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Neu entdeckt: Kleiderei

Wer sich auch in Sachen Mode nicht ewig binden möchte, der findet in der Kleiderei den passenden Begleiter für alle Gelegenheiten.



Im November 2012 eröffneten die beiden befreundeten Studentinnen Thekla und Pola die Kleiderei – Deutschlands erste „Kleiderbibliothek“ – mitten auf St. Pauli. Die Boutique, in der die Kleidungsstücke nicht gekauft werden, sondern geliehen, galt zunächst als Experiment.

Die Idee stieß schnell auf reges Interesse und zu Beginn des Jahres 2014 folgte der Umzug ins Schanzenviertel. Das neue Zuhause liegt etwas versteckt in einem gemütlichen Hinterhof in der Bartelsstraße 65.

Das Prinzip ist das gleiche geblieben; im Rahmen einer Monatsmitgliedschaft (14 €) dürfen bis zu vier Teile ausgeliehen werden. Das Sortiment fasst weit über 1000 Designerstücke, bis jetzt allerdings noch „girls only“. Um das Outfit abzurunden, hat die Kleiderei auch Schuhe und Accessoires im Programm.

Bei den meisten der Teile handelt es sich um Kleiderspenden, verrät Thekla. Von Kunden und Freunden, aber auch von angesagten Hamburger Jungdesignern wie Ethel Vaughn oder Kathrin Musswessels.

Ein Besuch in der Kleiderei verspricht neben der großen Auswahl an exklusiven Outfits und der Möglichkeit, seinen eigenen Stil zu finden, eine individuelle Beratung der stilsicheren Geschäftsführerinnnen. Das Gute daran: Man kann sich völlig frei ausprobieren. Und wem ein Teil nicht mehr gefällt, der gibt es einfach zurück und leiht sich stattdessen ein anderes aus.

Doof ist es nur, wenn man sich in eine Klamotte verliebt, denn zurückgeben werden muss sie trotzdem. In der Regel bleiben Dramen aber aus, sagt Thekla. Viel eher passiert es, das Kundinnen liebgewonnene Teile ihren Freundinnen weiterempfehlen. „Sharing is Caring“. 

Bewertung: 5/5 


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