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Hotspot Leipzig: „KULTURELLE ÖKOLOGIEN“


„KULTURELLE ÖKOLOGIEN“ – Programm 3 der Klasse Expanded Cinema, HGB Leipzig

Das Programm KULTURELLE ÖKOLOGIEN beschäftigt sich mit künstlerischer Forschung und
Intervention in kulturellen Praktiken, Sprache und Warentausch.

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Das Programm beinhaltet folgende Filme:

HOW TO MEASURE THE QUALITY OF LIFE AFTER A REVOLUTION | (O.5)
Jonas Roßmeißl, 2018, Videoarbeit, 2:27 min

Die neue globale Gig-Ökonomie und ihre weiteren digital gestützten postfordistischen Pendants
versprechen eine „Revolution“ der Arbeitsbedingungen hin zu horizontalen egalitären Strukturen und eine Emanzipation des Arbeiter*innenselbst. Inwieweit können sie dieses Versprechen trotz der Legalität des Kapitals einlösen? Negieren sie die fortschreitende Reproduktion der globalen ökonomischen Hegemonie, die vom Kolonialismus und seinen Machtstrukturen ausgeht?
Entlang dieser Fragen untersucht die Videoarbeit HOW TO MEASURE THE QUALITY OF LIFE
AFTER A REVOLUTION | (O.5) mit der umstrittenen Methode der Mimesis diese neuen Produktionsmittel einer global vernetzten Wohltätigkeits- und Unterhaltungsindustrie. [Alle Protagonist*innen sind mit der Darstellung ihrer Person einverstanden.]

LO-FI-LO
Andrea Saltyte, 2019, 3:00 min

Das so genannte „Sprachengesetz“ in der Ukraine steht zur Verabschiedung an. Das Gesetz ist nicht sehr sensibel für die verschiedenen sozialen Umweltschichten und Minderheiten des Landes. Es fehlen die Laute der Abgeordnetenkörper. Die offizielle Diskussion über das Sprachengesetz, die über Lautsprecher übertragen wird, deckt alle anderen Geräusche der Umgebung, die im Parlamentsaal erzeugt werden, ab. Das Video löscht auch diese einzig hörbare Diskussion aus. Stattdessen konzentriert es sich auf Details und produziert selektiv eine Lo-Fi-Synchronisation der Bewegungen einiger Abgeordneter.

MORI
Su Yu Hsin, 2018, dreikanalige Videoinstallation, 27:23 min, OmU

Taiwan National Culture and Arts Foundation Produktionsstipendium für visuelle Kunst 2018
MORI ist eine dreikanalige Videoinstallation, die Su Yu Hsin in Zusammenarbeit mit Yun Fang Tseng und Rain Wu realisiert hat. Der japanische Anthropologe Mr. Kuramoto erwähnte, dass man in Japan drei Worte benutzt, um die Naturverehrung zu kategorisieren: „Morisama“. Denn diese drei Wörter „守 (schützen), 森 (Wald), 杜 (Geist)“ haben die gleiche Aussprache. Ausgehend von der Bedeutung der einzelnen Kategorien untersucht der Künstler die
zeitgenössischen Erzählungen in der Landschaft von Akiyoshida und erfährt von brennenden Bergritualen, heiligen Bäumen und Wäldern. Wie werden unsere Beziehungen zur Natur durch Erzählungen für die jüngere Generation gestaltet?


Termin

Mittwoch, 05.05.2021

Beginn

10:00 Uhr

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