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Klares 3:0 beim SV Wilhelmshaven

Alte Freunde enttäuscht man doch nicht“, wird sich Wilhelmshavens Trainer und FCM-Legende Wolfgang „Maxe“ Steinbach nach dem Abpfiff der Partie SV Wilhelmshaven gegen den 1.FC Magdeburg am Freitagabend gedacht haben, als er sich enttäuscht umdrehte und in den Kabinengang trottete. Zuvor hatte der FCM Wilhelmshaven mit 3:0 besiegt und bleibt weiterhin in den Pflichtspielen der noch jungen Saison ungeschlagen. Ein Eigentor von Dario Fossi (5.), ein Treffer von Manuel Stiefel (18.) und das jederzeit verdiente 3:0 durch Denis Wolf (69.), brachten den FCM vor 823 Zuschauern im Jadestadion auf die Gewinnerstraße.

Riesengroß war der Jubel der knapp 300 Magdeburger Fans, als der souveräne Schiedsrichter Sven Jablonski aus Bremen das Spiel pünktlich abpfiff. Die Mannschaft des FCM hatte zuvor wieder ein gutes Spiel abgeliefert und war den Wilhelmshavenern fußballerisch und körperlich überlegen. Kurzum: Der FCM war während der 90 Minuten durchweg präsenter.

„Unsere Mannschaft hatte heute mehr Qualität“, kommentierte FCM-Trainer Ruud Kaiser nach dem Auswärtssieg die Leistung seines Teams. Die Magdeburger überzeugten besonders mit ihrem blitzschnellen Flügelspiel und der kompakten Defensive. Die Außenstürmer Marvin Wijks und Denis Wolf überliefen ein ums andere Mal die komplette SVW-Hintermannschaft und brachten präzise Flanken in den Strafraum. Bereits nach fünf Minuten zwang eine dieser scharfen Eingaben Wilhelmshavens Fossi zu einem Eigentor. Denis Wolf war im Strafraum nach einer Flanke von rechts mit zum Kopfball gegangen und wendete sich leise jubelnd ab, als der Ball plötzlich im Netz zappelte (5.).

Magdeburg legte nach und kam in der 15. Minute zu einer weiteren Chance über die Außenseite. Einen satten Schuss von Müller meisterte Christian Meyer im Tor des SVW mit einer guten Parade (15.). In der 18. Minute machte es Manuel Stiefel besser, als er frei auf Meyer zulief und den Ball ohne Probleme im SVW-Kasten unterbrachte. Wolfgang Steinbach schwante zu diesem Zeitpunkt wohl schon nichts Gutes. Der 2:0-Rückstand sollte gegen ein so starkes Auswärtsteam schwer aufzuholen sein. Als sein Kapitän Radek Spilacek in der 44. Minute nach einem bösen Foul an Stiefel vom Platz musste, dezimierte sich der in der ersten Halbzeit überforderte Gastgeber zusätzlich selber.


Fotos: Mathias Sichting

Steinbachs Kabinenansprache muss bei den Spielern des SVW etwas bewirkt haben. Mit einer gänzlich anderen Körpersprache trat das Team vom Jadebusen in den ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs äußerst selbstbewusst auf. Magdeburg ließ sich in dieser Phase in Überzahl teilweise zu weit in die eigene Hälfte drücken und war nur noch durch Konter gefährlich. Das endgültige 3:0 deutete sich ab der 65. Minute an: Becker streichelte einen 18 Meter Freistoß an die Lattenunterkante des Wilhelmshavener Gehäuses (65.) und Wolf knallte in der 67. Minute einen Flachschuss an den Pfosten. Zwei Minuten später machte Wolf es in einer ähnlichen Spielszene besser und knallte den Ball zum 3:0-Endstand in das SVW-Tor (69.).

Nach dem Abpfiff bedankte sich die Mannschaft geschlossen bei den mitgereisten Fans und ließ sich gebührend feiern. Der FCM hat nach zwei Auswärtsspielen nun sechs Punkte und 5:0 Tore auf dem Konto. Am kommenden Samstag treffen die Magdeburger im Heimspiel auf den FC Oberneuland. Die Mannschaft wird in diesem Heimspiel versuchen, den positiven Trend fortzusetzen und weiter erfrischenden und ehrlichen Fußball zu spielen.

Ob der Mann der Stunde, Manuel Stiefel, im nächsten Spiel auflaufen kann, bleibt abzuwarten. Stiefel wurde in der Halbzeitpause am Kopf getackert und musste im zweiten Durchgang verletzungsbedingt auf der Bank Platz nehmen. Wolfgang Steinbach wird darum sicherlich nicht böse gewesen sein, hätte die Niederlage mit einem gut aufgelegten Stiefel für den SVW noch deutlicher ausfallen können.

Weiterführende Links

www.1.fc-magdeburg.de

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