2:0 Sieg gegen Türkiyemspor Berlin

Mit Türkiyemspor Berlin stellte sich am 15. Spieltag der Regionalliga Nord die jahrelange dritte Berliner Fußballkraft in Magdeburg vor. Der Tabellenfünfzehnte bat mit Kais Manai und Daniel Rothe gleich zwei ehemalige Clubspieler auf. Die Insiderkenntnisse der beiden Ehemaligen nützten nichts. Magdeburg gewann vor 7937 Zuschauer mit 2:0.

In den ersten zehn Minuten versammelten sich die Magdeburger belagerungsmäßig vor dem Tor der Berliner und setzten sich in der Gästehälfte fest. Türkiyemspor stand in dieser Phase dicht gestaffelt und störte früh die Bemühungen der Magdeburger. FCM-Chancen waren Mangelware.

Je länger die Null an diesem nass kalten Samstag an der Anzeigetafel stand, desto mutiger wurden die Angriffe der Berliner. Der Ex-Magdeburger Kais Manai zog dabei meist im Mittelfeld der komplett in rot gekleideten Multi-Kulti-Truppe die Fäden.

Die Erlösung in der 25. Minute: Catalin Racanels scharfe Eingabe legte Najeh Braham am Strafraum gekonnt auf den heranstürmenden Maximilian Watzka ab, der aus 18 Metern mit einem Gewaltschuß ab zog und die 1:0 Führung für die engagierten Magdeburger erzielte.

Nach dem Führungstreffer wirkten die Berliner durchaus weiter gefährlich und hatten zwei gute Chancen durch Ilter Senkaya. Der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Thomas Frank aus Hannover erklang pünktlich nach 45 Minuten.

Catalin Racanel hatte in der zweiten Halbzeit unter Flutlicht nach wenigen Sekunden die erste dicke Chance. Mit einem Solo düpierte er die komplette Berliner Hintermannschaft. Sein Schlenzer aus spitzem Winkel verfehlte das Berliner-Tor nur knapp.

In der 61. Minute kam Radovan Vujanovic den berühmten Schritt zu spät. Nach einer Racanel-Eingabe traf er den Ball nicht richtig und vergab die Möglichkeit zum 2:0.

Die zerfahrene Partie verlief in der zweiten Hälfte nahezu ereignislos. Lediglich der zuvor eingewechselte Christian Reimann sorgte mit seinem 2:0 in der 86. Minute für einen weiteren Höhepunkt des ansonsten schwachen Heimauftritt des FCM. Er setzte sich über rechts laufstark durch und überlupfte Berlins Torwart Daniel Rothe. Endstand 2:0.

Türkiyemspor-Trainer Uwe Erkenbrecher war nach der Niederlage leicht erbost. Er ärgerte sich über die beiden Gegentore, freute sich aber gleichzeitig über den phasenweise guten Fußball seiner jungen Mannschaft.

Paul Linz schätzte die Leistung seiner Schützlinge als nicht so gut ein. Er relativierte die Aussage, als er den Willen seiner Mannschaft lobte. Die Tore seiner Schützlinge waren super heraus gespielt. Linz war überglücklich, dass der FCM auch dieses Heimspiel gewinnen konnte und aus den letzten zehn Spielen acht gewonnen hat.


Fotos: Stefan Deutsch

Am kommenden Mittwoch holt Magdeburg ab 14 Uhr das Spiel vom 14. Spieltag in Hamburg bei Altona FC nach. Mit einem Sieg kann die Mannschaft weiter ihre Aufstiegsambitionen unterstreichen.

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