Dank höherer Fahrgastzahlen und der neuerlichen Preiserhöhung um durchschnittlich 4,5 Prozent fährt die Üstra aus den roten Zahlen und will 2009 erstmals mit einer positiven Bilanz abschließen. Dennoch sind die nächsten Erhöhungen bereits fest eingeplant. In einem Jahr sollen die Preise noch einmal um 3,5 Prozent steigen, für die weiteren Jahre sind Anhebungen von 3 Prozent geplant. Das hannoversche Verkehrsunternehmen orientiert sich dabei an den erwarteten Lohnerhöhungen. Fraglich ist jedoch, ob angesichts der sich abzeichnenden Wirtschaftskrise solche Lohnzuwächse auch tatsächlich erreicht werden.

Und wie sieht es bei Arbeitslosen aus? Regionspräsident Hauke 3 Jagau hat jedenfalls schon vorsorglich festgestellt: „Wir können uns die Einführung eines Sozialtickets nicht leisten.“ Also gilt es aufzupassen, dass die erfreuliche Entwicklung bei den Fahrgastzahlen nicht durch ständige Preiserhöhungen torpediert wird. Und: Ab jetzt ist es für Bus- und Bahnkunden ohne Monatsticket wieder wichtig, genügend Kleingeld parat zu haben. Ich kann mich noch an das Wechselgeld- Generve erinnern, als der Preis auf 3,10 DM stieg …
Matthias Vieregge