen: Gochuang, Aioli, BBQ-Sauce, Tomaten-Chutney, Blauschimmelkäse-Sauce, die hauseigene “Burger-Lab-Sauce” und eine aus gegrillten Zwiebeln, die allesamt perfekt als Dip für die Fritten passten und uns völlig vergessen ließen, dass da auch Ketchup steht.

Das “Asian Slaw”, ein Krautsalat aus Rotkohl, Rettich und Karotte mit Koriander und Ingwer-Sesam-Dressing konnte ebenfalls sofort überzeugen. Nicht minder lecker war aber das klassische Coleslaw mit Weißkohl und Mayonnaise. Und die Burger? Rindfleisch können sie im Burger Lab: Medium gegrillt, nicht zu viel Sauce aber auch nicht zu wenig, äußerst lecker. Vom Hähnchen hingegen hatten wir uns dann doch mehr versprochen. Klar, immer noch gut, aber eben auch ein kleines bisschen fad, sorgte es nicht für den ganz großen Aha-Effekt. Umso besser dann die Süßkartoffelfritten und auch die klassischen Pommes waren gut, weil hausgemacht, auch wenn momentan eben nicht die Saison für Kartoffeln ist. Doch die fehlende Mehligkeit und damit auch Knusprigkeit macht das “Triple Cooked”-Verfahren locker wett.

Zu guter Letzt: Der Nachtisch. Und was für einer! Wir haben den Banoffee Pie probiert und uns läuft auch noch ein paar Tage später das Wasser im Mund zusammen – definitiv eines der besten Desserts, das die Stadt zu bieten hat!

Fazit: Wer unkompliziert und dennoch gut essen möchte ist hier genau richtig aufgehoben. Die Rindfleisch-Burger schaffen es auf Anhieb, sich einen Platz in der Riege der besten Hamburgs zu ergattern. Allerdings fehlen ein wenig die Variationen, die einen häufigeren Besuch erleichtern würden.

The Burger Lab im Web


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