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Leipziger Ballett Premiere “Soto/Scholz/Schröder”

Ein beeindruckendes Meisterwerk aus 150 Jahren Musikgeschichte feiert am 14. Mai Premiere in Leipzig

Es blieb bei dem Titel, der für die Proben verwendet wurde – hinter “Soto/Scholz/Schröer”stecken jedoch musikalisch und tänzerisch beeindruckende Meisterwerke. Die lang geplante Premiere kombiniert drei choreographische Kreationen: “Uneven” von dem vielfach ausgezeichneten katalanischen Choreografen Cayetano Soto, die Choreografie der Legende Uwe Scholz zur zweiten Symphonie von Robert Schumann, und eine Uraufführung des Leipziger Balletts von ihrem aktuellen Direktor und Chefchoreografen Mario Schröder zu Aaron Coplands Klarinettenkonzert. Es spielt das Gewandhausorchester, Matthias Foremny wird dirigieren.

Ein Proben Moment der Tänzer:innen des Leipziger Balletts aus der zweiten Symphonie von Uwe Scholz

Eine musikalisch und tänzerische Geschichte großer Persönlichkeiten

Mit seinen großen sinfonischen Balletten hat der Choreograf Uwe Scholz Geschichte geschrieben. Ob Beethovens 7. Sinfonie, ob Haydns “Schöpfung” oder Mozarts “Große Messe”, stets erwies er sich als kongenialer Katalysator musikalischer Strukturen und emotionaler Zustände in tänzerisch bewegte Bilder. In der “Zweiten Symphonie”, die im Jahre 1846 von Felix Mendelssohn Bartholdy am Gewandhaus Leipzig uraufgeführt wurde, begegnen sich mit Robert Schumann und Uwe Scholz zwei hochgradig sensible Künstlerpersönlichkeiten.

Ein Stück Musikgeschichte 

Etwa hundert Jahre nach Schumanns Sinfonie entstand Aaron Coplands Klarinettenkonzert, das die musikalische Grundlage für eine choreografische Uraufführung von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder bildet. Copland, ein enger Freund Leonard Bernsteins, wurde lange Zeit mit dem Etikett des Folklore Komponisten belegt. Das von Benny Goodman 1950 uraufgeführte, technisch höchst anspruchsvolle Klarinettenkonzert ist heute eines der beliebtesten und meistgespielten seines Genres.

Der vielfach ausgezeichnete katalanische Choreograf Cayetano Soto, dessen Stücke unter anderem vom Stuttgarter Ballett, vom Ballett Zürich und vom Nederlands Dans Theatre aufgeführt wurden, setzt einen bewussten Kontrapunkt zu den musikalischen Großformen des Abends und schlägt mit seiner Choreografie »Uneven« den Bogen zur Musik der Gegenwart.

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