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Sport in Leipzig und der DDR – früher und heute

Die DDR ist Geschichte, hat für viele Menschen in den neuen Bundesländern aber einige Veränderungen mit sich gebracht. In einigen Lebensbereichen waren diese Änderungen positiv, in anderen Bereichen dagegen eher weniger. Zu den besonders einprägsamen Beispielen gehört der Job oder auch die Lebensqualität. Auch im Sport war die Wiedervereinigung ein Moment, indem sich vieles verändert hat. Dies gilt auch für Leipzig, zumal die Stadt schon länger mit sportlichen Erfolgen auftrumpfen konnte. PRINZ erklärt welche Änderungen seitdem genau eingetreten sind und worauf sich die Leipziger im Sportbereich heute besonders freuen können.

Sportlerdenkmal auf dem Leipziger Sportforum

Trotz aller Veränderung: Sportlich ist Leipzig mit anderen westlichen Metropolen auf Augenhöhe. Gerade seit dem Aufstieg von RB Leipzig konnte eine ganz neue Stimmung in Sachen Fußball entfacht werden. Schließlich gehört das Team nicht umsonst bereits zum erweiterten Favoritenkreis auf die Deutsche Meisterschaft. Beim Sport aber alles auf das runde Leder zusammen zu kürzen, wäre auf jeden Fall ein Fehler. Es gibt zusätzlich viele andere Sportarten, in denen die neue Generation Sportler immer noch von jenen Grundlagen profitiert, welche in der DDR gelegt wurden. Beste Beispiele sind das Rudern, Handball, der Bahnradsport und auch das Rugby. Und genau hier wird deutlich, welche große Rolle Sport – wenn auch unter anderen Vorzeichen – in Leipzig spielt und gespielt hat.

Erfolgreiche Spitzensportler aus Leipzig zu Zeiten der DDR

Sportförderung hatte in der DDR eine große Rolle gespielt – aufgrund politischer Motive. Trotz der Motive brachte dies auch in Leipzig einige Spitzensportler hervor:

  • Stefan Kretzschmar: Handball-Fans muss der gebürtige Leipziger Stefan Kretzschmar sicherlich nicht vorgestellt werden. Er hat 218 Spiele in der Nationalmannschaft absolviert und gewann im Jahr 2004 bei den olympischen Spielen die Silbermedaille.
  • Kristin Otto: Kristin Otto ist eine äußerst erfolgreiche Schwimmerin, die 1988 in Seoul noch für DDR 6 Goldmedaillen errang. Heute ist Kristin Otto vor allem Sportmoderatorin bekannt. 

Diese beiden Beispiele stehen stellvertretend für alle Sportler, die auch nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung im bundesdeutschen Sport Fuß gefasst haben. Und es sind nicht nur Belege für die persönlichen Erfolge. Vielmehr zeigen die Sportler deutlich, wie erfolgreich gerade auch in Leipzig gearbeitet wurde. 

Sportliche Erfolge der DDR-Vergangenheit: Top Ergebnisse in vielen Bereichen

Im Vergleich mit anderen Ländern legte die Staatsführung in der DDR besonderes Augenmerk auf die Sportförderung. Der Staat wollte zeigen, dass nicht nur dessen System, sondern auch die Sportler besser waren. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, lenkten die Staatsführung und deren Gremien den Sport und dessen Förderung zentral.

Der Deutsche Sportausschuss wurde bereits mit einem Beschluss aus dem Jahr 1948 gegründet. In der Folge begann sich die DDR auf einzelne Sportarten zu fokussieren, in denen Spitzenziele erreicht werden sollten. Darunter befanden sich unter anderem:

  • Leichtathletik
  • Schwimmen
  • Boxen
  • Fußball und
  • Radsport.

Später wurden DDR Athleten auch im Wintersport – unter anderem im Eiskanal und auf der Loipe – recht erfolgreich. Ob nun Schwimmer, Leichtathleten oder auch Radsportler: Leipzig war auch hier immer dabei.

Fußball: DDR versus DFB-Auswahl

Gerade im Fußball hat die Entwicklung zu einigen legendären Spielen geführt. Unvergessen ist Fans sicher die Begegnung zwischen der Mannschaft des Deutschen Fußball-Verbandes und der DFB-Auswahl im Jahr 1974. Im Hamburger Volksparkstadion „lupfte“ der DDR Spieler Jürgen Sparwasser den Ball hinter die Torlinie der DFB-Mannschaft. Leider standen in diesem Spiel keine Spieler von Leipziger Vereinen auf dem Platz.

1976 feierte die Auswahl der DDR sogar den Sieg im olympischen Endspiel. Fußball war aber nicht nur in Zeiten der Olympischen Spiele oder während der WM eine wichtige Bühne für den DDR Sport.

Was heute die Champions League für die Top-Mannschaften der Bundesliga ist, war früher der Europapokal der Landesmeister. Und auch hier standen sich Mannschaften aus dem Ostblock, zu dem die DDR gehörte, den Teams aus der BRD oder England gegenüber. Aber anders als die Entwicklung in der BRD, wo Vereine weiterexistierten, erlebte der DDR Fußball nach Kriegsende erhebliche Veränderungen – auch durch die Einbindung der Fußballer in Betriebssportgruppen.

In einem Punkt ähnelten sich DDR und BRD dann aber doch. Es gab neben dem Liga-Betrieb auch einen Pokal. In der BRD wurde um den DFB Pokal, in der DDR um den FDGB Pokal gespielt. Bekannte Vereine der DDR, die auch heute noch im Ligabetrieb aktiv auftreten, sind:

  • SG Dynamo Dresden
  • FC Rot-Weiß Erfurt
  • Hansa Rostock
  • FC Carl Zeiss Jena

Doch im Fußball waren die Ostvereine und insbesondere die Leipziger Fußballclubs schon davor sehr erfolgreich. 

So hat der VfB Leipzig im Jahr 1902/1903 beispielsweise die erste deutsche Fußballmeisterschaft überhaupt gewonnen. Auch im Vorgänger des DFB-Pokals, dem sogenannten Tschammerpokal konnte der VfB Leipzig bereits 1936 gewinnen. Die Leipziger besiegten damals Schalke mit 2:1.

Übrigens: Leipzig ist auch der Gründungsort des DFB. Im Jahr 1900 wurde die Gründung im Restaurant „Zum Mariengarten“ in der Karlstraße vorgenommen – ein Schritt, der rumreiche Folgen haben sollte. 

Leichtathletik: Einige Rekorde stehen noch

Eine zweite für die DDR sehr wichtige Sportart war Leichtathletik. Der Name Heike Drechsler ist hier nur ein Beispiel für erfolgreiche Athleten. International waren die Sportler aus der DDR so stark, dass einige Rekorde noch Jahre nach dem Mauerfall Bestand hatten. Und einige Bestmarken gibt es heute noch.

  1. Speerwerfer Uwe Hohn

Der Athlet stellte seinen Rekord im Juli 1984 auf – im Jahnstadion Berlin. Mit einer Marke von über 104 Metern warf Hohn den Speer soweit, dass es nicht nur für einen (auch aktuelle noch bestehenden) Weltrekord reichte. Niemand hatte bis dahin damit gerechnet, dass ein Speerwerfer den Rand des Rasens erreichen konnte. Der Weltrekord zog deshalb eine Veränderung des Reglements nach sich.

  • Staffelrekord über 400 Meter

Fast drei Dekaden lang war die DDR – obwohl sie schon lange nicht existierte – Weltrekordhalter über die 4 x 100 Meter-Staffel. Aufgestellt wurde der Rekord im Jahr 1985. Die Athletinnen Silke Gladisch, Sabine Günther, Ingrid Auerswald und Marlies Göhr liefen in Australien der Konkurrenz davon. Erst bei den Olympischen Spielen 2012 in London sollte eine Staffel aus Leichtathletinnen schneller laufen.

  • 80 Meter Rekord bei den Frauen

Mit dieser Weite hält eine Frau aus der DDR den Weltrekord beim Speerwurf – allerdings nach dem alten Reglement. Petra Felke schaffte die 80 Meter im Jahr 1988. Durch die Einführung eines neuen Speers gilt heute die Weite von 72,28 Metern als amtierenden Rekord.

  • Jürgen Schult schafft 74,08 Meter

Viele TV Zuschauer kennen Robert Harting aus der Sportberichterstattung vergangener Jahre. Für den Olympiasieg 2012 reichten dem Diskuswerfer rund 68 Meter. Um den Weltrekord aus der DDR zu knacken, hätte Robert Harting den Diskus noch etwa sechs Meter weiter werfen müssen. Da liegt nämlich der Weltrekord von Jürgen Schult.

Bobsport: DDR auf Goldkurs

Wolfgang Hoppe – heute als Trainer bekannt, war der Bobsportler selbst auch aktiver Athlet. Und konnte verschiedene Medaille einfahren. Darunter waren auch Olympisches Gold sowie die Silbermedaille im Zweierbob. Nicht minder erfolgreich war der Sportler im Viererbob. Hier umfasst dessen Medaillensammlung Trophäen vier verschiedener Olympischer Spiele.

Zwei davon – Olympia 1992 und Olympia 1994 – bestritt Wolfgang Hoppe für die BRD. Damit ist der Sportler eindrucksvolles Beispiel dafür, wie gewissenhaft DDR Sportler im Eiskanal an ihren Fähigkeiten und dem Material feilten. Unterstützung kam von der DDR Führung durch den Bau von Trainingszentren und Eisbahnen – wie jener im sächsischen Altenberg.

DDR Sportler waren in noch vielen anderen Sportarten erfolgreich und gehörten hier zur Weltspitze. Ein Teil des Erfolgs ist dem Nachwuchs zu verdanken, welcher im Zuge der Frühförderung gezielt schon in den Kindergärten und unteren Schulklassen unterstützt wurde. Eine Tatsache, welche exemplarisch für die Sportförderung der DDR steht.

In Wintersportarten wie dem Bobfahren sind Sportler aus den neuen Bundesländern nach wie vor sehr erfolgreich.

Sportförderung in der DDR: Ein wichtiges politisches Projekt

Der Weltrekord im 100 Meter Lauf liegt aktuell bei 9,58 Sekunden und wird von Usain Bolt gehalten. 1988 lief Carl Lewis noch 9,92 Sekunden. Und 1932 lag der Rekord bei 10,64 Sekunden. Aktuelle Weltrekorde sind die Arbeit von Jahren – teils sogar Jahrzehnten. Und viele Sportler kommen gar nicht in die Nähe der Weltrekordzeiten. Oft ist es einfach eine Kombination aus:

  • Training
  • Tagesform
  • Veranlagung

die entscheidet. Sportliche Erfolge fallen niemandem in den Schoß. Ohne das Training und die richtige Förderung erreicht kein Sportler Höchstleistungen. Bei der Sportförderung in der DDR ging es weniger darum, Sportlern einen Gefallen zu tun. Die Erfolge waren in den Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall der Mauer ein Mittel, um den gegenüberstehenden Block – sprich den Verbund der NATO-Staaten – mit friedlichen Mitteln auszustechen.

Um dieses Ziel zu erreichen, musste die DDR nicht nur Sportler trainieren. Es ging auch darum, Athleten mit den entsprechenden Veranlagungen zu finden. Hintergrund: Für verschiedene Sportarten ist die Körpergeometrie entscheidend. So spielt das Verhältnis aus: 

  • Körpergröße
  • Gesamtbeinlänge
  • Unter- und Oberschenkel

eine nicht unwesentliche Rolle beim Radfahren – speziell bei der Übertragung der Kraft. Sportförderung wurde aus diesem Grund von der DDR bereits sehr früh betrieben. 

An vielen Schulen waren Sportgruppen etabliert. Zudem wurden rund um die verschiedenen Leistungszentren Trainingsgruppen in der Peripherie etabliert, um auch die Jüngsten früh in die Sportentwicklung einzubinden.

DDR setzte auf Sportinternate

Um die sportliche Förderung von Kindern und Jugendlichen gewährleisten zu können, gleichzeitig aber auch deren Ausbildung zu managen, entstanden in der DDR verschiedene Kinder- und Jugendsportschulen. Diese KSJ folgten einem klaren Konzept. Anfangs ging es um einen erweiterten Sportunterricht, später stand die Förderung der sportlichen Leistung ganz klar im Vordergrund. 

Diese Änderung wurde in den frühen 1960er Jahren vollzogen. Insgesamt verfügte die DDR über mehrere Dutzende solcher Einrichtungen. Diese wurden im Verlauf der Jahre an Sportclubs angeschlossen. Das Ziel: Durch deren Betreuung sollte die sportliche Betreuung sehr viel zielgerichteter erfolgen. Unter anderem standen dabei Sportarten wie:

  • Fußball
  • Boxen
  • Fechten
  • Turnen
  • Handball

im Mittelpunkt. Die Schulen waren auch darauf ausgelegt, Kinder und Jugendliche in Internaten unterzubringen.

Ab den 1970er Jahren nahm die sportliche Förderung zunehmend mehr Raum ein. Um die hohen Ziele verwirklichen zu können, wurden Klassen unter anderem sportartenspezifisch zusammengesetzt und unterrichtet. Zunehmend trat auch die schulische Ausbildung gegenüber dem Training in den Hintergrund.

Sportförderung und Doping

Staatlich gelenkte Sportförderung war eine Seite der Medaille. Die DDR maß den sportlichen Erfolgen eine so große Bedeutung bei, dass auch zu leistungssteigernden Substanzen – Doping – gegriffen wurde. Ab 1974 wurde das Thema staatlich zentralisiert verfolgt und betraf nicht nur erwachsene Athleten.

Historische Analysen gehen davon aus, dass Dopingpräparate bereits Minderjährigen verabreicht wurden. Zahlen hierzu basieren auf Schätzungen, gehen aber in die zehntausende. Betroffene Dopingopfer haben mitunter eine deutlich verringerte Lebenserwartung. Zudem sind psychische Schäden bei Betroffenen dokumentiert. Hier gibt es inzwischen die Möglichkeit einer Entschädigung. Leider spielt hier auch Leipzig eine traurige Rolle: Die Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK) in Leipzig galt als eine der Hochburgen des Dopingregimes.

Verschiedene Leichtathletikdisziplinen standen bei der Sportförderung auch ganz oben. 

Sportlicher Wandel nach der Wende: Sport in der Krise 

Mit dem Fall der Mauer und dem Ende der DDR fiel auch das etablierte System der Sportförderung weg. Vereine und Sportler fanden sich mit einem in einem völlig veränderten Umfeld wieder. Während einige Sportler gut mit der Anpassung zurechtkamen – durch Verträge etwa mit Klubs und Vereinen aus den alten Bundesländern – traf es viele Vereine deutlich härter.

Das beste Beispiel ist die Entwicklung im ostdeutschen Fußball. Hier hat aus Leipzig der 1. FC Lokomotive Leipzig erstklassig gespielt. Neben vielen weiteren Clubs war auch Lok Leipzig in der DDR Oberliga vertreten. Mit der Wiedervereinigung begann der sportliche Abstieg. Der Grund: In der DDR trugen sich die Vereine nicht selbst, mit der Wiedervereinigung veränderte sich die Situation.

Andererseits lockten die Klubs der Bundesliga mit hohen Gehältern, viele Spieler wanderten ab. Namen wie Matthias Sammer oder Ulf Kirsten waren in den alten Bundesländern erfolgreich. Heute kicken viele der damals hervorragenden Mannschaften in der 2. Bundesliga oder 3. Liga. Einige Vereine, wie Lokomotive Leipzig, gibt es inzwischen gar nicht mehr – beziehungsweise spielen unter anderem Namen.

Einzelne Sportler waren sehr erfolgreich

Wie eingangs bereits gezeigt, waren einige Sportler aus der DDR sehr erfolgreich – auch nach der Wende. Dazu gehörten Leichtathleten, die von der DDR Sportförderung profitieren konnten. Aber auch viele Spitzensportler im Biathlon oder dem Bob-Sport und Skispringen haben die Erfahrungen der DDR nutzen können – um für die Bundesrepublik Medaillen zu sammeln. Als Gemeinsamkeit verbindet die Athleten, dass sie sich an Veränderungen in den Rahmenbedingungen anpassen mussten. Nicht jedem Sportler ist dieser Schritt leichtgefallen.

Hansa Rostock konnte sich auch nach der Wende noch lange Zeit in der Bundesliga behaupten. 

Wie sieht es in Bezug auf den Sport heute aus? 

Wie sieht der Sport im Osten und insbesondere in Leipzig 2019 aus? Diese Frage ist eigentlich obsolet. Es gibt nur noch eine deutsche Sportlandschaft. Alte Strukturen, wie sich in den frühen 1990er Jahren bestanden, haben sich aufgelöst. Mittlerweile sind damals junge Athleten, welche den politischen Wechsel erlebt haben, schon lange aus dem aktiven Sport ausgestiegen oder selbst Trainer.

Beim Fußball sind Klubs heute noch viel stärker auf Kapital angewiesen. Einige Vereine haben es inzwischen wieder in die höheren Ligen geschafft. 

RB Leipzig als neuer Leuchtturm am Sporthimmel

Eine Besonderheit ist RB Leipzig. Der Bundesligist spielt erstklassig – allerdings nicht komplett ohne umstrittene Schützenhilfe. Für Leipzig und den Fußball ist das Auflaufen einer ostdeutschen Mannschaft jedoch kein Fehler und die Fans freuen sich über die Erfolge. 2009 gegründet, spielt der Verein seit der Saison 2016/2017 in der Bundesliga und konnte sich dort seitdem stets unter den besten 6 Mannschaften platzieren. Die Finalteilnahme beim diesjährigen DFB-Pokal war zudem eine weitere Krönung der bisherigen Leistungen.

Darüber hinaus setzt der Club darauf, junge Spieler weiterzuentwickeln. Gute Beispiele sind hier:

  • Timo Werner
  • Lukas Klostermann
  • Yussuf Poulsen

Es bleibt abzuwarten, wann der Club erstmals national (Deutsche Meisterschaft oder DFB-Pokal) oder international (Champions League) einen der ganz großen Erfolge feiern wird. 

HC Leipzig: Aufstieg und Fall eines Handball-Juwels

1999 wurde aus der Frauenhandball-Abteilung des VFB Leipzig der HC Leipzig gegründet – ein reiner Frauen-Handball-Verein. Damit setzte sich eine Erfolgsgeschichte fort, die zu insgesamt 21 Deutschen Meisterschaften im Frauen-Handball führte. 15 Titel waren noch aus DDR-Zeiten, jedoch kamen auch für den HC Leipzig noch 6 gesamtdeutsche Meisterschaften hinzu. Die Erfolgsgeschichte hätte durchaus weitergehen können, wenn der Verein nicht in der Saison 2016/2017 aus finanziellen Gründen keine Lizenz ehr bekam und der Zwangsabstieg in die dritte Liga anstand.

Fazit: Sport in Leipzig und im Osten – eine bewegende Sache

Die DDR ist seit inzwischen fast dreißig Jahren Geschichte. Trotzdem steht sie immer noch in den Annalen der Sportgeschichte. Teils aufgrund spektakulärer Erfolge, teils, weil alte Rekorde immer noch existieren. Die DDR war – im Vergleich mit anderen Ländern – beim Sport sehr erfolgreich und hat viele Medaillen gewonnen. 

Dies gilt natürlich auch für Leipzig. Viele Athleten aus der Messestadt begeistern auch heute noch die Fans. Darüber hinaus gibt es mit dem RB Leipzig zudem wieder einen Fußballclub, der in der Bundesliga ganz oben mitspielen kann. Für die Fans einer Stadt, die als Geburtsstätte des DFB gilt, ist dies natürlich ein besonderer Grund zur Freude.