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Der PRINZ Tour-Tipp: The Notwist

Sie sind der Inbegriff der deutschen Indie-Band: The Notwist. 1989 gegründet, haben sie zwar mehrere Stilwechsel durchlebt, doch eins ist ihrer Musik immer geblieben – die Melancholie.
 



Trotz aller musikalischen Veränderungen ist sich The Notwist doch irgendwie treu geblieben. Eins ist über die Jahre definitiv geblieben – der Wiedererkennungswert! 

Nach der Bandgründung 1989 erschien das selbstbetitelte Debütalbum im Jahr 1990. Es enthielt musikalisch gesehen eine Mischung aus Punk, Rock und Metal. Noch im selben Jahr ging es auf Tour mit Jesus Lizard und Bad Religion.  Nach einer Tour mit Therapy? und Blumfeld, der Produktion von diversen Soundtracks, sowie der Veröffentlichung eines Live Albums auf Your Choice Records (1994), kam 1995 das Album 12 heraus, auf dem nun auch erstmals elektronische Instrumente und Computer-Soundschnipsel zum Einsatz kamen, welche von Martin Gretschmann, alias Console geschaffen wurden. Das Album setzte zum Sprung über den Atlantik an und verschaffte seinen Künstlern den internationalen Durchbruch. 

1998 folgte die Veröffentlichung des Albums Shrink, das sich von dem ursprünglichen Stil der Band sehr weit entfernt hat und nun primär Jazz- und Elektronik-Elemente enthielt. Dennoch hatte die Platte einen hohen Wiedererkennungswert, die Band hatte trotz Stilveränderung markante Elemente ihrer Musik behalten. Die anschließende Tour führte Notwist unter anderem mit Stereolab nach England und mit dem japanischen Musikkünstler Cornelius ein weiteres Mal in die USA.

Ganze vier Jahre hatte sich die Band nun zurückgezogen, um ihr neues Studioalbum zu produzieren. Stärker als auf den Vorgänger-Alben kamen auf „Neon Golden“ vor allem durch Martin Gretschmann forcierte elektronische Elemente zum Tragen, die zusammen mit dem Gitarren-orientierten Sound der Band und symphonischer Untermalung einen eigenen Soundkosmos generierten. Es bescherte der Band den bisher größten Erfolg und landete auf Platz 10 der deutschen Albumcharts und erhielt den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2002.

2008 zeigen sich The Notwist schließlich gnädig und kredenzen ihren Fans nach einer gefühlten Ewigkeit den Longplayer „The Devil, You + Me“. Zwei Jahre nahm sich das Weilheim-Kollektiv fürs Songwriting und die Aufnahmen Zeit.

Doch all das ist nur konsequent: Seit Anfang der 90er ist das Netzwerk aus Bands und anderen Künstlern in Weilheim und Umgebung ständig gewachsen, egal ob mit Notwist verflochten oder nicht. Dabei werden stilistisch keinerlei Grenzen gesetzt. Dank The Notwist braucht man als Deutscher im Ausland nicht gänzlich gesenkten Hauptes umherwandern. Im Gegensatz zu anderen germanischen Exportschlagern brillieren die Weilheimer durch musikalische Ansprüche, die sie zwischen Electro, Jazz und Indie-Pop auf einzigartige Weise formulieren. Einziges Manko der ebenfalls live sensationellen Bayern: zahllose Nebenprojekte machen neue Notwist-Alben zu Raritäten. Da hilft nur: Kopf hoch und Tickets fürs Konzert besorgen!

  

Dienstag 15.07.2014 – Karlsruhe Tollhaus
Mittwoch 16.07.2014 – Bremen Kulturzentrum Schlachthof
Donnerstag 17.07.2014 – Hamburg Fabrik

Tickets und weitere Infos findet ihr hier! 


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