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Feiern, Spaß haben und Ausgehen – Tipps zum Nachtleben in Köln

In Köln wird gerne gefeiert – draußen, drinnen und zu jeder Jahreszeit. PRINZ zeigt euch, wo es im Kölner Nachtleben heiß hergeht.

Köln ist eine der lebenswertesten Städte überhaupt. Die Szene rund um das Kölner Nachtleben macht hier keine Ausnahme. Egal, ob in idyllischen, uralten Kneipen, in großen Musikclubs oder auf viel besuchten Straßenfesten – die Stadt am Rhein hat eine ganze Menge zu bieten.

Für alle, die neu in Köln sind oder die Stadt einmal besuchen und ein paar ausgelassene Abende verbringen wollen, haben wir die tollsten Anlaufstellen einmal gesammelt.

Kneipen

Ein wichtiger Teil der Kölner Ausgehkultur, und mit der mit der längsten Tradition. Die klassische Kölsch-Kneipe schweißt ganze Stadtviertel zusammen und zieht gleichermaßen Unmengen an Besuchern an.

Die Kneipenkultur in der Stadt sucht ihresgleichen. Besonders attraktiv sind die alten, urigen Kölsch-Kneipen mit steinalten Holztäfelungen und originalem Köbes – also dem Kellner, der aus dem großen Kranz die Kölsch-Stangen verteilt. Man muss das nächste Kölsch nämlich oft nicht bestellen, frische Gläser kommen ganz von selbst. Gruppen können sich gerne auch mal einen ganzen Kranz oder ein Pittermännchen, also ein 10-Liter Holzfass an den Tisch bestellen.

Besonders in den großen Brauhäusern der Kölsch-Brauereien lebt diese klassische Kneipentradition weiter. Für Kölsch-Neulinge: Richtig macht man es nur, wenn man die klassischen kleinen Stangen bestellt. Mittlerweile gibt es immer häufiger auch große 0,4 oder 0,5-Liter Kölschgläser in den Kneipen – original ist das aber nicht.

Je nach Viertel haben die Kneipen auch ihren eigenen Charme – in Nippes sind sie eher gemütlich und freundlich, in der Altstadt ist zwischen gemütlichem Cocktail-Café, lauter Fußballkneipe, Irish Pub und Afterwork-Feierhölle alles mit dabei.

Viele modernere Kneipen sind auch sehr belebt und bieten neben Fußball-Übertragungen, klassischen Kneipenspielen wie Dart, Billard oder Tischfußball auch gerne mal Karaoke und ähnliche Aktivitäten zur abendlichen Unterhaltung an. In vielen dieser Adressen hat sich eine richtige Kultur darum gebildet, damit jeder einmal zum Zug kommt – der Sieger bleibt für gewöhnlich am Tisch beziehungsweise an der Scheibe, während neue Herausforderer ihr Glück versuchen.

Aufpassen: hin und wieder trifft man auf waschechte Profis, die mit allen Wassern gewaschen sind und alle Tricks draufhaben.

Durch die Straßen ziehen

Nicht ganz so weltberühmt wie die Berliner Spätis – doch auch in Köln gibt es einige Kioske, an denen man bis zu späterer Stunde Bier und Snacks kaufen kann. Besonders wenn man noch kein exaktes Ziel für den Ausgehabend mit Freunden festgelegt hat, ist das eine gute Idee, um sich zu treffen und schon einmal in Stimmung zum Feiern zu kommen.

So kann man entweder von Kneipe zu Kneipe ziehen, bis man das perfekte Lokal gefunden hat, um den Abend zu verbringen, oder auch einfach durch die belebten Straßen und Fußgängerzonen ziehen – denn dort ist besonders am Wochenende immer was los. Die ausgelassene Atmosphäre kann man dann aufsaugen, bis sich alle Freunde eingefunden haben.

Besonders rund um die Zülpicher Straße zwischen Sülz und Neustadt-Süd ist die Kneipendichte so hoch, dass sich regelmäßig eine wahre Partymeile bildet. Da die Straße in guter Reichweite zur Kölner Uni liegt, sind viele der Lokale und somit auch die Besucher zum Großteil studentisch geprägt – also jung und in Feierlaune.

Auch im Friesenviertel – ehemals Rotlichtmilieu – ist ein tolles Zentrum für das Kölner Partyvolk, da hier ebenso viele Clubs, Bars und Kneipen die Feierwilligen anziehen. Wer es etwas ruhiger mag findet aber auch überall in der Altstadt abends genügend Gleichgesinnte.

Clubs, Bars, Discos

Auch für jüngere oder junggebliebene Feiernde hat Köln als eine der lebendigsten Städte natürlich viel zu bieten. Besonders auf den Kölner Ringen findet man die volle Bandbreite an Clubs und Discos oder modernen Bars, die zusätzlich eine Tanzfläche mit DJ im Ober- oder Untergeschoss haben.

Auf Höhe der Zülpicher Straße findet man, der Nähe zur Uni entsprechend, eher ein jüngeres Publikum und entsprechend günstigere, entspannte Clubs. Je weiter man sich dann in Richtung nördliches Stadtzentrum von dort entfernt, desto eher findet man etwas stilvollere Läden.

Das ist aber nur eine Faustregel – Discos aller Art sind bunt über die gesamte Stadtfläche verteilt. Besondere Clubs, die man in der Form nur in Köln findet, kann man beispielsweise auf dem Rhein aufsuchen. Ja, AUF dem Rhein – das Partyschiff Rhein Roxy lockt besonders ausgelassene Partygäste und ist aus Gruppen wie beispielsweise Junggesellenabschiede spezialisiert.

Für die hartgesottenen Fans elektronischer Tanzmusik, die gerne die ganze Nacht zu Techno und House durchtanzen, ist das Bootshaus am Mülheimer Hafen eine absolute Pflichtadresse – die Veranstaltungen sind, nicht zuletzt dank der vielen weltberühmten Gast-DJs, stets gut besucht.

Da Köln schon seit vielen Jahren als Hochburg für die LGBT-Szene gilt, gibt das Nachtleben in Form von Queer-freundlichen Bars und Clubs natürlich auch viel her. Eine Besonderheit an den Kölner Hotspots der Szene ist, dass diese in der ganzen Stadt verteilt sind und ein bunt gemischtes Publikum anziehen – sie sind also nicht ausschließlich für Anhänger der Gay-Szene geeignet.

Feste

Kölner sind freundlich, Kölner sind offen und vor allem sind sie immer guter Stimmung – kein Wunder also, dass sich in der Stadt verschiedene öffentliche Feste und Festivals gebildet haben, die über das ganze Jahr hinweg in die Innenstadt locken.

Das Altstadtfest, das traditionell im August stattfindet ist eines der größten Straßenfeste Deutschlands. Dort präsentiert sich die Stadt ganz original und unverfälscht „Kölsch“ – wer als Besucher einmal das echte Köln erleben möchte, ist dort genau richtig. Mit traditioneller aber auch internationaler Verpflegung, kühlen Getränken und viel Livemusik ist die feuchtfröhliche Abendunterhaltung gesichert.

Auch bei „Deutz feiert“, dem Ehrenfelder Straßenfest und vielen anderen öffentlichen Feierlichkeiten geht es in der Stadt bunt zu. Am buntesten aber vielleicht zum Christopher Street Day, der dieses Jahr im Juli „50 Years of Pride“ feierte – aus Köln nicht wegzudenken.

Wer Köln außerhalb der warmen Jahreszeit besucht, muss jedoch nicht unbedingt darauf verzichten. Auch die Weihnachtsmärkte, allen voran der bekannteste direkt vor dem Kölner Dom, lassen nichts zu wünschen übrig.

Kölner Karneval

Dies wäre keine Liste über die Kölner Feierkultur, ohne den legendären Karneval zu nennen. Das Highlight ist natürlich der Rosenmontagsumzug und die Umzüge und Feierlichkeiten rund um das Karnevalswochenende – doch der Kölner Karneval beginnt am 11.11. und hat bis zum Aschermittwoch durchgehend Unterhaltung zu bieten.

Vor Jecken kann man sich dann in Köln kaum mehr retten – warum also nicht gleich unter die Karnevallsgesellschaft mischen? Völlig zurecht zieht die Stadt jedes Jahr Millionen Besucher aus aller Welt an, wenn es wieder heißt: Kölle alaaf!

Wie voll mit gut gelaunten Menschen die Straßen in der gesamten Stadt während der Umzüge sind, dürfte jeder schon einmal gesehen haben. Karnevalsmuffel sollten an den Tagen, an denen die Feierlichkeiten ihren Höhepunkt erreichen, die Innenstadt möglichst meiden. Schon die Bahnen, die zum Rosenmontag hin nur grob in Richtung Köln fahren, lassen durchblicken, dass es nun nur noch um eins geht: Feiern, singen und gute Laune.

Konzerte

Die Stadt am Rheinufer ist, wenn es um Musik und insbesondere Livemusik geht, glücklicherweise sehr gut aufgestellt. Als eine der großen Stationen für international tourende Musiker und Bands in Europa kommt Köln regelmäßig in den Genuss von Megastars.

Achtung: Große Konzerte in Veranstaltungsorten wie der Lanxess-Arena sind nicht selten schon Wochen vor dem jeweiligen Termin ausverkauft – wer einen Besuch plant, sollte sich also je nach Art des Konzerts rechtzeitig darum kümmern.

Aber auch in anderen Hallen wie dem Tanzbrunnen oder dem Palladium sind regelmäßig weltbekannte Künstler zu sehen. Alternativ gibt es viele Open-Air-Konzerte, die in den warmen Monaten vor die Bühne locken – wie etwa dem Gamescom City Festival, das jedes Jahr in der Innenstadt auf mehreren Bühnen die Stadt zum Kochen bringt.

Auch das c/o pop Festival, das für fünf Tage mit bekannten Musikern aus allen Genres die Besucher begeistert, ist einen Blick wert – im nächsten Jahr findet es, im Gegensatz zu den meisten Musikfestivals übrigens schon am 22. bis zum 26. April statt.