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Neu entdeckt: Kilimanjaro

Wer gern die authentische westafrikanische Küche probieren möchte, sollte unbedingt einmal in der Altstadt vorbeischauen. Dort hat gerade das „Kilimanjaro“ eröffnet.



Anfang November haben Karlo Dana Ly aus dem Senegal und Arne Boß aus Hannover in der früheren Cocktailbar „Hangover“ ihre kleine Bistro-Bar eröffnet – im neuen Look und mit einem etwas mehr Erfolg versprechenden Konzept. Der vordere Raum mit der Bar ist bis auf die drei großen Bilder nahezu unverändert geblieben, dafür hat sich weiter hinten im Bistro-Bereich mit der Sky-Lounge so Einiges getan: Die Wände sind jetzt in einem warmen, sonnigen Gelb gestrichen, das an den Wüstensand in Nordafrika erinnern soll. Für die exotische Dekoration sorgen handgeschnitzte Tierfiguren, Holzmasken und die vier farbintensiven Gemälde von Lume Ndiaye (ein senegalesischer Maler, der sein Atelier auf dem Lindener Faust-Gelände hat).

Die Küche kocht ganz im Zeichen des Affenbrotbaumes. Diese bizarre Erscheinung mit ihrem mächtigen Stamm und den wirr in die Luft wachsenden Ästen gehört zur afrikanischen Savanne wie der Löwe, der ebenfalls zu sehen ist im Staatswappen des Senegal. Von dort kommt auch Kala („Mamma Afrika“), die die traditionell recht würzigen Spezialitäten aus ihrer Heimat im tropischen Westafrika kocht. Thieboudiene etwa (das senegalesische Nationalgericht mit Fisch und Reis, Auberginen, Karotten, Kohl und Paprika; 9 €), Mafflé (Lammfleisch in einer Sauce aus Erdnussbutter und Tomatenmark mit Karotten, Kartoffeln, Maniok und Couscous wie in Nordafrika oder rotem Reis wie in Westafrika; 8,50 €), Yassa (Hähnchen in Zwiebel-Sauce mit Oliven und Reis; 6,50 €) oder Poisson braisé (gegrillte Dorade mit scharfer Tomaten-Sauce, Reis und Salat; 15 €). Kala kocht bis 23 Uhr, die meisten Gerichte auch gern für vier Personen.

Auf der nicht sehr umfangreichen Karte finden sich noch andere typisch afrikanische Leckereien – gebratene Kochbananen als Vorspeise beispielsweise (2,50 €), zuckersüße Desserts wie Krapfen (Beignets) mit Kokosnussmark und Rosinen (3 €), selbst gemachter Ginger- und Tamarindensaft, Bissap (Hibiskussaft) und Bouye (ein dicklicher, original senegalesischer Saft aus der süßlichen Frucht des Affenbaumes) oder Guinness aus Ghana, das etwas stärker ist als das Original aus Irland.


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