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Neu entdeckt: boca

Nach vier Monaten Bohren, Hämmern und Sägen ist aus dem schäbigen Imbiss hinterm Welfenplatz im Stadtteil List ein schickes Restaurant geworden.



Ende Februar endlich hat mit dem „boca“ eine empfehlenswerte Adresse für Liebhaber der vegetarischen Feinschmeckerküche in Hannover eröffnet. Es ist stockfinster in der neuen Restaurant-Bar vom Lindener „11 A – Küche mit Garten“-Team Verena Schindler, Christoph Elbert und Oliver Schröder. Die einzigen Farbtupfer im schummrigen Innern eines ehemaligen Imbiss sind ein paar orangefarbene Holzstühle zwischen vielen schwarzen, die Barhocker aus drei aufeinander gestapelten dunkelblauen Wasserkisten mit schwarzem Lederpolster und die blau-weißen Kacheln hinter der offenen Küche gleich vorn am Eingang.

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„Im Dunkeln bekommt doch alles erst seine richtige Wirkung“, erklärt Oliver Schröder das lichtscheue Ambiente. „Und man kann sich viel besser aufs Essen und Trinken konzentrieren“. In den zurückliegenden vier Monaten war er mit Bohren, Hämmern, Sägen und dem Abflämmen von Holz beschäftigt, um das wortwörtlich brandneue „boca“ so düster, aber auch so originell und unvergleichlich einzurichten. Und was bedeutet „boca“? In Barcelona meint man damit „Mund“, sagt Christoph Elbert. Für ihn steht „boca“ aber auch für „Essen, Trinken, Sprechen und Küssen“. Klingt doch einladend!

Fürs Essen im „boca“ hat Elbert sich etwas Besonderes ausgedacht: es gibt nur ein einziges wöchentlich wechselndes vegetarisches Feinschmecker-Menü in drei Gängen für 19,50, das sich mit einem edlen Stück Fisch oder Fleisch für 7-15€ „upgraden“ lässt, wie es auf dem beidseitig bedruckten Speisen- und Getränkeblatt heißt. Einzelne Gerichte oder Gänge aus diesem Menü werden nicht angeboten. Auch beim Trinken geht Christoph Elbert neue Wege. An der Bar wird eine berauschende Gin-Auswahl mit bald 100 verschiedenen Sorten angeboten, und die Weine aus der eigenen „boca Selection“ sind speziell auf vegetarisches Essen zugeschnitten.

Zum Frühjahr wird auch die Terrasse vor der Tür möbliert mit Bierzeltgarnituren, die dann von Olli ihr eigenes „boca-Branding“ bekommen. Trotz der geplanten rund 100 Plätze draußen und gerade wegen der nur 40 Sitzgelegenheiten drinnen empfiehlt Christoph Elbert, frühzeitig zu reservieren: „Am besten für 15 bis 20 Uhr oder ab 20 Uhr“.
Übrigens: Ums Sprechen und Küssen müssen Verena Schindler, Christoph Elbert und Oliver Schröder sich (hoffentlich) nicht kümmern, dafür sind die Gäste zuständig.

Bewertung: 5/5


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