Du polarisierst, seit du mit deiner Hausratte auf der Schulter zum Casting gegangen bist. „Die Skandalnudel“ – ein Image, das dir gefällt?
Zugegebenermaßen falle ich gern auf, allerdings nicht durch meine Vergangenheit. Es nervt, sich immer rechtfertigen zu müssen.

Gab es eine Schlagzeile, die dich besonders getroffen hat?
Die Berichte um meine Strip-Vergangenheit haben nicht nur mich getroffen, sondern auch meine Familie. Das war hart. Ansonsten verfolge ich die Medienberichte aber sehr gern.

Meinst du, dass der Skandal um deine Arbeit in einem Chemnitzer Stripclub eher förderlich oder hinderlich war?
Solche Skandale sind doch für keinen Menschen förderlich. Man wird von vornherein in eine Schublade gesteckt.

Von dir stammt der Satz: „Jedes Mädchen, das sagt, es sei nicht irgendwie mediengeil, das lügt!“ Wo liegen deine Grenzen?
Dieser Satz wurde komplett falsch verstanden! Ich meinte damit, dass die Mädchen sich auch bei einer normalen Model-Agentur statt im TV hätten bewerben können. Ich habe klare Grenzen und würde mich nie verbiegen. Das A und O ist, sich selbst treu zu bleiben.

Zum Thema Fanpost hast du gemeint, dass du dich manchmal wie ein Star fühlst… Wer holt dich auf den Boden zurück?
Das habe ich gesagt, weil ich nie damit gerechnet hätte, jemals Fanpost zu bekommen. Mich braucht niemand auf den Boden zu holen, ich werde immer wissen, wo ich herkomme.

Du bist mit sechs Jahren aus ärmlichen polnischen Verhältnissen nach Deutschland gekommen. Inwiefern hat dich das charakterlich geformt?
Ich bin dankbar für meine Herkunft, weil ich dadurch gewisse Dinge einfach mehr zu schätzen weiß. Ich finde das kleine Wort „Danke“ schöner als irgendein Geschenk.

Normalerweise hört man von Eltern immer: Kind, mach doch was Vernünftiges. Was hält deine Mutter von deiner Teilnahme?
Meine Mama fand es bis zu dem Punkt, als sich die Presse wegen meiner Vergangenheit auf mich gestürzt hat, super. Aber sie steht trotzdem immer hinter mir.

Hättest du damit gerechnet, dass du soweit kommst?
Niemals, damit hat wohl niemand gerechnet. Ich glaube das bis heute nicht. Meine Familie ist super stolz und meine Freunde lieben es, mit mir in die Leipziger Innenstadt zu gehen, weil ich so oft angesprochen werde.

Du hast unter Wasser geshootet und bist aus brennenden Häusern gesprungen – bist du auch privat ein Mensch, der das Risiko sucht?
Bei Langeweile komme ich gern mal auf dumme Gedanken. Ich liebe es, wenn Adrenalin durch meinen Körper strömt. Jeder Shoot war aufregend – weil Heidi Klum neben dir steht und du ihr beweisen möchtest, dass du es nicht ohne Grund soweit geschafft hast.

Was ist die wesentlichste Veränderung in deinem Leben seit GNTM?
Ich bin selbstsicherer und irgendwie entspannter geworden. Außerdem habe ich gelernt geduldig zu sein.

Du bist mit GNTM viel herumgekommen – welches Fleckchen Erde hat dich besonders beeindruckt?
Ich habe mich in Mexiko verliebt. Aber genauso sehr liebe ich mein Leipzig und werde der Stadt immer treu bleiben.