PRINZ: Sie sind bekannt dafür, dass Ihre Disco Casa Blanca eine harte Tür hat. Wen würden Sie nie einlassen?
Linnemann: Günter Grass (Klug- und Wichtigscheißer), Michael Friedmann (Schleimer), niemanden im Jogginganzug (Bademantel ist okay).
PRINZ: Seit vier Jahren arbeitet die Journalistin Christine Mühlenhof an der Verfilmung ihres Lebens als Tragikomödie.
Linnemann: Christine Mühlenhofs Drehbuch von „Ramazotti intim“ war mehr oder weniger erfunden, da das Buch keine Handlung hatte. Letztendlich kam es nicht zur Verfilmung. Angeblich zu frauenfeindlich. Mein drittes Machwerk „Der Drogennazi“ soll tatsächlich verfilmt werden. Meine unrühmliche, unentschuldbare Jugend. Ein namhafter Filmproduzent aus Köln kam extra für vier Stunden ins Casa, um sich, wie er sagte, ein Bild zu machen. Ich hoffe es klappt.
PRINZ: 30 Jahre Casa Blanca – was soll die Zukunft bringen?
Linnemann: Ja, was soll die Zukunft bringen? Alkohol konserviert und die Jugend drumherum auch. Also noch ein paar Jahre Casa Blanca. „Ich habe keine Probleme mit Alkohol. Es sei denn, ich kriege keinen.“ (Tom Waits)