Interview mit Thomas Lindner von Schandmaul

Zehn Jahre deutscher Folkrock, das mus gefeiert werden. Standesgemäß mit neuem Album und der dazupassenden Tour. „Anderswelt“ heißt das Meisterwerk, das Freunde der Folkrockmusik und Mittelalteranhänger bundesweit begeistert.
Am 20. November gastieren Schandmaul in der Factory. urbanite sprach mit Thomas Lindner, Texter und Sänger der Band, über das neue Album, die Tour und zehn fantastische Jahre.

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Thomas, auf eurer Homepage versprecht ihr, euer aktuelles Album „Anderswelt“ ist das beste Album, das es jemals von Schandmaul gab.

Thomas:

Ja, das ist es wirklich. Auf „Anderswelt“ merkt man, dass wir gereift sind. Dinge sind komplexer geworden, erwachsener, besser. Auch und gerade vom Musikalischen her.

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Seit Anfang Herbst tourt ihr wieder durch Deutschland.

Thomas:

Genau. Es ist der zweite Teil der Tour. Der erste war im April und Mai, der zweite ist jetzt von November bis Dezember. Wir splitten unsere Touren immer so auf, in den Sommermonaten unterbrechen wir die Touren, um den warmen Temperaturen und den damit verbundenen Festivals Rechnung zu tragen.

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Ihr seid zu Sechst, davon zwei Mädels. Geht das immer gut?

Thomas:

Ja, sehr gut sogar. Aber ich weiß, worauf du hinauswillst. Die Mädels beruhigen die Truppe schon. Es sind ja nicht nur die beiden in der Band, auch in der Crew gibt es noch zwei Mädels. Der ein oder andere Spruch wird sich dann doch verkniffen, was in einer reinen Jungsband sicher nicht so wäre. Aber ich halte das für einen sehr positiven Effekt. Im Großen und Ganzen sind sie jedoch unsere Freunde und ticken ähnlich wie wir Jungs.

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Mädels und Jungs auf Tour, kam es da nie zu Pärchenbildung?

Thomas:

Doch, kam es schon. Aber das hatte sich auch recht bald wieder relativiert. Es ist jetzt alles eher wie ein Verhältnis zwischen Brüdern und Schwestern.

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Es ist eure Jubiläumstour, zehn Jahre Schandmaul. Am 15. November gibt´s dann eine große Backstageparty in München, wie muss man sich das vorstellen?

Thomas:

Da sind es genau zehn Jahre nach unserem allerersten Auftritt in unserer Stammkneipe. Wir spielen einen Tag vorher noch ein Konzert in München und am 15. November treffen wir uns mit Fans. Quatschen, lachen, feiern ist dann angesagt, wie eine große Geburtstagsfeier.

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Ihr wart schon einmal in der Factory, welche Erinnerungen hast du?

Thomas:

Ja, das muss 2006 gewesen sein, bei der „Leib und Seele“ Tour. Das war glaub ich so ziemlich um dieselbe Zeit herum. Die Factory war toll, aber über Magdeburg kann ich leider wenig sagen. Wir hatten damals keine Zeit für einen Stadtbummel, und so wie es aussieht, wird es diesmal auch nichts, leider.

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Sechs Alben, zahlreiche Singles, eine ungeheure Schaffenskraft verbirgt sich hinter Schandmaul. Wie entsteht bei Euch ein Song?

Thomas:

Das hat sich mit der Zeit, wie bei fast jeder Band denke ich, optimiert. Meist steht am Anfang ein Text, der kommt entweder von den Mädels oder von mir. Dann wird in der Gruppe entschieden, in welche Richtung der Song gehen soll. Hart mit Schrammelgitarren oder eher was Ruhigeres. Dann haben wir schon ein Konzept, einen roten Faden. Von hier aus geht es dann ins Studio und jeder bringt sich dann mit eigenen Ideen und Vorschlägen ein, bis der Song steht.


Foto: Jens-Peter Rosendahl

Das aktuelle Album „Anderswelt“

Die DVD „Sinnbilder“

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Verbringst du lieber Zeit im Studio oder auf der Bühne?

Thomas:

Ach. Das sind zwei Welten. Beides gefällt mir und beides gehört dazu. Die Frickelei im Studio, das ausprobieren, das hat einen tollen Charme. Andererseits bekommst du nie gleich ein Feedback auf deine Arbeit. Du musst dich bis zur Veröffentlichung gedulden. Da ist es Live natürlich besser, du bekommt sofort Feedback, allerdings hast du live nicht die Möglichkeit zu sagen: Das war Mist, machen wir´s nochmal.

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Am 20.November seit ihr in der Factory, was wird uns erwarten?

Thomas:

Wir holen euch ab und bringen euch in eine andere Welt. Ihr könnt entspannen, träumen, feiern, trinken wie es euch gefällt. Zwei Stunden Urlaub vom Alltag. Eine tolle Party.

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Danke, Thomas.

Thomas:

Ich danke, bis zum 20.

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