1. Deichtorhallen
Kontakt: Deichtorstr. 1-2, Klostertor, Tel. 32 10 30, deichtorhallen.de
Geöffnet: Di-So 11-18 Uhr, erster Do bis 21 Uhr
Preise: 9 Euro (ermäßigt 6 Euro; dienstags ab 16 Uhr 4,50 Euro)

Seit 100 Jahren stehen die beiden ehemaligen Markthallen, seit 1989 wird dort zeitgenössische Kunst (nördliche Halle) und Fotografie (südliche Halle) gezeigt. In der Dauerausstellung: die Sammlung F. C. Gundlach mit dem Schwerpunkt Modefotografie. Ab dem 27. April hängt in der nördlichen Halle die Stahlkonstruktion von Antony Gormley, ein Kunstwerk, auf das sich die Besucher stellen sollen, mindestens zehn müssen es gleichzeitig sein. Es schwankt, vibriert, spiegelt sich. Kunst zum Anfassen.

2. Kunsthalle
Kontakt: Glockengießerwall, Tel. 428 13 12 00, hamburger-kunsthalle.de
Öffnungszeiten: Di-So 10-18, Do 10-21 Uhr (Einlass bis 30 Minuten vor Schluss)
Preise: 12 Euro (ermäßigt 5 Euro)

Sich alles an einem Tag anzuschauen überfordert die meisten. Es ist einfach zu groß, von der Kunsthalle (ab Mittelalter) bis zur Galerie der Gegenwart (zeitgenössische Kunst). Selbst für die Highlights sind zwei Stunden knapp bemessen. Im April auf jeden Fall ansehen: Müde Helden (1. u. 2. Etage der Galerie der Gegenwart) mit leuchtenden Bildern von Neo Rauch. Und die neun Meter hohe Spinne von Louise Bourgeois auf dem Außenplateau der Kunsthalle. Am 28.4. wird ein Trainer mit einer echten, zahmen Tarantel Spinnenphobikern die Angst nehmen.

3. Beatlemania
Kontakt: Nobistor 10, Tel. 31 17 18 18, beatlemania-hamburg.com
Geöffnet: Mo-So 10-19 Uhr (letzter Einlass 18 Uhr)
Preise: 12 Euro (8 Euro: Kinder bis 14, bis 6 kostenlos)

John, Paul, George und Ringo kennt jeder. Was sie alles in ihrer legendären Hamburger Zeit getan haben und wer in ihrer Karriere alles eine Rolle spielte – das erfährt man hier. Etagenweise kämpft man sich in ca. 75 Minuten von oben nach unten durch Zeitungsausschnitte, Videos und Fotos, kann Teil des St.-Pepper’s-Covers werden und sich ein original Sixties-Passfoto erstellen lassen (50 Cent – Automat wechselt nicht). Ideal nicht nur für Musikfans, sondern auch für alle, die einen Blick auf das wilde Hamburg der 1960er-Jahre werfen wollen. Die „Lange Nacht“ am 28.4. steht ganz im Zeichen des Star Clubs, der diesen Monat 50 Jahre geworden wäre: Zeitzeugen, Kiez-Spurensuche, eine Liveband aus Liverpool und ein Sixties-DJ erwecken die Hamburger Beat(les)-Zeiten zu neuem Leben.

4. BallinStadt
Kontakt: Veddeler Bogen 2, Tel. 31 97 91 60
Geöffnet: tgl. 10-18 Uhr
Preise: 12 Euro (10 Euro ermäßigt, 7 Euro für Kinder von 5-12 Jahren)

„Auswanderermuseum“? Bei dem Wort schlägt das Herz sicher nicht höher – aber was in den drei Gebäuden gezeigt wird, gehört zu den absoluten Museumstipps Hamburgs. Mit vielen Einspielern, Fotos und originalgetreuen Nachbauten werden spannende Geschichten zu Hamburg und seinen Auswanderern erzählt. Zwei Stunden Zeit sollte man sich für die abwechslungsreiche Ausstellung zum Hören, Sehen und Anfassen nehmen. Am 28.4. gibt’s als Extra Auswandererlieder, Rollenspiele und Hausmannskost des 19. Jahrhunderts.

5. Hamburgmuseum
Kontakt: Holstenwall 24, Tel. 42 81 32 23 80, hamburgmuseum.de
Öffnungszeiten: Di-Sa 10-17, So 10-18 Uhr
Preise: 8 Euro (ermäßigt 5 Euro)

Im 1. Stock liegt das, weswegen viele kommen: der Schädel Störtebekers. Dabei führt im Hamburgmuseum die Reise durch die Geschichte der Stadt über vier Stockwerke, von 800 bis heute. 50 Jahre nach der großen Sturmflut im Jahr 1962 ist der Katastrophe nun eine Sonderausstellung gewidmet. Die Bilder und Dokumente jagen schon einen Schauer über den Rücken. Mit den Tonmitschnitten und Filmen aber sind die Zuschauer plötzlich ganz nah am Deichbruch, hören Helmut Schmidts Erinnerungen an die Flut und Radioberichte von damals. Die Ausstellung zeigt die Verkettung der Umstände, die zur Katastrophe führten – und was die Zukunft bringen könnte. Beeindruckend. Aber auch beängstigend.

6. Speicherstadtmuseum
Kontakt Am Sandtorkai 36, Tel. 32 11 91, speicherstadtmuseum.de
Geöffnet: Mo-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr
Preise: 3,50 Euro (ermäßigt 2,50 Euro)

Der kleine Museumshappen für zwischendurch: Maximal 30 Minuten dauert der Gang durch die Geschichte der weltweit einzigartigen Speicherstadt. Einen großen Raum in der Historie nimmt dabei der Kaffee- und Teehandel ein, und anhand zahlreicher Schautafeln und Werkzeuge taucht man ein in die Welt der Quartiersleute und Ewerführer (Kapitän eines Elbseglers), lernt, woher der Begriff Stichprobe kommt, entdeckt die einstige Schönheit der Brookinseln und bestaunt die ausgeklügelte Konstruktion eines Sonderbriefkastens für Kaffeeproben. Bei der „Langen Nacht“ gibt’s ab 18.45 Uhr unter dem Titel „Wie Hamburg 1914 den Brasilkaffee verjuxte“ stündlich Führungen durch das neugestaltete Speicherstadt – museum und kurz vor Mitternacht blueslastige Livemusik.