Es ist viel geredet worden über die Beachclubs in diesem Jahr. Wer darf eröffnen? Für wie lange? Und vor allem: wohin mit Lago Bay, Hamburg City Beach Club und Hamburg del Mar? Behörden suchten nervös nach Standortlösungen, Anwohner gingen auf die Barrikaden: „Hier nicht!“ Pünktlich zum Redaktionsschluss dann die Nachricht: Alle sieben Hamburger Beachclubs – von Harburg bis nach Wedel – dürfen in dieser Saison ihren weißen Sand auf schwarzem Asphalt aufschütten. Denn die drei Altonaer Clubs finden nach langem Gezerre nun ein neues Zuhause auf einem zweistöckigen Parkdeck an den Landungsbrücken. Gleich nach dem Hafengeburtstag rücken sie auf kuscheligen 4000 Quadratmetern zusammen – eine Herausforderung für die Macher. Wir haben uns bislang aus der endlosen Diskussion rausgehalten und abgewartet, was passiert. Aber nun sagen wir deutlich: Wir freuen uns. Denn Beachclubs gehören zu Hamburg wie Krabben aufs Brötchen.

Die zähe Debatte um die Zukunft der Strandclubs ist aber leider noch immer nicht vom Tisch. Denn die drei Umzügler haben erst mal nur eine Sondernutzungserlaubnis für ein Jahr. Auch die Crew vom Harburger Strand muss sich 2010 einen neuen Standort suchen: Ihr Veritas Beach soll einem Hotel weichen. Und der Central Park kann sogar von heute auf morgen einem Bürogebäude samt Tiefgarage zum Opfer fallen. Einzig Strandpauli und El Beach in Wedel können Ruhe bewahren. Wie lange Hamburg seine Beachclubs noch hin und her rückt wie unliebsame Möbelstücke, wird die Zukunft zeigen. Erst mal aber stecken wir die Füße in den Sand und genießen das Strandleben. roo