Sie veröffentlichen jeden Tag eine Karikatur. Wird Kunst da nicht Routine?
„Danke, dass Sie ,Kunst‘ sagen! Ich selbst sehe mich gar nicht so als Künstler, eher als Dienstleister, denn ich arbeite mindestens zur Hälfte im Auftrag. Und Routine ist in jedem Fall nicht schlecht, ich zum Beispiel brauche sie bei der täglichen Arbeit, um überhaupt zu etwas zu kommen. Mich erwartet jeden Morgen das berühmte ,weiße Blatt Papier‘ und mit dem Biest werde ich nur mit einer gewissen kaltblütigen Routine fertig.“
Gab es mal etwas, dass Sie nicht karikieren konnten?
„Das gibt’s ganz oft. Manche Themen, Außenpolitik zum Beispiel, sind einfach nicht meine Themen. Das habe ich erkannt und lasse die Finger davon.“
Was wäre Beck geworden,wenn er nicht den Ruf des Bleistifts gehört hätte?
„Gute Frage. Eigentlich wollte ich Architekt werden und finde diesen Beruf nach wie vor ganz spannend, zumindest was die Entwurfsarbeit betrifft. Zum Ausgleich entwerfe ich für mein ,Witzpersonal‘ immer ordentliche Interieurs.“