EINE WEITERE LEGENDE MUSS SCHLIESSEN! Wir trauten unseren Geschmacksnerven nicht: Der Imbiss „Türkiye Pazari“ auf der Händelstraße hat seit Mitte März geschlossen. Der Grund: Die neuen Mietforderungen waren völlig überzogen. Da hat der seit vielen Jahren stadtbekannte und beliebte Familienbetrieb gezwungenermaßen den Grill abgestellt. Wahrscheinlich zieht dort jetzt die nächste Starbucksoder Subway-Filiale ein. Das gefällt uns überhaupt nicht!

DAS LIEBE GELD UND DIE HOCHKULTUR Geld bestimmt – wie so oft – auch andere Geschichten der klammen Domstadt. Mal direkt, wenn die Kölner Kino Nächte wegen Streichung der Fördergelder abgesagt werden müssen. Mal indirekt, weil das Gezerre um die Bebauung des Heliosgeländes in Ehrenfeld kein Ende nimmt. Auch von Geld bestimmt, aber erfreulicher Natur ist diese Nachricht: Der Umbau des Musical Domes zur „Oper am Dom“ ist vollendet. Dort startet Mitte Mai die erste Inszenierung: „Tosca“.

GRÜNE CLUBS IN KÖLLE Im Rheinauhafen eröffnet im August Deutschlands erster Playboy-Club. Trotz spärlich bekleideter Bunnys wäre es aber toll, wenn sich der Club auch der Initiative „Green Club Index“ anschließen würden. Unter deren Schirmherrschaft bemühten sich Clubs in ganz NRW, Energie zu sparen und den CO2-Verbrauch zu reduzieren. In Köln sind bis jetzt das Gloria und der Club Bahnhof Ehrenfeld dabei. Weiter so!

GEBURTSTAGSFEIER Viel kölscher als in Hugh Hefners neuer Location wird es zugehen, wenn der Künstler Cornel Wachter am 5. Mai auf dem Severinskirchplatz sein Open-Air-Fest veranstaltet. Das widmet sich der Kölner Heldin Trude Herr, die an diesem Tag 85 Jahre alt geworden wäre. Geplant ist ein Konzert der Band De Familich, anschließend wird Herrs Erfolgsstück „Scheidung auf Kölsch“ aufgeführt. Der Erlös geht an eine gemeinnützige Einrichtung.

EIN DJ, DER AUCH BUCH KANN Jochen Speck kennen Indie-Fans in Köln als DJ und Veranstalter der Partyreihe „I Love Pop“. Nun tritt er als Autor in Erscheinung und hat seinen ersten Roman über den Tourmanager Jimmy geschrieben. Heraus kam ein wilder Roman aus der Welt des Rock’n’Roll. „Backstage Diaries“, Schardt Verlag, 10 Euro

LIEBLING Im Blumenladen Où j’ai grandi („Wo ich aufwuchs“) finden Pflanzenfreunde eine Auswahl, inspiriert von der Pariser L’Art du Bouquet und flämischer Blumenmalerei. Auch im Angebot: florale Parfums und Vasen. Rathenauplatz 7, Di-Fr 10-19, Sa 10-18 Uhr, oujaigrandi.com

GEHT GUT Echte Fans des KEC können ihre Verbundenheit mit dem Eishockeyclub jetzt an exotischer Stelle zur Schau stellen. Das Telefonbuch bietet für seine Ausgabe 2012 kostenlose Faneinträge an, in denen das KEC-Logo neben dem Namen steht.

Grüner Zeitvertreib: Anstatt das Gelände der früheren Dom-Brauerei an der Alteburger Straße in Bayenthal einfach brach liegen zu lassen, entsteht dort ein großer Gemeinschaftsgarten fürs Veedel – bis das Gelände 2016 bebaut wird.

GEHT NICHT Immer nur mit dem Handy fotografieren. Denn im Mai startet der Lomo-Wettbewerb zum Thema „Menschen und Berufe in deiner Stadt“. Für das beste analoge Foto winken 17 500 Euro Preisgeld und eine Ausstellung auf der Photokina.

Das Ordnungsamt zwingt Cafébetreiber, die ihre Gebühren für die Außengastronomie nicht bezahlt haben, Stühle und Tische wegzuräumen – statt einfach Geld nachzufordern. Ist zum Beispiel bei Starbucks Am Hof passiert. Ärgerlich!