Warum trefft ihr euch so gerne hier im Café Bastians?
Blank: Es gibt hier das beste Frühstück in Köln. In der hauseigenen Bäckerei wird alles immer frisch zubereitet. Das schmeckt man einfach. Frühstück ist für uns die schönste Mahlzeit, die genießen wir in diesem Kaffeehaus-Ambiente besonders gerne.

Lieblingsmahlzeit? Weil ihr als DJs erst zum Frühstück heimkommt?
Blank: Genau – weil das Frühstück oft vor dem Zu-Bett-Gehen kommt! Jones: Ein schönes Frühstück ist die Belohnung für eine lange Clubnacht. Das zelebrieren wir.

Neben dem Auflegen produziert ihr selbst Musik und stellt erfolgreich Compilations zusammen. Was gibt es Neues von euch?
Blank: Gerade erscheint der siebte Teil der „So80s“ Sampler-Reihe. Und dann kommt im Juli unser neues „Relax“-Album. Denn einmal im Jahr machen wir ja eine Doppel-CD mit selbst geschrieben Songs.

Eure erfolgreiche „So80s“ Reihe vereint Hits der Achtziger in raren Maxiversionen. Wieso und wo bekommt ihr die her?
Blank: Als Kinder der Achtziger hören wir die Musik auch privat. Die Maxiversionen finden wir entweder in der eigenen Sammlung oder in Kölner Secondhand-Plattenläden wie Nunk Music auf der Antwerpener Straße.

Dass ihr Kinder der Achtziger seid, zeigt sich auch bei eurer aktuellen Single mit Sandra.
Blank: Richtig. Wir haben uns mal in Hürth bei der Chartshow getroffen. Sie hat uns gefragt, wie es mit ihr als Künstlerin weitergehen könnte. Wir erklärten ihr, dass ihre Fans sie im Sound der Achtziger hören wollen – das passt zu ihrer Stimme. Und dann haben wir die Single produziert. Jones: Schon die Pet Shop Boys haben gesagt, dass man am besten mit denen zusammenarbeitet, von denen man auch Fan ist. Das passte in dem Fall perfekt! Deshalb haben wir auch die neue Ultravox-Single geremixt!

Die Pet Shop Boys waren auch auf einem „Relax“ Album dabei. Ist die Reihe euer Herzstück?
Blank: Ja, denn sie ist musikalisch unser ganz eigenes Baby. Jones: Und das immer in zwei Stimmungen: Chill-out und Chill-House.

Ihr spielt überall in der Welt – habt ihr manchmal Heimweh nach Köln?
Blank: Natürlich! Wir nehmen meistens den Flieger von Frankfurt und reisen immer mit dem Zug ab. Wenn wir nach einer Tour wieder zurück über die Hohenzollernbrücke fahren, geht uns das Herz auf. Genau das Gefühl haben wir im Song „Coming Home“ auf dem letzten „Relax“-Album beschrieben. Wer genau hinhört, kann das Quietschen der Gleise vom Hauptbahnhof hören. Die haben wir gesampelt.

Was macht die Stadt für euch speziell, wo geht ihr gerne hin?
Köln hat genau die richtige Größe. Man kann anonym bleiben, aber im Veedel hat man seine Rituale und kennt die Bäckereiverkäuferin und den Gemüsehändler. In der Clubszene bewegen wir uns nur wenig, aber essen gehen wir – wenn’s Fleisch sein soll – gerne ins Nada oder die Fette Kuh.

Nun kommt der Sommer. Auf welches DJ-Date freut ihr euch besonders?
Jones: Auf alle. Aber speziell auf China, da spielen wir zum ersten Mal.

Das Gespräch führte Michael Leuffen