FCM holt gegen TeBe Berlin 4:3-Auswärtssieg

Die Saison beim 1. FC Magdeburg? Spätestens seit Ende Februar diesen Jahres abgehakt. Dennoch muss die Spielzeit 2009/10 zu Ende gespielt werden. Obwohl es für den FCM um nichts mehr geht, holten der Club bei TeBe Berlin einen 4:3-Auswärtssieg. Die lila-weißen aus West-Berlin meldeten im Vorfeld des Spiels Insolvenz an, kickten gegen den FCM mit einem durch Landesliga-Akteuren aufgefüllten Kader. TeBe steht also als Absteiger fest, der FCM zählt die Tage bis zum Urlaub. Was dabei rauskommt, nennt man Sommerfußball. Und diese typische Form des Fußballspiels gab es am Samstag-Nachmittag im Berliner Mommsenstadion vor 602 Zuschauern (davon ca. 250 FCM-Anhänger) zu sehen.
Der FCM bei TeBe ohne zehn etablierte Kräfte (Beer, Instenberg, Probst, Prest, Racanel, Bauer, Watzka, Siga, Großöhmichen, Fribertshäuser), dafür mit Regionalliga-Debütant Fabian Falkenberg in der Anfangsformation.
Die Magdeburger starteten schwungvoll in die vorletzte Partie der Saison. Einen 30-m-Fernschuss von Tüting kann der Berliner Torwart Langen (10.) gerade noch um den Pfosten lenken. Doch der FCM weiter druckvoller, nach 13 Minuten wird Rado Vujanovic in aussichtsreicher Position gefoult. Der Serbe führt den fälligen Freistoß aus halb-linker Position selbst aus. Der Ball soll eigentlich in die kurze Ecke kommen, doch wird der Schuss von der Mauer abgefälscht und erwischt Langen auf dem falschen Fuß (13.). 1:0 für den Club, der es danach ruhig angehen lässt. Das Spiel verflacht und es kommt wie es kommen muss: Gaebler lässt sich vom Berliner Özgöz im Strafraum austanzen, kann sich nur damit helfen, den TeBe-Spieler zu halten. Elfmeter für die Charlottenburger, den Özgöz selbst zum 1:1 verwandelt (31.). TeBe hätte durch Breitkopfs Fernschuss, den Tischer über den Querbalken lenkt, sogar in Führung gehen können, so heißt es zur Halbzeit 1:1.


Foto: Mathias Sichting

Nach der Pause wandelt sich das Spiel in ein munteres Scheibenschießen. Abwehr? Die blieb in der Kabine. A-Junior Falkenberg sorgt mit der ersten FCM-Chance für die 2:1-Führung (56.). TeBe kommt jedoch zurück, will sich im letzten Regionalliga-Heimspiel ordentlich verabschieden. Beil mit einem Flugkopfball (61.) und Özgöz nach Beils Querablage (70.) drehen das Spiel. Vor allem bei Beils 2:2 gibt es viele Proteste, dass der Ball nicht hinter der Linie gewesen wäre, doch das Tor ist korrekt. Der FCM nun an der Zu Bruchteilen noch vorhandenen Ehre gekratzt, kommt zurück ins Spiel. Vor allem Lars Fuchs dreht nun auf, der Abgang (ab 1.7. bei Hannover II) mit ein paar starken Szenen, gleicht nach 82 Minuten per Abstauber zum 3:3 aus. Zander ist es dann vorbehalten, per Kopfball den Sieg für den FCM klarzumachen (86.). René Gewelke sagte nach Schlusspfiff: „TeBe stand tief, wir mussten das Spiel machen. Da tun wir uns eben schwer.“ Interimstrainer Carsten Müller war dennoch zufrieden: „Kompliment an die Mannschaft, dass sie das Spiel noch gedreht hat.“

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www.1.fc-magdeburg.de

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