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PRINZ-Test: Ristorante Pavarotti

Vor etwa einem halben Jahr hat in Hamburg-Wilhelmsburg ein neuer Italiener eröffnet. PRINZ hat ihn getestet.



Anmerkung der Redaktion: Das Restaurant hat mittlerweile leider geschlossen. In den Räumlichkeiten befindet sich jetzt das vietnamesische Street-Kitchen-Restaurant Wat Dat Phở.

Auch wenn es ein Klischee ist: Rot-weiß karierte Tischdecken gehören zu einem richtigen italienischen Restaurant dazu wie Olivenöl und Weißbrot. Beides gibt es im Pavarotti – dem noch recht neuen Italiener in Hamburg-Wilhelmsburg.

Zwei Jahre lang wurde das Ecklokal gegenüber der Deichdiele nicht mehr genutzt, dann wurde vor etwa sechs Monaten aus dem ehemals spanischen Restaurant ein italienisches. Und weil bei der Vertragsunterzeichnung im Hintergrund Pavarotti lief, war der Name schnell gefunden.

Das Pavarotti ist gemütlich und rustikal eingerichtet. Die Wände zieren diverse Bilder des berühmten Opernsängers. Das Personal ist sehr freundlich und geht wie selbstverständlich auf Extra-Wünsche ein.

Auf der Karte stehen Antipasti, Suppen und Salate (je ab 4,50€) sowie Fisch- und Fleischgerichte (ab 13,50€). Und natürlich Pizza (ab 6,50€) und Pasta (ab 8€). 

Wir bestellen als Vorspeise Bruschetta – geröstetes Knoblauchbrot mit Tomaten, Oliven, Ruccola, Kräutern und Parmesan. Für 4,50€ bekommt man fix eine reichhaltige Portion vorgesetzt, die man am besten teilen sollte. Denn da es Brot und Ajoli obendrein frei Haus gibt, ist man sonst schon vor dem Hauptgang satt.

Wir entscheiden uns anschließend für Pizza und Wein: Der Montepulciano (0,5 Liter für 8€) ist schön rund und nicht allzu trocken, dazu gibt’s Pizza Vegetaria mit Parika, Peperoni, Spinat, Brokkoli und Zwiebeln (9,50€) und Pizza Braccio di Ferro mit frischem Spinat und Gorgonzola (9€). Die Pizzen sind großzügig belegt, der Boden luftig-dick, leider jedoch etwas salzig. Gleich zweimal kommt der freundliche Kellner vorbei und fragt, ob es schmeckt und alles in Ordnung sei. Am Ende bekommen wir einen Schnaps aufs Haus. Wie es sich eben für einen klassischen Italiener gehört.

Fazit: Wer extravagante Pizzakreationen mit hauchdünnem Boden erwartet, der ist in Wilhelmsburg im Refugium (dem Restaurant in der Kletterhalle) besser aufgehoben, oder ansonsten im Mehl oder bei Slim Jims. Bei Pavarotti ist das Essen so rustikal wie das Mobiliar – was aber nicht heißt, dass es nicht schmeckt. 

PRINZ-Bewertung: 3/5 Sternen


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