Bis vor drei Jahren hast du in der Südstadt gewohnt, mittlerweile in Junkersdorf. Vermisst du die Innenstadt?
Vor allem, wenn ich hier bei Massimo sitze und mir der Geruch von den Spaghetti mit Scampi in die Nase steigt.

Dein erster Erfolg mit den „Thekenschlampen“ liegt 15 Jahre zurück, da hast du noch bei PRINZ gearbeitet.
Sooo lange ist das her? Wahnsinn.

Du hast dich persönlich nicht wirklich verändert seit damals!
Ich habe ja auch kein Brainwashing hinter mir. Es gibt so einen Bierdeckelvertrag mit einem Freund, auf dem steht „Ich schwöre, mich niemals zu verändern“, sonst darf er mir ’nen Arschtritt verpassen.

Bühne, TV, Hörbücher, 1Live-Comedy, Filme für RTL, Anfang 2010 bist du auch noch Mutter geworden. Muss bei dir ständig etwas Neues passieren?
Ich bin schon als Kind ständig rotiert, und meine Mutter sagte mal zu mir „Im Wechsel der Arbeit liegt Erholung“, daher hab‘ ich das.

Eine Karnevalssendung für das ZDF hast du auch noch abgedreht.
Ja, dort repräsentiere ich Köln, stehe in einem tollen Kleid da und fühle mich wie Carmen Nebel – ganz toll. Das hat mir total Spaß gemacht, auch weil es meinen persönlichen Geschmack nicht hundertprozentig trifft.

Du kennst in deiner Arbeit allgemein wenig Berührungsängste, oder?
Ich hab immer auf alles Bock, erst gestern habe ich bei der „Krone der Volksmusik“ mitgemacht. In den „Dschungel“ würde ich wohl nicht gehen.

Dafür bist du ja noch zu bekannt. Hattest du denn mal Angst, dass es mit der Karriere nicht weitergeht?
Es kam schon mal vor, dass ich mich bei einem Auftritt oder einer Show komisch fühlte und wo ich vielleicht nicht hingehörte, aber existenzielle Ängste kenne ich nicht. Und ich schmeiße die Kohle auch nicht zum Fenster raus. Ich könnte mich im Urlaub auch mal ins Zelt legen.

Was bringt dir von all den Sachen, die du machst, am meisten Spaß?
Na ja, wenn ich länger unterwegs war und dann das Baby lachen sehe, das ist schon toll. Ich bin mit Leib und Seele Mama, aber keine Mutti, die zwölf Stunden am Tag mit dem Kind auf dem Boden mit Bauklötzen spielt.

Von deinem Privatleben ist sonst nicht sehr viel bekannt …
Ich konnte das immer ganz gut raushalten, es ist auch uninteressant. Nachher stehen nur noch private Dinge in der Presse, und dann zählt nicht mehr das, was ich eigentlich mache. Ich bin ein glücklicher Mensch, und das werde ich auch bleiben, weil ich immer versuche, das Positive zu sehen.

Und wie viel Privates kommt in deinem Bühnenprogramm vor?
Schlimmerweise 99,8 Prozent. Mein Autor sagte mal, ich sei „nerdartig authentisch“. Das ist fast zwanghaft.

Also ist das neue Programm „Ich doch nicht!“ dem Baby gewidmet?
Erst wollte ich es nur darauf beziehen, aber das wäre für Männer Horror gewesen. Das Rezept für Placenta-Gulasch werde ich aber schon verraten.

Das hast du nicht selbst nachgekocht?
Nee, ich wollte aus dem Krankenhaus nur das Baby mitnehmen, den Rest konnten sie behalten.

Bleibt es denn bei dem einen Baby?
Die Frage müsstest du Mutter Natur stellen, ich schließe das nicht aus.

Und darf ich fragen, wer denn eigentlich der Vater ist?
Das darfst du fragen, aber darauf bekommst du keine Antwort (lacht).

Das Gespräch führte Martin Steuer