Die rote Feinstaubplakette berechtigt nicht mehr zum Befahren der Umweltzone, weshalb die Stadt das entsprechende Symbol auf den rund 300 hannoverschen Schildern mit einem speziellen Aufkleber kaschieren ließ. Diese Aktion schlug mit knappen 7000 Euro zu Buche, Autobesitzer müssen aber mit ganz anderen Kosten rechnen. Um den neuen Auflagen gerecht zu werden, sind Fahrer älterer Autos gezwungen, sich ein neues Gefährt zuzulegen, da selbst eine Nachrüstung oft nicht mehr in Frage kommt. Das trifft besonders Handwerksunternehmen hart, die überdurchschnittlich viele alte Dieselfahrzeuge in ihrem Fuhrpark haben.

Wer ohne gültige Plakette in die Umweltzone fährt, muss mit 40 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen. Kritiker bemängeln, dass die gesamte Maßnahme ein unzureichendes Mittel zur Feinstaubreduktion sei, da sie die Belastung nur um zwei bis drei Prozent senke. Dennoch sollten sich auch Besitzer der gelben Plakette schon jetzt nach einer fahrbaren Alternative umsehen, denn in einem Jahr werden die Schilder erneut geändert: Dann verschwindet auch die gelbe Plakette von den Verkehrsschildern.
Dominic Rose