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Neu entdeckt: fab.coffee

Erst waren es Burgerläden, dann Foodtrucks, nun sind lokale Kaffeeröstereien das neue Ding in Hamburg. Ein Besuch bei fab.coffee in Altona.



© Anika Haberecht
„Der Cup North ist auf Frucht und Süße geröstet, der Twenty4Seven ist kräftig, erdig und hat viel Crema, der Early Bird ist eine semi-roasted Robusta-Mischung“: Wenn Fabian Schmidtke von seinen Espresso-Blends und Kaffeesorten spricht, klingt das ein bisschen wie eine eigene Sprache, von der man zwar nicht jedes Wort versteht, doch aber irgendwie weiß, was gemeint ist. Er ist Inhaber von fab.coffee – eine Kaffeerösterei, deren eigenes Café etwas versteckt auf dem Hof des Thalia Theaters, direkt neben dem Mehl, liegt.

© Anika Haberecht
Fabian ist Kaffeeröster, Cafébetreiber und Bäcker in einem: Seit kurzem hat er im Hinterzimmer des Cafés seine eigene Röstmaschine zu stehen, in der dienstags und mittwochs geröstet wird. Wenn die mal nicht im Gange ist, serviert er seinen Gästen Espresso, Americano und handaufgebrühten Filterkaffee oder zaubert eigenhändig Brot und Kuchen, die äußerst ansprechend die Vitrine zieren.

© Anika Haberecht
Seine Liebe zum Kaffee hat Fabian schon früh entdeckt, den Anstoß zum eigenen Rösten gab letztlich eine alte Röstmaschine, die im Keller seines ehemaligen Arbeitgebers Black Delight stand. Das war vor etwa drei Jahren. Seither hat der 32-Jährige viel Zeit und Mühe in die Verfeinerung und Vollendung der besten Bohnen gesteckt, die er unter der Marke fab.coffee in vier verschiedenen Espressoblends und drei Filterkaffees vertreibt.

© Anika Haberecht
Die verschiedenen Blends und Sorten können als Bohne mit nach Hause genommen oder vor Ort getrunken werden. Dazu gibt’s saftigen Cheesecake und andere Leckereien. Am Wochenende wird ein reichhaltiges Frühstück serviert, mit hausgemachtem Brot, Marmelade, Bergkäse, Salami, Schinken, Ziegen-Frischkäse, Pesto oder Dips (15€ pro Person). Wie bei seinen Kaffees achtet Schmidtke auch bei den Lebensmitteln sehr auf Qualität und Handwerk, wählt seine Bezugsquellen genau aus.

© Anika Haberecht
Ein bisschen ungewöhnlich ist das Konzept, dass es weder Karten auf den Tischen, noch auf Tafeln angeschlagene Preise gibt. „Die Leute können doch sprechen“, sagt Schmidtke. Und eigentlich hat er Recht. Während neben mir Schauspieler Axel Prahl (Tatort, Halbe Treppe) eilig seinen Kaffee schlürft und ich noch überlege, was ich zu ihm sage, ist er auch schon wieder weg. Das mit dem Sprechen muss ich wohl noch üben.

PRINZ-Bewertung: 4/5


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