Du bist ein echtes Multitalent mit einer bunten Biographie – was treibt dich an?
In erster Linie die Leidenschaft. Ich liebe, was ich mache, und stehe überall zu 100 Prozent dahinter. Ich fühle mich auch nicht wie Ende 30, sondern eigentlich wie ein 21-Jähriger. Ich sauge alles in mich auf wie ein Schwamm. Und glücklicherweise lieben die Leute, was ich mache.

Gibt es auch Kritiker?
Klar, nicht allen gefällt das. Man kann nicht immer alle glücklich machen. Mancher sagt auch, ich wär“ ein Zappelphilipp. Aber zumeist kriege ich fast nur gutes Feedback. Und das macht natürlich am meisten Spaß!

In Wallingford bei Oxford hast du zusammen mit deinem Mann, dem Opernsänger Paul Reeves, eine eigene Pension – „Little Gables“. Ist das so was wie eine frühe Altersvorsorge?
Ja, das ist wirklich unser zweites Standbein. Es wird vielleicht nicht immer so gut bei mir laufen, irgendwann könnten die Anfragen weniger werden. Und dann gehe ich zurück nach England und übernehme. Die Pension wird nämlich derzeit für uns von guten Freunden betrieben.

Würde dir da nicht das aufregende Leben hier fehlen?
Einerseits schon. Andererseits mag ich es, immer wieder neue Leute kennen zu lernen – ob jetzt hier auf oder hinter der Bühne oder in unserer Pension.

Bist du in England eigentlich auch so berühmt wie hier?
Nein. Paul als Opernsänger ist ziemlich bekannt, ich aber nicht. Verschiedene Zeitungen haben aber schon über mich berichtet à la „bekannte Briten im Ausland“.

Du singst auch gemeinsam mit Paul. Wie sieht das aus: Du übernimmst den Part Popmusik und Paul den klassischen Teil?
Genau so. Und das harmoniert richtig gut. Wir haben im letzten Jahr eine gemeinsame CD aufgenommen, „Two Ways“, mit eigenen Liedern und gecoverten Stücken. Jetzt, zu Weihnachten, haben wir die CD als „Special Winter Edition“ mit Weihnachtsliedern aufgefrischt.

Hast du eigentlich noch Kontakt mit den anderen von Bro“Sis?
Nicht regelmäßig, aber ab und zu treffen wir uns mehr oder weniger zufällig. Das ist sehr herzlich, so wie bei einer alten Schulklasse. Aber ein Comeback wird es nicht geben.

Seit neuestem bist du ja auch Schokoladen- Botschafter und hast sogar deine eigenen Riegel kreiert. Wie kam es denn dazu?
Ich habe die Jungs von Shokomonk auf dem Deutschen Comedy Preis kennen gelernt, wo sie mir ihre grandiosen Riegel angeboten haben. Von da an wollte ich unbedingt dabei sein. Irgendwann haben sie mich dann angerufen und meinten: Du isst so viel Schokolade im Fernsehen, das passt.

Du wohnst in Siegburg. Warum nicht direkt in Köln?
Ich bin auf dem Land aufgewachsen und mag die Ruhe hier sehr.

Und was magst du an Köln?
Ganz klar: Ich liebe die Kölner, ihre Warmherzigkeit und Offenheit! Köln könnte auch zu England gehören, so vielfältig, wie diese Stadt ist. Aber auch die Einkaufsstraßen sind klasse, vor allem die Secondhandshops auf der Ehrenstraße. Und nichts geht über eine Schiffsfahrt auf dem Rhein.