10 °C Do, 2. April 2020 Uhr
Prinz.de  ›  Regional  ›  Individuelle Mobilität – So kommt ihr in Zukunft in Hamburg gut durch

Individuelle Mobilität – So kommt ihr in Zukunft in Hamburg gut durch

Hamburg hat mit verschiedenen anderen deutschen Großstädten eines gemeinsam: Wer hier mit dem Auto schnell von A nach B kommen möchte, steht stattdessen oft im Stau. PRINZ hat sich für euch nach passenden Alternativen umgesehen. 

In Zeiten einer heftigen Klimadebatte und der Suche nach Lösungen für saubere Verkehrslösungen stellt sich die Frage nach einer Bestandsaufnahme. Und diese fällt ernüchternd aus. In Deutschland werden jedes Jahr mehr Kraftfahrzeuge zugelassen. Die Hansestadt Hamburg ist keine Ausnahme. Entsprechend einer Veröffentlichung des Statistikamts Nord ist der Bestand an Kraftfahrzeugen zwischen Januar 2018 und 2019 um 1,5 Prozent gestiegen. Mittlerweile sind mehr als 920.000 Kfz in der Elbmetropole zugelassen.

PRINZ Spiele

Dazu kommen die Pendler und Besucher von außerhalb, die für die Hamburger Infrastruktur zu einer Belastung werden. Autos geben in der Infrastrukturplanung zwar immer noch den Ton an. Aber: Hamburg feilt bereits seit Jahren an alternativen Konzepten für urbane Mobilität. Gerade Megacitys werden neue Wege denken müssen, um den Kollaps auf der Straße – mit all seinen Nebenwirkungen wie Smog und Nachteile für die Verkehrssicherheit – verhindern zu können. Doch wie könnten diese aussehen und was lohnt sich für wen?

ÖPNV: Wie gut ist das öffentliche Verkehrsnetz? 

In einem Interview mit der WirtschaftsWoche hat Hamburgs Bürgermeister die Marschrichtung der Stadtverwaltung für die Mobilität der Zukunft erklärt. Hamburgs Stadtführung will die Hansestadt zu einem Modell dafür machen, dass moderne Mobilität:

  • klimaneutral
  • sicher
  • komfortabel

sein kann. Die Herausforderungen liegen nicht nur darin, Menschen schnell von A nach B zu bringen, sondern auch den Wirtschafts- und Güterverkehr der Stadt zu organisieren. Diese Ansprüche ziehen unterschiedliche Ansätze nach sich.

Der starke Fokus auf das Auto in der Vergangenheit hat – so der Tenor des Hamburger Bürgermeisters – zu einseitigen Betrachtungen der Mobilitätskonzepte geführt. Leidtragend war das öffentliche Netz der S- und U-Bahnen. Hier hat sich über Jahrzehnte nur sehr wenig verändert. Dabei ist es essenziell, dass die öffentlichen Mobilitätssysteme mit der Stadtentwicklung Schritt halten können.

Aktuell verfügt die Hansestadt über einen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der mit mehr als 760 Linien über 10.000 Haltepunkte abdeckt. Täglich werden über die Verkehrsbetriebe der HVV (Hamburger Verkehrsverbund GmbH) 2,6 Millionen Fahrgäste befördert. Auf dem Papier beeindruckende Eckdaten. Allerdings sagen diese wenig darüber aus, wie Hamburger bzw. Besucher der Stadt den ÖPNV erleben. Gerade im direkten Innenstadtbereich ist das öffentliche Verkehrsnetz relativ gut ausgebaut. Hier verkehren Busse sowie S- und U-Bahn.

Öffentliche Infrastruktur ausbaufähig

Das Stadtzentrum um Alster und Hafencity wird zudem von Regionalbahnen angefahren, was den Anschluss für Reisende sicherstellt. Aber: Im Vergleich mit anderen Metropolen ähnlicher Größe ist gerade das U-Bahnnetz ausbaufähig. Der Fokus liegt hier auf dem Innenstadtring. Besonders die links der Elbe liegenden Stadtteile haben hier das Nachsehen, was deutliches Verbesserungspotenzial aufzeigt.

Heißt: Ein Ausbau des öffentlichen Netzes wäre durchaus angebracht, was hinsichtlich der U-Bahn einige Vorteile mit sich bringt, wie:

  1. geringen Flächenverbrauch
  2. niedrige Lärmbelastung
  3. hohe Leistungsfähigkeit

Hier ist der Hamburger Senat offen für neue Konzepte. Auf der anderen Seite hat der Bau einer U-Bahn – im Vergleich zu Erweiterungen des Liniennetzes bei Bus und S-Bahn – einen entscheidenden Nachteil. Der Bau ist komplex und deutlich teurer.

Allerdings wird ein Netzausbau unumgänglich sein. Einerseits wächst Hamburg wirtschaftlich. Neue Arbeitsplätze bedeuten, dass mehr Pendler aus dem Umland täglich auf den Straßen unterwegs sind und die Stadt sich in die Fläche ausdehnt. Um nicht noch mehr Autos auf die Straße zu bringen, wird Hamburg den ÖPNV verbessern müssen. Bereits heute haben einige Hamburger das Gefühl, die öffentliche Infrastruktur ist am Limit angekommen. Probleme wie:

  • defekte Weichen
  • Gleissperrungen
  • technische Defekte
  • Verspätung

lassen sich in einem Verkehrsraum wie Hamburg nicht immer verhindern. Allerdings zeigen Erfahrungsberichte, die in Regionalmagazinen immer wieder auftauchen, wie stark diese Aspekte des ÖPNVs an den Nerven zerren. Verbesserungen in diesen Bereichen würden sicherlich mehr Menschen für solche Mobilitätskonzepte begeistern.

Für die kürzeren Strecken: In Hamburg mit dem Fahrrad 

Urbane Mobilität steht heute vor immer größeren Herausforderungen. Eine wachsende Zahl an Kraftfahrzeugen wird auch für eine Stadt wie Hamburg immer mehr zum Problem. Neben der Tatsache, dass mehr Autos zu einem höheren Verkehrsaufkommen mit entsprechenden Nachteilen wie der wachsenden Belastung mit Stickoxiden usw. führen, bleibt ein weiteres Problem. Wohin mit den vielen neuen Autos? 

Die Parkplatzsuche wird für Hamburger auf dem Weg zur Arbeit und dem Nachhauseweg immer schwieriger und zeitraubender. Eine Tatsache, die Umdenken erfordert. Sind mehr Menschen mit U- oder S-Bahn unterwegs, herrscht weniger Betrieb auf den Straßen.

Gerade für kurze Strecken bietet sich in den urbanen Mobilitätskonzepten für euch eine weitere Möglichkeit an – das Fahrrad. Hamburg sieht im Fahrrad inzwischen einen wichtigen Baustein, wenn es um:

  • Mobilität
  • platzsparenden Verkehr
  • Klimaschutz
  • Lebenskomfort

geht. Aus diesem Grund schreibt sich die Hansestadt eine zunehmende Förderung des Radverkehrs für die Elbmetropole auf die Fahnen. Immerhin bietet die Stadt einerseits zahlreiche Highlights für Ausflüge mit dem Fahrrad – andererseits sollen künftig auch Alltagsradler besser vorankommen. 

Wie sieht das Ganze in der praktischen Durchführung aus? 2015 hat die Stadt erstmals eine Stelle zur Radverkehrskoordination besetzt. Bereits ein Jahr später ist in Hamburg das Bündnis für Radverkehr entstanden. Das Ziel: In der kommenden Dekade soll der Radverkehr in der Hansestadt um ein Viertel steigen. 

Wie werden Radfahrer konkret unterstützt?

  • StadtRAD: Dahinter verbirgt sich ein Fahrrad-Verleihsystem für Hamburg. Zur Verfügung stehen inzwischen 2.600 Fahrräder, die über 220 Stationen im Stadtgebiet ausgeliehen werden können. Geplant ist, die Flotte der Verleihräder auf 4.500 auszubauen. Außerdem soll das Netz der Verleihstationen erweitert werden. Parallel stehen euch elektrische Lastenräder für die Ausleihe bereit.
  • Bike+Ride: Mit diesem Konzept will Hamburg den ÖPNV mit dem Fahrrad verbinden. Über spezielle Abstellanlagen wird erreicht, dass mehr Hamburger mit dem Rad zum Bahnhof fahren und hier auf das Schienennetz umsteigen. Eine Besonderheit sind abschließbare Mietplätze. Sie geben euch die Sicherheit, dass nach einem anstrengenden Tag im Büro das Rad am Ende immer noch da ist.
  • Fahrradhäuschen: Ein sehr großes Problem beim Ausbau des Radverkehrs ist die Sicherheit nach dem Abstellen. Leider werden auch in Hamburg sehr häufig Fahrräder entwendet. Begünstigt wird dies unter anderem durch fehlende Abstellmöglichkeiten. Durch Unterstützung beim Aufbau von Fahrradhäusern will die Stadt den Anwohnern mehr Sicherheit geben – und auf diese Weise für mehr Mobilität auf zwei Rädern sorgen.

Ein großes Thema ist auch in Hamburg die allgemeine Verkehrssicherheit für Radfahrer. Hier ist die Stadt gefordert, mehr für deren Schutz zu tun. Einerseits kann dies durch einen Ausbau des Radwegenetzes erfolgen. Auf der anderen Seite muss auch das städtische Ordnungsamt gegen Verstöße – wie Parkdelikte oder Ähnliches – schärfer vorgehen.

Was trägt noch zur Verbesserung für des Radfahrklimas bei? Servicepunkte und Reparaturwerkstätten – wie Fahrrad-Cafés – sind ein Teil der Antwort. Mit öffentlichen Luftpumpen und Service-Stationen will die Stadt noch etwas mehr zur Radfahrfreundlichkeit beitragen. Auch aktive Eingriffe in die Infrastruktur gehören dazu. 

Gerade in den letzten Jahren häufen sich Berichte über Unfälle zwischen Autos und Radfahrern beim Abbiegen. Hier helfen – neben Abbiegeassistenten – auch Umgestaltungen der Kreuzungsbereich, damit sich alle Verkehrsteilnehmer noch besser im Blick haben. Außerdem wird darüber nachgedacht, die Regelgeschwindigkeit abzusenken. Eine Idee diesbezüglich wäre die Reduzierung auf 30 km/h

Wenn es schneller gehen muss: E-Bikes und E-Scooter 

Beim Thema Elektromobilität denkt ihr vor allem an E-Cars? Tatsächlich sind elektrische Fortbewegungsmittel in der Vergangenheit aber noch in ganz anderer Form auf den Hamburger Straßen unterwegs gewesen: Elektrofahrräder – sogenannte E-Bikes – und E-Scooter stehen seit einigen Jahren im Fokus. Wie schlägt sich Hamburg in diesem Zusammenhang?

Bei den elektrischen Zweirädern müsst ihr unter Umständen besondere Regeln beachten. Dies betrifft insbesondere jene Fahrzeuge, bei denen der Hilfsantrieb sehr hohe Geschwindigkeiten unterstützt. Oder wenn der Elektroantrieb auch ohne Treten den Radfahrer unterstützt. Unterschieden wird in diesem Zusammenhang zwischen Pedelecs und E-Bikes. Letztere stellen die Kraft aus dem Elektroantrieb auch ohne Tretunterstützung zur Verfügung. 

Die Einstufung dieser Zweiräder wird nach der Höchstgeschwindigkeit vorgenommen. Alles, was nicht schneller als 20 km/h fährt, ist ein Leichtmofa. E-Bikes, die 45 km/h schaffen, zählen als Kleinkraftrad. Für alle Fahrzeugklassen ist ein Führerschein (in der Klasse B enthalten) erforderlich.

Etwas anders sieht die Situation bei den Pedelecs aus. Hier ist der Elektroantrieb an das Treten der Pedale gekoppelt. Seid ihr mit einem Zweirad unterwegs, das den E-Antrieb ab 25 km/h abschaltet, geltet ihr als Radfahrer. Ist der Hilfsmotor bei höheren Geschwindigkeiten noch aktiv, zählen auch diese sogenannten S-Pedelecs als Kleinkraftrad.

Klassen der Elektrozweiräder im Überblick:

  1. Pedelec
  2. S-Pedelec
  3. E-Bike.

Umgangssprachlich werden alle genannten Zweiradklassen oft als E-Bike bezeichnet. Vor dem Kauf solltet ihr euch am besten über den Händler informieren, welche Regeln für das favorisierte Modell gelten. Fahrt ihr ein E-Bike ohne Führerschein, kann dies übrigens recht teuer werden.

Zusätzlich ist es allerdings auch wichtig, vor der Anschaffung eines Elektrofahrrads auf die wichtigsten Kaufkriterien zu achten. Dazu gehören Merkmale wie die Qualität des Displays, die richtige Rahmengröße, der Akku und seine Laufzeit, der Elektromotor, die Bremsen sowie die Gangschaltung. Nehmt ihr diese Punkte genauer unter die Lupe, findet ihr am Ende ein Bike, das voll und ganz euren eigenen Ansprüchen entgegenkommt.

Das Thema E-Scooter

E-Scooter – auch als Elektro-Roller bekannt – haben in den letzten Jahren für erheblichen Wirbel gesorgt. Während Deutschland durch die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) deren Teilnahme am Straßenverkehr erst 2019 möglich gemacht hat, würden Metropolen im europäischen Ausland die E-Scooter liebend gern wieder aus dem Stadtbild entfernen.

Ein Grund: Die Roller werden nach dem Leihende einfach irgendwo abgestellt – und landen manchmal in Kanälen oder Flüssen. Ein Problem, mit dem sich auch Hamburg hat auseinandersetzen müssen. Einmal „feucht“ entsorgt, handelt es sich bei einem E-Scooter schlicht um teuren Elektroschrott.

Auf der anderen Seite sind Elektro-Roller ein Problem für das Miteinander im Straßenverkehr. Gerade Fußgänger stehen so noch mehr unter Druck. Kann der Elektro-Roller angesichts eines solchen Images tatsächlich Teil moderner urbaner Mobilitätskonzepte werden? Grundsätzlich hat Hamburg dazu nur begrenzt Steuermechanismen in der Hand.

Den rechtlichen Rahmen legt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung fest. Hierin ist unter anderem festgehalten, dass die Geräte nicht schneller als 20 km/h werden dürfen. Außerdem darf ein Elektro-Roller erst ab einem Alter von 14 Jahren benutzt werden. Rahmenbedingungen, welche der Stadt allerdings nicht weit genug gehen. Gemeinsam mit Verleihern hat die Metropole zusätzlich eine freiwillige Vereinbarung auf den Weg gebracht. Damit soll unter anderem:

  • die Zahl der E-Scooter beschränkt 
  • das wilde Abstellen nach Leihende vermieden

werden. Das Ziel der Vereinbarung ist eine Stärkung der Sicherheit und Kontrolle über dieses Segment.

Wer in Hamburg einen Elektro-Roller nutzen will, um schnell von der Alster Richtung Hafenviertel zu kommen, muss sich an gewisse „Spielregeln“ halten. Die E-Scooter werden allgemein als Fahrrad eingestuft. Damit gilt für diese Fahrzeuge natürlich die Pflicht zur Benutzung der Radwege. Werden Fahrer eines Elektro-Rollers auf dem Gehweg erwischt, kann dies durchaus ein teurer Spaß werden.

Achtung: Für einige Bereiche der Hamburger Innenstadt müsst ihr ein generelles Parkverbot für die E-Scooter beachten. Betroffen sind davon unter anderem:

  • die Borgfelder Straße
  • das Areal um die Binnenalster
  • der Holstenwall
  • die Reeperbahn

Für längere Fahrten: Carsharing 

Ihr wollt in einer Stadt wie Hamburg kein eigenes Auto besitzen – aber trotzdem immer mobil sein? Das kann funktionieren, wenn gewisse Rahmenbedingungen kein Problem darstellen. Sogenanntes Carsharing funktioniert nach dem Prinzip einer Kurzzeit-Miete. 

Carsharing-Anbieter bauen Mietstationen auf, von denen die Fahrzeuge direkt abgeholt werden. In Hamburg sind verschiedene solcher Stationen entstanden. Gebucht werden die Fahrzeuge häufig einfach über eine App, welche auch die naheliegenden freien Fahrzeuge anzeigt. Der Vorteil des Angebots: Ihr seid damit immer dann auf vier Rädern mobil, wenn es wirklich darauf ankommt – und müsst euch ansonsten um Aspekte wie:

  • Parkplatz
  • Versicherung
  • Steuer

keine Gedanken machen. Was, wenn ein Carsharing-Fahrzeug mit einem fast leeren Tank unterwegs ist? Die Konzepte der einzelnen Anbieter unterscheiden sich natürlich. Verbreitet im Einsatz sind Tankkarten, mit denen ihr an der nächsten zugelassenen Tankstelle einfach bezahlen könnt.

Der Vorteil für die Stadt liegt natürlich darin, dass weniger Autos durch Carsharing in Hamburg unterwegs sind. Auf diese Weise reduziert sich die Luftverschmutzung. Außerdem wird das Problem mit der Parkplatzsuche für andere Hamburger etwas entspannt.

Übrigens: Es sind in den Fahrzeugflotten der Carsharing-Anbieter nicht nur Kleinwagen im Einsatz. Wer will, kann auch Mittelklasse-Autos oder Fahrzeuge aus der Premiumklasse fahren. Natürlich ist die Kurzzeitleihe solcher Modelle unterm Strich deutlich teurer.

Die Abrechnung der Anbieter basiert meist auf Zeittarifen. Braucht ihr das Auto mal etwas länger bracht, müsst ihr also mit höheren Kosten rechnen. Neben diesen Kurzzeit-Angeboten haben sich in Hamburg auch einige Anbieter etabliert, die auf stationäre Leihstationen setzen und bei denen auch Vielfahrer einen „Mietwagen“ in Anspruch nehmen können. Grundvoraussetzung für jegliche Form des Carsharings ist natürlich ein Führerschein, der im Regelfall noch validiert werden muss.

Elektromobilität: Hamburg ideal

Carsharing setzt darauf, sich ein Auto mit anderen Hamburgern zu teilen. Gerade im urbanen Raum hat das E-Car Vorteile. Und Hamburg hat in den letzten Jahren mehrere Initiativen gestartet, um die Elektromobilität zu fördern. Dazu gehört der Umstieg auf emissionsfreie Busse oder dass Halter von Elektro-Fahrzeugen Vorteile beim Parken eingeräumt werden. Zudem baut die Hansestadt das Netz aus Ladestationen immer weiter aus. In den letzten Jahren sind mehr als 700 Ladepunkte entstanden, von denen mehrere hundert sogar zu Schnellladestationen ausgebaut sind. 

Und um dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, werden die Ladestationen mit Strom aus regenerativen Quellen angetrieben. Ein Problem kann der Umstieg auf das Elektroauto allerdings nicht lösen – das Parkplatzproblem.

Autonomes Fahren: Bald auch in Hamburg möglich?

Mobilitätskonzepte der Zukunft beinhalten nicht nur neue Antriebe, die eine zunehmende Abkehr von den fossilen Energieträgern darstellen. Urbane Mobilität der Zukunft umfasst auch das autonome Fahren. In Deutschland sind entsprechende Konzepte immer noch in der Testphase und noch nicht zur Serienproduktion freigegeben. Hamburg gehört in diesem Zusammenhang übrigens zu den Modellstädten für gleich mehrere Projekte.

In der Innenstadt ist im Frühjahr 2019 eine Teststrecke für autonomes Fahren entstanden, auf welcher technisch hochgerüstete Fahrzeuge unterwegs sind. Bis es allerdings soweit ist, dass Autos in der Elbmetropole komplett ohne Fahrer unterwegs sind, werden noch einige Jahre vergehen. 

Um selbstfahrende Autos zu ermöglichen, muss aktuell noch die Infrastruktur – wie bei der Teststrecke zu beobachten – angepasst werden. Außerdem gilt es wichtige Regeln festzulegen, wie sich autonome Fahrzeuge in Gefahrensituationen verhalten. Ein Aspekt, der am Ende auch ethische und moralische Fragestellungen berührt.

Fazit: Hamburg stemmt sich gegen den Kollaps

Auf deutschen Straßen sind immer mehr Autos unterwegs. Und auch die Hansestadt Hamburg bekommt diesen Trend zu spüren. Seit Jahren steigen hier die Zahlen der zugelassenen Autos. Lange Staus und Wartezeiten hinterm Lenkrad entstehen auch durch den Pendelverkehr aus dem Umland. Alle Probleme wird der Senat nicht auf einmal lösen lassen. Zu lange hat sich die Stadtführung auf das Auto verlassen. Gerade der Ausbau vorhandener Infrastrukturen wird aber unumgänglich sein. 

Das Problem: Neben den Kosten stößt die Stadt hier auch auf Widerstand aus der Bürgerschaft. Einige Projekte kann Hamburg aber auch ohne größere Baumaßnahmen umsetzen. Förderungen für den Radverkehr oder einen zuverlässigen ÖPNV sind nur zwei mögliche Ansätze. Hamburg will aber noch mehr. Die Stadt setzt inzwischen darauf, bei der Entwicklung moderner Mobilitätskonzepte zu einem Vorreiter zu werden. Für euch bedeutet das vor allem eine größere Vielfalt bei den Alternativen zum herkömmlichen Auto. 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.