Das Partyprogramm der Hansestadt ist bunt und abwechslungsreich. Kurzum: Es feiert sich so schön in Hamburg. Auch oder gerade wegen einiger fester Partyreihen, die verlässlich guten Sound und ebenso spannende Gäste bieten. PRINZ hat sich für euch einen kleinen Überblick verschafft.

 

lost in music – Indie, Electro

Seit nunmehr sieben Jahren belebt „lost in music“ die Indie-Sparte mit Indie und einer Prise Electro, ausgewählt aus großen Klassikern, musikalischen Neuerscheinungen und weniger bekannten Bands. Angefangen in der gemütlichen Bar meine kleinraumdisko*, landeten die beiden DJs miss annie und Das Bose Soundsystem zunächst im Grünen Jäger, Uebel & Gefährlich oder auf diversen Festivals. Seit 2014 bespielen sie monatlich im Wechsel das Molotow und die Prinzenbar. Im Frühjahr und Sommer kann man außerdem mit lost in music auf den Barkassen von Frau Hedis Tanzkaffee durch den Hafen schippern. Energiegeladen!

 

Nächste Termine: 02.05. Prinzenbar (ab 24 Uhr, 5€), 23.05. Frau Hedis MS Claudia (ab 19:30 Uhr VVK 8€/AK 10€), 12.06. Molotow (ab 23 Uhr, 4€)


mis-shapes – Indie, Pop, Electro

Jeweils am ersten Freitag im Molotow und am dritten Freitag im Uebel & Gefährlich findet die queer-lesbisch-schwul-scheißegal-Party „mis-shapes“ statt. Die Musik bewegt sich zwischen Indie, Pop und Electro, an den Turntables wirbeln regelmäßig die DJs Martha Hari, The Alphabet Pony und Johannes D. Täufer und das so erfolgreich, dass die Partyreihe dieses Jahr bereits das zehnte Jubiläum feiert. Zwar läuft im Molotow tendenziell mehr Indie und im Bunker an der Feldstraße mehr Electro, seitdem es im Molotow aber drei Tanzflächen gibt, teilt sich die Party zusätzlich in einen Electro-Floor im Karate-Keller und einen Alternative-Floor in der SkyBar.

 

Nächste Termine: 17.04. Uebel & Gefährlich (ab 23 Uhr), 01.05. Molotow (ab 23h 3€/ab 24h 6€) 


Hip Cat Club – Soul, Beat, Funk

Als Mod in Hamburg kennt man den Hip Cat Club wahrscheinlich schon, denn immerhin bietet die Clubreihe bereits seit 13 Jahren eine Möglichkeit, sich in die Underground-Beat-Schuppen der 60er und frühen 70er Jahre zu beamen. Wie das geht? Einfach nur durch Musik weit entfernt vom Mainstream oder gar Schlager – stattdessen mit einer Mischung aus Beat, Soul, R'n'B, Garage und auch Psychedelic. Der Hip Cat Club findet monatlich im Nachtasyl statt – außer zur dreimonatigen Sommerpause. Dafür gibt es Extra-Touren mit der Hedi-Flotte.

 

Nächste Termine: 18.04. Nachtasyl (ab 23 Uhr, 8€), 19.04. Frau Hedis Tanzkaffee (MS Claudia, ab 15 Uhr), 16.05. Nachtasyl (ab 23 Uhr, 8 €)

 

Boheme Sauvage – Charleston, Swing, Tango

Boheme Sauvage ist eine Nische, die der Hamburger Kulturlandschaft einiges an Farbe verleiht. Und das obwohl es sich dabei eigentlich um eine Hommage an das Berliner Nachtleben der Zwanziger Jahre handelt. Nichtsdestotrotz findet die Clubreihe inzwischen genauso erfolgreich in Hamburg, Köln, Wien und Zürich statt. Aber egal, ob hier oder anderswo, die Zwanziger Jahre hatten es in sich: Vom Charleston bis zum Swing, vom Tango bis zum Step, Absinthbar, Poker, Black Jack oder Roulette-Tisch – hauptsache es geht dabei mondän zu. Das bedeutet aber auch, dass nur dem Eintritt gewährt wird, der den Dresscode auch lebt. Spannend, beliebt und schnell ausverkauft!

 

Nächste Termine: 09.05. und 10.10. Uebel & Gefährlich (ab 22 Uhr, 19€ im VVK) 

 

Destination Kingston – Reggae, Ska, HipHop

Einmal im Monat strömen Reggae- und Dancehallfans ins Hafenklang, um das Massaya Soundsystem nebst Gästen bei der Arbeit zu beobachten und zu betanzen. Von Reggae und Ska bis hin zu den neuesten Dancehall-Produktionen, ebenso wie HipHop, Dubstep und Soca. Wer seinem Fernweh so richtig frönen möchte, der ist dank der karibischen, basslastigen Offbeatmusik auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

 

Nächste Termine: 02.05., 27.06., 03.10. jeweils im Hafenklang (ab 23 Uhr, 8€)


Gans oder Kranich – Deep House, Tech House, Techno

Die Gans oder Kranich-Clubreihe ist auf jeden Fall etwas für Ausdauernde unter den Electro-Fans. Die monatliche Party im Docks geht häufig bis weit in den darauffolgenden Tag, auch dank des stets proppevollen Line-Ups. Pro Nacht treten nämlich zwischen sechs und zehn DJs ans Pult und lassen zu Deep House, Tech House und Techno tanzen.

 

Nächste Termine: 25.04. (10€) und 16.05. (8€), jeweils ab 24 Uhr im Docks

 

Flavour of the Month – Oldschool HipHop

Wer HipHop richtig kennenlernen möchte, ist einmal im Monat im Grünen Jäger gut aufgehoben. „Raw“ und „real“ sind die Schlagworte! Vom Neunziger Jahre „Boom Bap“ bis hin zum Oldschool, gespickt mit Platten aus den Siebzigern und späten Sechzigern: Wenn HipHop-DJ-Größe Mirko Machine seine Platten im Grünen Jäger rauskramt, schlagen die Herzen der Oldschoolfans höher.

 

Nächste Termine: 02.05. Grüner Jäger (ab 23 Uhr, 7€)

 

Motorbooty! – Rock

Molotow, Motorbooty und Samstag gehören seit über einem Jahrzehnt zusammen und bieten Anhängern des Rockgenres die passende Tanzfläche. Selbst als das Molotow eine neue Bleibe suchen musste, fiel die Rock'n'Roll-Party nicht aus und fand im Knust kurzzeitig Asyl. Zurück im (neuen) Molotow stehen diverse DJs wie Hank und Mario an den Plattentellern und bespaßen zu Rock und mehr – hauptsache es ist tanzbar.

 

Nächste Termine: 18.04., 25.04., 02.05. jeweils im Molotow (ab 23 Uhr, 4€)

 

Entdeck the Dreck! – Trash

Für die einen lustig, trashig und liebenswürdig, für die anderen die schlimmste Party der Stadt - so polarisiert „Endeck the Dreck!“. Sie werden verleugnet, durch den Kakao gezogen, aber letzten Endes kann sie ja doch jeder mitsingen: die Songs der Spice Girls, Backstreet Boys oder Ace of Base. Von 1975 bis etwa 1995 findet sich hier alles wieder, was standesgemäß unter die Discokugel und das Label "Trash" passt.

 

Nächste Termine: 25.04., 08.05., 13.05., 30.05., jeweils im Grünen Jäger (ab 23 Uhr, 5€)