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1:1 (1:0) zu wenig für den FCM

Am 13.Spieltag kam der 1. FC Magdeburg beim Chemnitzer FC zu einem 1:1 (1:0) Unentschieden und verbesserte sich auf Rang vier. Dabei spielte Chemnitz 50 Minuten in Unterzahl und kann sich unter dem Strich mehr über den gewonnenen Punkt freuen, als die Magdeburger. Der CFC begann die Partie aggressiv und setzte die Domstädter von Beginn an unter Druck. Andreas Richter (39.) und Radovan Vujanovic (53.) erzielten die Tore in dem kampfbetonten Spiel. Bereits nach 22 Minuten musste Steffen Baumgart das erste Mal wechseln. Catalin Racanel knickte unglücklich um und konnte nicht weiter spielen. Nach dem Spiel klagte Racanel über Schmerzen im Mittelfuß. Für ihn kam Martin Zander ins Spiel und lieferte eine insgesamt solide Leistung ab. Die 5571 Zuschauer im gut gefüllten Stadion an der Gellertstraße mussten sich vor dem Spiel erhöhten Sicherheitsvorkehrungen unterziehen. Das Duell der beiden Traditionsvereine wurde im Vorfeld als Spiel mit einer erhöhten Sicherheitsstufe eingeschätzt. Einen Tag vor dem Ostduell fand der Sicherheitsdienst auf dem Stadiongelände nach eigenen Angaben etwa acht Kilo Pyrotechnik. Während und nach der Partie blieb es aber ruhig, die befürchteten Anfeindungen fanden nicht statt. Grund dafür war sicherlich auch das Ergebnis. Tragischer Held wurde Andreas Richter, der in der 39. Minute mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke den glänzend aufgelegten Matthias Tischer im FCM-Kasten überwinden konnte und nur eine Minute später mit Gelb-Rot vom Platz musste. Im Verlauf der erste Hälfte wurde klar, dass es für Magdeburg ganz schwer werden würde, in Chemnitz zu punkten. Die aggressive Spielweise der Hausherren machte den Magdeburgern einige Probleme. Bereits in der 25. Minute musste sich Matthias Tischer ganz lang machen und einen Ball mit einer weltklasse Parade aus dem Winkel kratzen.

Die einzige FCM-Chance im ersten Durchgang hatte der eingewechselte Zander, der einen guten Pass von Lars Fuchs nicht gegen CFC-Torwart Philipp Pentke verwerten konnte. Ihm fehlten in dieser Situation die berühmten Zentimeter zum Torerfolg (33.). Das 1:0 durch Richter war der Lohn für den Einsatz der Chemnitzer und ging so völlig in Ordnung. Die Mannschaft des CFC war in vielen Situationen einen Schritt schneller. Eine Minute nach dem Führungstreffer ließ Schiedsrichter Manuel Gräfe das nötige Fingerspitzengefühl vermissen und schickte den Torschützen nach einem Foul an Maximilian Watzka mit der zweiten gelben Karte frühzeitig duschen. Halbzeitstand 1:0.
Die numerische Überzahl konnten die Magdeburger im zweiten Durchgang nicht weiter nutzen. Chemnitz kämpfte sich in das Spiel zurück und wurde immer wieder durch Standards gefährlich. Die Magdeburger Abwehr hatte sich aber auf die Kopfballstärke der Sachsen eingestellt und konnte die gefährlichen Situationen klären. In der 53. Minute traf Radovan Vujanovic per Hacke zum 1:1 Ausgleich. Die Vorlage für das Traumtor gab Watzka mit einem gut getimten Pass. Richtig packend wurde es erst in der Schlussphase, als Chemnitz noch einmal zu zwei Ecken nacheinander kam und die Zuschauer Hoffnung schöpften. Prest und Zander behaupteten aber die Lufthoheit im eigenen Strafraum und klärten die beiden Eckbälle. Auf der Gegenseite sicherte Pentke im CFC-Kasten mit zwei sensationellen Paraden kurz Abpfiff den Punkt . Endstand 1:1.


Fotos: Mathias Sichting

Steffen Baumgart nach dem Spiel: „Es ist schwierig zu sagen, ob ich zufrieden bin oder nicht. Wir müssen mit dem Punkt leben. Chemnitz hat uns von Anfang an unter Druck gesetzt. Am Ende geht das Unentschieden in Ordnung. Ich kann meinen Unmut über manche Fehler im Spiel nicht verbergen. Darüber werden wir nächste Woche reden.“

Gerd Schädlich lobte den Einsatz seiner jungen Truppe und resümierte kurz: „Meine Mannschaft war sofort da. Die Halbzeitführung war verdient. Der Platz verweis war der Knackpunkt.“ Nächsten Sonntag kann der FCM gegen Spitzenreiter Wolfsburg wichtige Punkte im Aufstiegrennen einfahren. Ob Catalin Racanel bis dahin seine Verletzung auskuriert hat, bleibt abzuwarten.

Weiterführende Links

www.1.fc-magdeburg.de

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