O je, bist du genervt? Ja, ich bin grad mit der Bahn stecken geblieben. Da ging echt nichts mehr, weder vor noch zurück.
Und jetzt willst du dich bei Balkenhol entspannen? Genau. Obwohl mir Bildhauerei eigentlich gar nicht so gefällt. Leider schaffe ich es viel zu selten, in Ausstellungen zu gehen. Aber wenn, genieße ich die Ruhe und nutze den Moment, um abzuschalten. Bei Fischli/Weiss wollte ich wie ein Kind alles anfassen. Über deren Tonfiguren und Filme habe ich herrlich gelacht.
Was bereitet dir sonst noch gute Laune? Apfelstrudel mit Vanilleeis essen in salonartigen Cafés mit Kirschholzmobiliar und Teppichboden. Und neben meinem Freund aufzuwachen. Leider bin ich morgens ein unfassbar selbstgerechtes Sensibelchen. Meistens hilft dann aber die Aussicht auf ein Frühstück mit Musik von Cody Chesnutt im Hintergrund.
Klingt sehr gemütlich. Ich glaube, für mich wäre Winterschlaf eigentlich die beste Möglichkeit, die kalte Jahreszeit zu überstehen.
Wirst du in zehn Jahren noch in Hamburg sein? Wirst du in zehn Jahren ein rotes Auto fahren? So etwas kann man doch nun wirklich nicht beantworten.
Na gut, lassen wir die Zukunft – was passiert heute noch? Ich werde mir in der Bücherhalle den Film „Who’s Afraid Of Virginia Woolf“ ausleihen und mit einer Freundin am Großneumarkt Kaffee trinken gehen. Dann versuch ich nach Hause zu kommen, bevor es wieder ganz dunkel wird.
roo

POLAS OUTFIT
„Mein Stil? Eine Collage aus Vintage-Sachen und Schätzen aus dem Kleiderschrank meiner Oma. Der Mantel ist von Cos, der Gürtel secondhand, Halstuch und Tasche von Yves Saint Laurent, beides Erbstücke meiner Urgroßmutter.“