Wie fühlte sich für dich im Stadion das Pokal-Aus von RB Leipzig an?
Die letzten 30 Minuten habe ich nur gestanden. Es ist sehr, sehr schade, dass die Jungs nicht weitergekommen sind, obwohl sie die bessere Mannschaft waren. Sie haben aber eine hervorragende Werbung für den Leipziger Fußball abgeliefert.

Was war deine letzte Durchsage als Stadionsprecher an dem Abend?
Vorher, nachher und während der Halbzeitpause mache ich ja ein Entertainment-Programm, das auf der Großbildleinwand übertragen wird. Kurz nach dem Spiel habe ich unseren Kapitän Daniel Frahn interviewt – schade, dass er kein Tor geschossen hatte.

Wird Leipzig bald wieder Bundesligastadt sein?
Der Plan geht eindeutig in die Richtung. Ob und wann es klappt, kann aber niemand voraussehen. RB ist eine starke Mannschaft, die aber auch hart arbeiten muss und nichts geschenkt bekommt. Jede Mannschaft, die hierherkommt, denkt: Die will ich unbedingt schlagen – ein bisschen wie bei den Bayern.

„Riskier dein Bier“ läuft im Dezember zum vierten Mal in der MB. Davor lief die Show sechs Jahre lang in Ilses Erika. Was hat sich dadurch verändert?

Vor allem, dass endlich alle, die kommen, auch etwas sehen können. Allein dadurch haben wir jetzt eine ganz andere Ruhe. Vorher hat immer die Hälfte geredet, weil sie nichts sehen konnte.

Wurdest du zum Showmann geboren?
Du musst das Moderatorenblut mitbringen, musst es wollen. Aber natürlich macht Erfahrung auch sehr viel aus. Und: das Publikum. Wenn das nicht auf deiner Seite ist, dein Humor nicht ankommt, klappt es nicht. Ich hatte einmal so einen Abend. Das war aber in einer anderen Stadt.

Erinnerst du dich an ein ganz besonderes Ereignis während einer Show?
Es gab viel Außergewöhnliches, aber als meine treusten Fans mir zur 50. „Riskier dein Bier“-Show einen Riesenkuchen gebacken haben, da war ich wirklich gerührt. Ich hatte auch schon viele verrückte Gäste – aber darüber zu reden, würde den Rahmen hier wohl sprengen. Mal sehen, vielleicht schreibe ich mal in meinen Memoiren darüber.

Fragst du dich manchmal: Was mache ich hier überhaupt?
Selten. Zugegeben, es fühlt sich manchmal schon komisch an, wenn ich auf einem Formular bei „Beruf“ Quizmaster hinschreiben muss, aber das sind nur vereinzelte Momente. Es macht mir viel Spaß, was ich mache und es ist absolut gut so, wie es läuft.

Deine weiteren Pläne…
Das Bestehende mache ich auf jeden Fall so weiter. Aber mein Motto ist: Gerade, wenn es gut läuft, sollte man schon mal sehen, was als nächstes noch „gehen“ könnte. Ich habe einige Ideen. Davon ist aber noch nichts spruchreif.

Wirst du von Fans auf der Straße angesprochen?
Seit ich regelmäßig im TV laufe, passiert das schon mal. Anfangs habe ich es wirklich unterschätzt, wie viele Leute doch Leipzig Fernsehen sehen.

Natürlich interessiert uns, warum es mit dir als Nachfolger von Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass…?“ nichts geworden ist…

Wie, ist das etwa schon durch…? – Ich verstehe auch nicht, warum die Jungs sich nicht bei mir melden, ich denke aber, dass sie das noch tun werden…