Probleme mit dem Namen, dem Bauamt und Verzögerungen bei Lieferanten – die Eröffnung des Jahres 2007 wurde zur Eröffnung des Jahres 2008. In den Räumen des ehemaligen La Cage (Reeperbahn 136) wird seit Monaten gewerkelt, das Bauamt kommt zur Abnahme ins Haus, und alles beginnt von vorn.

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Dann waren die Gesellschafter, ein Zusammenschluss von Park-Projekte und den Machern der China Lounge, auf der Suche nach einem geeigneten Namen für das Nightlife-Projekt des Jahres. Nach vielen Brainstorms war man sich einig: Boudoir (das Séparée, in das sich früher die feinen Damen der Gesellschaft mit ihren Verehrern zurückzogen) sollte es werden, doch der Name war bereits geschützt. Nun wird der Club Moondoo heißen, eine Mischung aus Moon (engl. Mond) und Mondo (ital. Welt).

Am Samstag, den 2.2. eröffnet im Keller der Location schon einmal das 136° – The Club. Ein schwuler Club, zu erreichen über einen schmalen Gang neben dem Kiez-Boxclub Ritze, der mit Corny Littmann, Axel Strehlitz, Valery Pearl, Claus Hock (China Lounge) und Alex Wieck (Park-Projekte) von Hamburgs beliebtesten Partymachern geführt wird.

Geplant ist, bei Partys mitten in der Nacht die Türen zwischen Moondoo und 136° zu öffnen, damit sich Schwule und Hetreosexuelle zu einem „Gender-Mix“ vermengen, ein Trend, der zum Beispiel in New York längst Gang und Gebe ist. Ab 2. Februar feiert dann also endlich zusammen, was zusammen gehört – vorausgesetzt, das Bauamt spielt mit, denn das Moondoo will sich ranhalten, diesen Termin jetzt auch zu nutzen, um endlich mit den Feierlichkeiten oben beginnen zu können – schließlich zahlt man auch schon seit 16 Monaten Miete für die Immobilie.

Eine weitere offene Frage ist, was an Freitagen in den Räumlichkeiten des 136° passiert, Gerüchten zufolge werden die Macher der ehemaligen Bar Morphine diesen Wochentag gestalten, die eine neue Bleibe suchen, seit das 16 Monkeys in den Club gezogen ist.

Moondoo, Reeperbahn 136, voraussichtlich ab 2.2.2008