Ein kleiner Wegweiser zu den besten Badeplätzen in und um Magdeburg

Auf geht’s an den See!

Der Sommer kommt! Im Gepäck hat er Sonne extrem, Hitze pur und Bräune satt. Nach dem heissen Auftakt im April steht dem Start in die Gute-Laune-Jahreszeit nichts mehr im Wege. Endlich wieder raus aus Pullover, Jacke und langer Hose und rein in Badehose und Bikini. Was könnte es schöneres geben als einen Nachmittag am Badesee oder im Freibad? Zum Glück hat der Badelustige in Magdeburg und im Umland die Qual der Wahl. Eine Vielzahl von Seen bietet kühles Nass in allen Varianten. Ob gross, ob klein, mit Beachvolleyballfeld oder Kinderrutsche, es findet sich Badespass für jeden Geschmack. Wir haben für Euch eine kleine Übersicht der besten Badeplätze der Umgebung zusammengestellt und verraten den einen oder anderen Geheimtip.
In und um Magdeburg finden sich eine Vielzahl Seen, die verkehrstechnisch gut erschlossen und oftmals auch mit öffentlichem Nahverkehr gut zu erreichen sind. Den grössten Bekanntheitsgrad verzeichnen dabei der Barleber See I und der Neustädter See. Beides sind offizielle Strandbäder, die in diesem Jahr vom 17. Mai bis zum 31. August unter Aufsicht stehen und mit Rettungsschwimmern besetzt sind. Im Rahmen der täglichen Öffnungszeiten ist hier für die Sicherheit der Badegäste gesorgt. Die Strandbäder sind in der Regel täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, nur bei schlechtem bzw. hochsommerlichem Wetter ergeben sich Abweichungen. Bei schlechtem Wetter (um 15 Uhr nur 18 Grad Lufttemperatur) schliessen die Bäder bereits um 17 Uhr. Wenn die Quecksilbersäule jedoch schon mittags um 12 Uhr 28 Grad Lufttemperatur verkündet, steht dem ausgiebigen Bad bis 20 Uhr nichts im Weg.

Barleber Seen

Der Barleber See I, der sich in unmittelbarer Nähe des Wasserstrassenkreuzes befindet, entstand ab 1930 und diente als Sand-Lieferant für den Bau der Autobahn und des Mittellandkanals. Heute ist der Barleber See Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet mit Bootsverleih und autofreiem Campingplatz. Ausgedehnte Sandstrände und weitläufige Liegewiesen laden zum Sonnenbaden und Schwimmen ein. Auf den sieben vorhandenen Beach-Volleyball-Feldern finden sich jederzeit genügend Mitspieler, um die eigene Fitness unter Beweis zu stellen. Nach Spielende lassen sich die geschwundenen Energiereserven im kleinen Strandrestaurant oder an den Imbiss-Kiosken schnell wieder auffüllen.
Es ist übrigens ein offenes Geheimnis, dass sich der Barleber See II ebenfalls hervorragend als Badesee eignet. Wenngleich dort keine Überwachung durch Rettungsschwimmer stattfindet, ist der Zustrom der Badelustigen dort ungebrochen. Besonders viele FKK-Anhänger wissen die Ungestörtheit der lauschigen kleinen Buchten an heissen Sommertagen zu schätzen. Man parkt am besten auf dem Parkplatz am Schiffshebewerk Rothensee und läuft von dort auf dem Weg am See zu den jeweiligen Stränden. Eine kleine Karte mit Tips zur Anfahrt weist den Weg. Leider sind einige Besucher der irrigen Meinung, dass der Strand in regelmässigen Abständen gereinigt wird und sie ihren Abfall einfach liegen lassen können. Es ist sehr bedauerlich, dass sich häufig zum Ende der Badesaison einiger Unrat ansammelt, der das Vergnügen deutlich trüben kann. Dabei ist es nur eine kleine Mühe den eigenen Abfall wieder mitzunehmen und zu Hause ordnungsgemäss zu entsorgen.
Beide Barleber Seen sind mit der Strassenbahnlinie 10 (an der Endhaltestelle „Barleber See“ aussteigen) sowie per Auto sehr gut erreichbar. Sehr zu empfehlen ist, das eigene Fahrrad in der Strassenbahn mitzunehmen. Allerdings ist dies nur zu bestimmten Zeiten möglich, wie die MVB auf ihren Seiten hinweist.

Triathlon am Barleber See, Foto Andreas Klingebiel, pixlux.de

Neustädter See

In unmittelbarer Nähe gelegen ist der Neustädter See. Das Eldorado der Wasserski- und Wakeboard-Fans beheimatet einen ca. 1 km langen Wasserskilift. Seit der Renovierung und Neueröffnung der Wasserski-Anlage im vergangenen Jahr hat sich dort eine Menge getan. So wurde das Ufer-Areal komplett neu gestaltet und eine Skihütte mit grosser Holzterrasse, Biergarten und Grillstation eröffnet, die zur Stärkung nach erfolgreichem Absolvieren des Parcour einladen. Eine Erweiterung hat auch der grosse Sandstrand erfahren, der mit zwei Beach-Volleyball-Plätze komplettiert wurde. Mit der Strassenbahnlinie 9 oder mit PKW ist der Neustädter See gut erreichbar.

Salbker Seen

Am südlichen Ende der Stadt gelegen und ebenfalls leicht zu erreichen ist der Salbker See I, ehemaliges Naherholungszentrum mit grossem Sandstrand in sehr ruhiger Lage. Offiziell ist das Baden verboten, da hier keine Betreuung durch Rettungsschwimmer mehr gewährleistet ist. Dies hält jedoch im Sommer die grosse Zahl der Badegäste keineswegs von einem kühnen Sprung in die Fluten ab. Auch hier gilt jedoch der freundliche Hinweis des Gesundheitsministeriums: Lassen Sie keine Abfälle am Badestrand zurück, nutzen Sie vorhandene Sanitäreinrichtungen und nehmen Sie Ihre Haustiere nur zu den eigens dafür gekennzeichneten Badestränden mit!
Auf dem kleineren Nachbarsee, dem Salbker See II, finden die jährlichen Drachenboot-Rennen der Universität statt. An der Haltestelle „Mariannenstrasse“ der Linie 2 in Richtung Westerhüsen ausgestiegen, ist man nach kurzem Fußweg am See. Alternativ gelangt man mit dem Fahrrad auf dem Elbe-Radweg (westliche Elbseite) nach ca. 25 minütiger Fahrt entlang der Elbe direkt an die Seen.

 

Seen im Magdeburger Umland

Im weiteren Umfeld finden sich nördlich von Magdeburg in Richtung Stendal gelegen der Jersleber See und nordöstlich in Richtung Burg gelegen der Niegripper See. Ebenfalls bei vielen Magdeburgern sehr beliebt und auf jeden Fall die (etwas längere) Anfahrt wert ist das Seengebiet mit den Steinbruchseen um Gommern. Früher wurden in der Umgebung Gommerns in zahlreichen Steinbrüchen Quarzite und Tonschiefer aufgeschlossen. 1963 wurde der letzte dieser Steinbrüche stillgelegt und seitdem allmählich mit Wasser gefüllt. Die fast 30 Seen sind oftmals idyllisch inmitten von Wäldern gelegen und befinden sich im Naherholungsgebiet Plötzky-Pretzien-Dannigkow. Es finden sich darunter wahre Kleinode, die mit teilweise mehr als 20 m Tiefe auch ein beliebtes Ziel von Tauchtouristen sind.
Ein richtiger Geheimtip für romantische abendliche Badeausflüge ist der Königssee. Beschaulich schmiegt sich der Wald an der Uferkante entlang und lässt an verschiedenen Stellen beim unbeschwerten Genuss des Sonnenuntergangs den Badenden Raum und Zeit vergessen.
Zur besseren Orientierung in diesem Seenland kann man sich eine sehr praktische Karte im PDF-Format herunterladen und zu jedem See sehr detaillierte Informationen ansehen. Für einen Wochenendausflug ins Umland empfehlen sich der Ferienpark Plötzky Kleiner Waldsee und die Campingplätze Kolumbus-See und Gisela-Eder-See in Plötzky. Aufgrund der Entfernungen sind diese Bademöglichkeiten nur mit dem Auto oder per Fahrrad erreichbar. An allen Seen ist auch FKK-Baden möglich. Allerdings ist bei einigen dafür ein extra Bereich ausgewiesen.

Alle grösseren Badeseen im Land finden sich auch auf der Übersichtskarte des Landes Sachsen-Anhalt im Internet unter www.badesee-sachsen-anhalt.de. Umfangreiche Informationen zur Wasserqualität sorgen für Durchblick beim Ausflug an den Badesee, da während der Badesaison vom 17. Mai bis 31. August alle verzeichneten Seen regelmässig überwacht werden. Im 14-tägigen Abstand erfolgt eine Kontrolle der Wasserqualität durch die jeweiligen Gesundheitsämter, deren Ergebnisse auf der Website abrufbar sind. Von der Karte kommt man via direktem Link zu den weiterführenden Infos des jeweiligen Sees oder orientiert sich an der tabellarischen Auflistung.

Freibäder in Magdeburg

Wer lieber in DIN-gerechtem Freibadwasser schwimmt, findet als Alternative zu den Badeseen in Magdeburg das Carl-Miller-Bad, das Freibad Süd und das Erich-Rademacher-Bad in Neu-Olvenstedt. Nachdem zu Jahresbeginn bekanntgeworden war, dass die Stadt aus finanziellen Erwägungen die Schliessung der Freibäder erwog, ging ein Aufschrei der Empörung durch die Öffentlichkeit. Nach einigem Hin und Her entschloss man sich zur Öffnung der Freibäder, jedoch wurden auf Beschluss des Stadtrates die Eintrittspreise um durchschnittlich 50 Cent angehoben.

Carl-Miller-Bad

In unmittelbarer Nähe des Hasselbach-Platzes findet sich das in einer Seitenstrasse in Richtung Sudenburg gelegene und von der Strasse aus unscheinbar wirkende Carl-Miller-Bad. Es bietet jedoch eine sehr schöne Liegewiese und ein grosses 20×50 m Schwimmer- sowie ein Nichtschwimmerbecken. Beach-Volleyball-Felder und Tischtennisplatten erweitern das Angebot um eine sportliche Komponente und ein kleiner Kiosk sorgt für die verdiente Stärkung. Die zentrale Stadtlage sorgt für optimale Erreichbarkeit zu Fuss, mit dem Rad und den Strassenbahnlinien 3, 9 und 10.

Freibad Süd

Das Freibad Süd bietet seit einer umfangreichen Sanierung im Jahre 2000 mit Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Planschbecken für jeden Badefreund das geeignete Ambiente. Ein Volleyball-Feld und eine grosse Liegewiese machen das Bad zum begehrten Ziel für Groß und Klein an heissen Tagen.

Erich-Rademacher-Bad, Foto Andreas Klingebiel, pixlux.de

Erich-Rademacher-Bad

Das jüngste Freibad Magdeburgs ist das Erich-Rademacher-Bad. Im Sommer 2002 eröffnet, findet hier jeder erfrischende Abwechslung und Badevergnügen. Ebenfalls mit drei Becken ausgestattet, verspricht es eine gelungene Kombination von Sport und Spaß.

Beim Thema Badespaß nicht zu vergessen sind natürlich die städtischen Schwimmhallen, allerdings haben diese vom 1. Juni bis 31. August 2007 Sommerpause (bis auf die Elbeschwimmhalle, die erst ab 18. Juli bis 30. August in die verdiente Sommerpause geht). Zur Auswahl für den Schwimmfreund stehen die Schwimmhalle in der Grossen Diesdorfer Strasse, die Schwimmhalle Nord und die Schwimmhalle Olvenstedt sowie die Elbe-Schwimmhalle.

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