Wenn sie hören, dass ihre Tochter Musikerin werden möchte, sagen die meisten Eltern: „Werd‘ doch was Vernünftiges!“…
Meine Eltern haben mich immer unterstützt und mir den Rücken freigehalten, weil sie Potenzial gesehen haben.

Nervt es gelegentlich, dass deine Eltern den gleichen Beruf haben?
Vorwiegend bringt es Vorteile, denn so können wir ab und zu fachsimpeln. Natürlich gibt es auch mal Kritik, aber die hat mich bis jetzt immer vorangebracht.

Deine Vorbilder sind Beyoncé oder Stevie Wonder. Inwieweit hat die Musik deines Vaters dich geprägt?
Er hat mich zu Stevie Wonder gebracht. Danach wollte ich nichts anderes mehr hören. Ich liebe aber jede Art von Musik. Natürlich stehen auch mehrere „Karussell“-Alben meines Vaters in meinem Regal.

Welche Musik würde trotzdem nie auf deinem MP3-Player laufen?
Ich steh‘ nicht auf Schlager und Techno.

Du machst Musik, seit du fünf bist, hast dich kontinuierlich hochgearbeitet – warum dann doch die Teilnahme an einer Castingshow?
Ich wollte endlich vor einem Millionen-Publikum zeigen, was ich kann.

Was unterscheidet „The Voice Of Germany“ von anderen Shows?
Es geht um Musik und um Stimme, nicht um Geschichten, die die Welt bewegen.

Wie geht es nach der Show mit deinem Musik-Studium in Leipzig weiter?

Mein Studium habe ich kurz unterbrochen, ich werde es aber in jedem Fall beenden – mir fehlt ja nur noch ein Semester.

Wirst du der Stadt auch weiterhin treu bleiben?
Auf jeden Fall. Leipzig ist nicht zu groß, nicht so anonym wie beispielsweise Berlin und legt gerade eine bemerkenswerte Entwicklung hin.

Inwieweit hat dich Leipzig geprägt?
Enorm. Ich habe zwölf Jahre lang klassisches Klavier gespielt und bin auf die Thomasschule gegangen. Oper und Gewandhaus bieten tolle Möglichkeiten, um sich musikalisch inspirieren zu lassen – dort findet man mich oft.

Wirst du in der Hainstraße beim Shoppen erkannt und gab es auch schon unangenehme Fan-Erlebnisse?
Seit den Live-Shows bin ich permanent in Berlin gewesen. Ich habe schon oft Fans getroffen und Autogramme geschrieben. Dafür mache ich Musik! Unangenehme Momente habe ich noch nicht erlebt.

Was war die wertvollste Erfahrung, die du aus der Sendung mitnehmen konntest?
An mich selbst zu glauben!

Viele Teilnehmer von Musik-Castingshows sind kurz darauf wieder in der Versenkung verschwunden – wie sorgst du dafür sorgen, dass es in deinem Fall nicht so ist?
Auch wenn ich nicht gewonnen habe, werde ich die Erfahrung aus der Show mitnehmen. Musikalisch hat sich einiges für mich getan und ich werde einfach so weiter machen.

Du bist nun wieder in Leipzig angekommen, was kommt als nächstes?

Ich werde mir nach meinem Ausscheiden nun eine Auszeit nehmen und intensiv am Songwriting arbeiten.