Mit ein bisschen Glück beschert der 15-jährige Bulle dem Zoo Hannover sogar gleich fünffachen Grund zur Freude. Während die Schwangerschaft von vier Elefantenkühen bereits sicher ist, müssen bei einem fünften Tier noch einige Wochen verstreichen, ehe das Resultat bestätigt werden kann. Dabei ist die Chance, eine so hohe Trefferquote zu erzielen, relativ gering, wenn man bedenkt, dass eine Elefantenkuh nur an drei Tagen während eines 16-wöchigen Zyklus empfängnisbereit ist. In dieser Zeit wird sie täglich vom Bullen bestiegen, der mit seinem bis zu 1,86 Meter langen „Genitalrüssel“ den Spitzenplatz unter den landlebenden Tieren belegt. Bis dann ein neues Elefantenbaby geboren wird, vergehen weitere 22 Monate, in denen der Wonneproppen ein Geburtsgewicht von 100 bis 150 Kilogramm erreicht. Der Zoo sieht dem Kindersegen gelassen entgegen. In den vergangenen fünf Jahren konnte man bereits vier Elefantengeburten verzeichnen und ist entsprechend erfahren.

Bis zum Geburtstermin müssen die werdenden Mütter mit Bewegung und gesunder Ernährung fit gehalten werden, damit der Nachwuchs gesund das Licht der Welt erblickt. Die Elefanten sind übrigens nicht die einzigen, die den Winter über aktiv waren: Auch bei den kleinen Pandas, den Exmoor-Ponys, Antilopen, Flamingos und Affen stehen Geburten ins Haus – Tendenz steigend. Aber auch ohne den Kindersegen hätte der Zoo im nächsten Jahr wohl mit einem kräftigen Umsatzplus rechnen können: Im Frühjahr 2010 wird die kanadische Tundra-Landschaft „Yukon Bay“ eröffnet, die Tieren aus kälteren Gefilden endlich ein artgerechtes Gehege verschafft. dr