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Neu entdeckt: Mashsee

Mit etwas Verspätung haben Kolja Gigla und Alexander Herold Ende April in der Südstadt ihre „Mashsee Mikrobrauerei“ und das „Craft Beer Kontor“ eröffnet.



„Mashsee“ ist kein Schreibfehler, sondern eine kleine Wortspielerei mit „mash“ (engl. für „Maische“) und „See“ – was ausgesprochen very british auch nach Maschsee klingt, der ja nur ein paar Straßen weiter Richtung Stadion zu finden ist.

Zur Mikrobrauerei „Mashsee“ im früheren Lager von Hannovers ältester Weinhandlung J.G. Hildebrandt gehört auch das „Craft Beer Kontor“ nebenan. Auch diese Begrifflichkeit sollte man vielleicht erklären: „Kontor“ haben die Hanse-Kaufleute früher ihr Büro mit Buchhaltung und Kasse genannt, und „Craft Beer“ ist Bier, das in handwerklich arbeitenden, unabhängigen Brauereien auf traditionelle Weise in kleinen Mengen hergestellt wird. Genau solche feinen Hopfen und Malz-Spezialitäten produziert der Diplom-Braumeister Kolja Gigla in seiner vergleichsweise wirklich winzigen Mikrobrauerei „Mashsee“ mit ihren beiden 150 Liter-Sudkesseln im Raum neben dem „Craft Beer Kontor“.

Sein erstes Craft Beer ist das „Trainings Lager“ (wieder so ein pfiffiges Wortspiel!) – ein untergäriges, bernsteinfarbenes Bier mit 5,5 %, einer ausgeprägten aber nicht aufdringlichen Bitternote, sanften Fruchtaromen von Birne und Grapefruit . Kein schneller Durstlöscher, sondern ein Bier zum bewussten Genießen. Das geht am besten mit dem sehr speziellen Glas für sehr spezielle Biere – einem so genannten Teku-Pokal, den man im „Craft Beer Kontor“ mit dem „Mashsee“-Logo für 5 € das Glas auch kaufen kann.

Dafür wäre dann Alexander Herold zuständig. Der 35jährige Hannoveraner ist Bier-Sommelier und der kompetente Ansprechpartner für die momentan rund 80 Craft-Biersorten aus aller Welt, die im „Craft Beer Kontor“ dekorativ im Flaschenregal stehen und die mitunter an der Probiertheke mit Zapfanlage auch zur Verkostung angeboten werden. Er weiß, was es mit den geheimnisvollen Limonnik Berries im Double Indian Pale Ale „Hello My Name Is Vladimir“ aus der BrewDog Brewery im schottischen Ellon auf sich hat, wie das Pale Ale „Anchor Steam Beer“ aus San Francisco/USA schmeckt und warum das belgische DeuS – Brut de Flandres in einer Champagnerflasche schlummert und so sündhaft teuer ist.

Darüber hinaus veranstalten Kolja Gigla und Alexander Herold auch Bier-Seminare, die künftig regelmäßig im „Craft Beer Kontor“ stattfinden werden (Termine dazu im Internet auf der Homepage oder unter www.facebook.com/craftbeerkontor).

PRINZ-Bewertung: 5/5


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