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Interaktives Riesendisplay ab Dezember im Stadtzentrum

Jeder kennt ihn, keiner mag ihn: den sogenannten „Blauen Bock“. Das unästhetische Gebäude im Stadtzentrum steht seit Mitte der 90er Jahre leer und soll demnächst einem Neubau weichen. Vorher bekommt es jedoch noch seinen letzten grossen Auftritt. In einer spektakulären Aktion wollen die Mitglieder des „Magdeburger Club“ die Fassade in einen riesigen Bildschirm verwandeln, auf dem Filme, Animationen und Bilder gezeigt werden. Nach Aussage von Projekt-Koordinatorin Juliane Pilster entsteht damit „eines der grössten Computer-Displays der Welt“.


Tino Sorge, Juliane Pilster und Sören Herbst (v.l.) präsentieren einen Prototyp des Displays.

Ein erster Testlauf für das aktuelle Projekt „bluebox“ war der im Dezember 2004 im gleichen Gebäude installierte Adventskalender. Damals wurde das jeweils aktuelle Tagesdatum in ähnlicher Weise haushoch auf die Fassade projiziert. Der technische Aufwand für die „bluebox“ ist jedoch wesentlich größer, da alle 686 Fenster mit Folie verklebt und in einzelne „Bildpunkte“ verwandelt werden müssen. Mit grossem persönlichem Einsatz haben die Mitglieder des „Magdeburger Club“ in Zusammenarbeit mit dem Verein „blinkenarea“ diese Aufgabe in Angriff genommen. Im ganzen Gebäude müssen mehr als 12 Kilometer Strom- und Datenkabel zur Versorgung des kompletten Displays verlegt werden. Glücklicherweise wird man dabei auf die umfangreichen Erfahrungen von „blinkenarea“ zurückgreifen können.


Tino Sorge, Juliane Pilster und Sören Herbst (v.l.) auf dem Dach des „Blauen Bock“.

Dabei sollen nicht nur Grafiken und Animationen, sondern sogar Filme und einfache Spiele über die Fassade flimmern. Auch Textbotschaften sind möglich. Jeder ist eingeladen, an diesem interaktiven Kunstprojekt mit seinem Handy teilzunehmen. Die entsprechende Telefonnummer wird auf der Website des Projektes und am Gebäude deutlich sichtbar angebracht sein. „Jedoch behalten wir uns vor, welche Texte gezeigt werden, um einen Missbrauch auszuschliessen“, so Magdeburger Club-Vorstandsmitglied Sören Herbst bei der Vorstellung der „bluebox“.
Die tägliche „Show“ startet mit Beginn der Dämmerung und dauert bis Mitternacht. Anschliessend wird das Licht des Displays bis Tagesanbruch reduziert. Schliesslich soll kein Anwohner um seinen wohlverdienten Schlaf gebracht werden.
Wenn die Vorbereitungen weiterhin planmäßig verlaufen, soll es am 1. Dezember losgehen. Bis dahin liegt vor den Mitgliedern des „Magdeburger Club“ allerdings noch jede Menge ehrenamtliche Arbeit. Aktuell werden noch weitere Sponsoren gesucht, um die „bluebox“ termingerecht erstrahlen zu lassen.

Weiterführende Links

bluebox Homepage
Magdeburger Club

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