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Anatomie der guten Hoffnung – Teil 1 (Unter Schmerzen sollst du gebären)

Ein jedes Leben beginnt mit einer Geburt. Ein Vorgang, der so alt ist wie das Leben selbst.

In einem abstrus-wilden Ritt durch die Geschichte folgt die Stücktrilogie den medizinhistorischen, gesellschaftlichen und machtpolitischen Umbrüchen rund um Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt. Die jahrtausendelangen Diskussionen um Geburt und Selbstbestimmung werden genüsslich seziert, unter das Mikroskop gelegt und sorgfältig kartografiert. Die eigentlichen Debatten werden freigelegt, für die die Geburt immer wieder als Stellvertreterkonflikte herhalten musste und muss. Der Schleier der Mystifizierung und Verklärung wird gelüftet: Legen wir den Finger in die Wunde! Wagen wir uns auf das Schlachtfeld Körper, über den und mit dem Politik gemacht wird, dem Ideologien übergestülpt und anhand dessen gesellschaftliche und soziale Grenzlinien gezogen werden!

Der Trilogie erster Teil: Unter Schmerzen sollst du gebären

Europa im ausgehenden Mittelalter: Zwar weiß keiner genau, was bei der Empfängnis passiert, aber die Frauen haben die Situation entgegen heutigen Vorstellungen erstaunlich gut unter Kontrolle. Eine Kontrolle, die sich der patriarchalen Ordnung entzieht. Skandal. Sie geht mit weiblichem Wissen einher, in das die Männer keinen Einblick haben. Ein unzumutbarer Zustand also, den die weltliche und die geistliche Obrigkeit nicht dulden kann! Was Wissen ist, bestimmt immer noch die Kirche, und erst recht, was praktiziert werden darf. Die Gebärmutter weiß zwar: An allem sind die alten Griechen schuld. Doch die Kirche weiß es besser: Eigentlich war’s Eva.

Bester Grund für eine kleine Hexenverfolgung. Wie heißt es so schön im Malleus Maleficarum: „Niemand schadet dem katholischen Glauben mehr als die Hebamme.“ Doch im Unterleib regt sich Widerstand. Der Uterus ballt die Fäuste…

Gefördert durch den Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, die Claussen-Simon-Stiftung, in Kooperation mit dem monsun.theater.

Spiel
Pablo Konrad

Bühnenraum
Kathrine Altaparmakov

Live Visuals & Video
Mara Wild

Komposition & Musik
Nis-Momme Köpp

Dramaturgie
Janne Weirup

Programmierung
Nikolai Reinke

Probenfreund
Sergej Gößner

Produktionsleitung
Zwei Eulen

Regie & Kostüm & Figuren
Cora Sachs

Nächster Termin

Donnerstag, 16.02.2023

Beginn

20:00 Uhr
Friedensallee 20
22765 Hamburg

Vorverkauf

13,00 EUR

Eintritt Hinweise

Ermäßigungsberechtigt sind: Kinder, Schüler, Studenten, Erwerbslose, Auszubildende, Menschen mit Behinderung Ausnahme: monsun.silvesterDie Karten sind von Umtausch und Rücknahme ausgeschlossen.„Print@Home-Tickets sind nur gültig, wenn personalisiert“. Die monsun 6.1 Stempelkarte. 6x im Jahr ins monsun.theater gehen und einen Gratisbesuch geschenkt bekommen!

Anfahrt

Map data © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA
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